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So schön, so frei, so entspannt

Unistart, Freiheit, Himmel, Freude [Quelle: freeimages.com, Autor: asterisc21]

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Das Studium ist die beste Zeit deines Lebens – trotz oder gerade wegen der vielen wichtigen Entscheidungen, die du treffen musst. Das findet auch e-fellows.net-Stipendiat David und berichtet von seinem Leben als Student irgendwo zwischen Freiheit und Verantwortung.

Durchzechte Nächte, verrückte und unvergessliche Aktionen, etwa das nächtlich-spontane Nacktschwimmen im Freibad, das Aufwachen in gänzlich unbekannter Umgebung, jede Menge Pizza-Kartons zwischen den ganzen Büchern, Studieren als zweitschönste Nebensache der Welt – das alles ist Teil eines Traums, der besonders gerne von der amerikanischen Film- und Serien-Industrie sowie von Medien aller Art gezeichnet wird. Und wenn ich ehrlich bin, sind das bis jetzt auch die Erlebnisse, an die ich mich am liebsten und meisten zurückerinnere.

Ein erfolgreiches Studium

Trotzdem: die Studienzeit hat anderes zu bieten. Dazu gehört zum Beispiel jede gelungene Vorlesung, zu der sich der gemeine Student dann doch aufgerafft hat, jede einzelne neue Information oder jedes angestoßene und umgesetzte Projekt – schließlich sucht sich ja niemand einen Studiengang aus, der nicht interessant ist. Und selbst, wenn, besteht ja immer die Möglichkeit, das durch einen Studiengangs-Wechsel zu verändern.

Freiheiten und Verantwortung

Gerade Erstis hören ziemlich oft, man solle die Studienzeit bloß genießen, es werde nie wieder so schön, so frei, so entspannt. Vielleicht ist das so – gerade im Verhältnis zur Schule sind die Freiheiten enorm. Motiviert der Prof mich, zur Vorlesung zu gehen oder muss ich es selbst tun? Ist es sinnvoll, ein Wochenende lang spontan weg zu fahren, wenn zwei Tage danach wichtige Klausuren anstehen? Lohnt sich der ganze Liebeskummer in der aus der Schulzeit mitgenommenen Fernbeziehung? Ist das, was ich hier mache, wirklich richtig? Bin ich besser oder schlechter als in der Schule? Wann macht Mama … pardon, wann mache ich eigentlich die Wäsche?

Die letzten Fragen zeigen: es geht nicht nur Freiheit, man hat plötzlich auch eine Menge Verantwortung. Vielleicht gibt’s ja zusätzlich noch einen Nebenjob, der gerade dann stressig wird, wenn die Uni eigentlich etwas mehr Zeit verschlingt als nötig.

Zusammen ist man weniger allein

Das Schöne: Ich war nie allein und kenne auch niemanden, der mit diesen Fragen allein war. Dafür gibt es Freunde – und zwar echte Freunde fürs Leben, die im gleichen Studiengang vor denselben Fragen stehen, die nicht wissen, wo es hingehen soll, mit denen man sich gemeinsam Buchungssätze noch bis in die frühen Morgenstunden vor der Klausur reinhaut, mit denen man lernt und lacht, sich streitet und danach einen heben geht und vielleicht tatsächlich eine durchzechte Nacht erlebt. Die immer da sind, egal ob als Gesprächspartner in der Vorlesung, wenn die Handschrift des Profs mal wieder zu unleserlich ist, oder für Diskussionen, die bei der ewigen Klärung der Fragen helfen, ob das, was man tut, auch das Richtige ist. Wissen kann man das übrigens nie.

Der Student als Netzwerker

In der Studienzeigt habe ich auch damit angefangen, ein richtiges Netzwerk zu knüpfen – durch Praktika, die einem echt viel bringen, sowohl fachlich (das reale Leben hat mit dem Hörsaal nämlich nur begrenzt was zu tun) als auch persönlich. Oder durch Stipendien-Netzwerke, gemeinsame Vereinigungen, Initiativen für oder gegen Atomkraft, die Hochschulzeitung oder jede Menge andere tolle Aktionen, die eigentlich niemals ernst, staubig und trocken, sondern meist unterhaltsam, inspirierend und aufregend sind.

Die richtige Entscheidung?

Die Studienzeit ist, da haben die "Erwachsenen" bestimmt Recht, eine ganz besondere Zeit – sie ist aber auch eine Zeit, für die es absolut kein Drehbuch gibt, in der jeder einen Platz für sich selbst finden muss und auch kann. Es ist schlicht eine Zeit der Selbstfindung, in der ich mich bisher für viele und gegen noch viel mehr Wege, Möglichkeiten und Dinge entschieden habe. Und ich denke, gerade das macht die Studienzeit aus: die Fülle an Entscheidungen und Chancen, das Leben in die eine oder andere Richtung zu lenken.

Folge deinem Bauchgefühl

Ich studiere zwar immer noch, aber mittlerweile in einem höheren Semester. Im Laufe der Zeit habe ich erkannt: Es nicht möglich, immer die einzig wahre und richtige Entscheidung zu treffen. Manchmal können verschiedene Wege zum gleichen Ergebnis führen und manchmal wäre es besser gewesen, einen anderen Weg einzuschlagen. Insgesamt habe ich aber gelernt, dass es gar nicht so schlimm ist, wenn ein paar Entscheidungen daneben gehen, denn immer dann, wenn ich auf das gehört habe, was der Bauch mir gesagt hat, war es meistens richtig. Zumindest nach aktuellem Stand.

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