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Theorie und Praxis von Anfang an verknüpfen

Studienberatung,Feld, Stühle [Quelle: freeimages.com, Autor: tutu55]

Quelle: freeimages.com, tutu55

Ganz schön praktisch: Während sich die anderen Studenten mit Nebenjobs rumschlagen, wirst du fürs Studieren sogar bezahlt. Oben drauf gibt’s den Praxisteil, bei dem du parallel zum Studium in einem Unternehmen ausgebildet wirst. Das Lernen bleibt dir allerdings nicht erspart, und außerdem erwartet dich in den drei bis fünf Jahren ein straffer Zeitplan.

Theorie ...

Wie bei einem normalen Studium lernst du die Theorie für dein Fach an einer Hochschule. Teilweise besuchst du zusätzlich die Berufsschule, wo weitere praxisbezogene Fächer angeboten werden. Alternativ zur Hoch- und Berufsschule gibt es die Berufsakademie (BA). Diese bietet ausschließlich duale Studiengänge an, ist allerdings nicht in allen Bundesländern vertreten. Ob Hochschule oder Akademie, Prüfungen und eine Abschlussarbeit musst du bei beiden schreiben – und erhältst dafür am Ende deinen Bachelor-Abschluss.

… und Praxis

Das Gelernte kannst du schon während deines Studiums direkt in die Praxis umsetzen. Dazu verbringst du einen Teil deiner Ausbildung im Unternehmen. Dabei arbeitest du meist in allen Bereichen mit und betreust im besten Fall sogar dein eigenes Projekt. Somit unterscheidet sich der Praxisteil kaum von einer herkömmlichen Lehre. Nach zwei bis drei Jahren machst du deinen Abschluss bei der Industrie- und Handels- oder der Handwerkskammer (je nach Branche beziehungsweise Schwerpunkt der Ausbildung) – und erhältst einen staatlich anerkannten Berufsabschluss.

Praxisintegrierendes Studium statt Berufsschule

Durch die Rotation lernst du oft mehrere Bereiche im Unternehmen kennen. In manchen Firmen arbeitest du aber eventuell nur in einer einzelnen Abteilung. Das ist beim praxisintegrierenden Studium der Fall. Hier ist ein Praktikanten- oder Volontärsvertrag Grundlage für deinen Praxisteil. Bei dieser Form erhältst du keinen Kammer-Abschluss, da du nicht die Berufsschule, sondern nur eine Akademie oder Hochschule besuchst.

Zeiteinteilung im dualen Studium

Prinzipiell wechseln sich Theorie- und Praxisphase ab – beim Blockmodell du bist jeweils drei Monate an deiner Hochschule und drei Monate im Betrieb. Die genaue Dauer kann allerdings bei den verschiedenen Studiengängen variieren. Beim Wochenmodell verbringst du jede Woche einige Tage an der Hochschule oder Berufsakademie und die restlichen Tage im Betrieb. Dadurch bist du sowohl in der Theorie als auch in der Praxis immer auf dem Laufenden, musst dich aber ständig auf beides gleichzeitig konzentrieren. Meist überwiegt dabei in der frühen Phase der Ausbildung die Praxis und später die Theorie. Bei manchen Unternehmen findet dein Praxisteil jedoch auch am Abend oder Wochenende statt.

Vorteile eines dualen Studiums

Die Vorteile eines dualen Studiums liegen auf der Hand: Du wendest das Gelernte direkt an und sammelst deine praktischen Erfahrungen schon während des Studiums, was dir bei Bewerbungen und beim Einleben in den Arbeitsalltag zu Gute kommt. Außerdem bekommst du ein Ausbildungsgehalt, das meist sogar etwas über der normalen Ausbildungsvergütung liegt. Auch die Studiengebühren werden für dich übernommen. Der wichtigste Vorteil ist jedoch das Netzwerk, das du dir bereits während deiner Ausbildung aufbauen kannst. Außerdem ist die Chance einer Übernahme nach deiner Ausbildung extrem hoch – wenn nicht sogar schon vertraglich festgelegt.

Die andere Seite der Medaille

Andererseits bringt ein duales Studium durch das Studieren und Arbeiten auch immer eine Doppelbelastung mit sich. Dabei begleitet dich ein straffer Zeitplan ohne Semesterferien. Du hast lediglich einen Urlaubsanspruch wie jeder andere Arbeitnehmer – von 24 bis 30 Werktagen. Außerdem hat deine Ausbildung nicht die wissenschaftliche Tiefe eines Uni-Studiums. Die kleinen Unterschiede können zu Problemen führen, wenn du beispielsweise deinen Master an einer Uni machen möchtest. Mittlerweile bieten allerdings auch immer mehr Hochschulen und Berufsakademien Master-Studiengänge an. Nicht zu vergessen ist auch, dass du dich mit der Wahl eines dualen Studiums immer auch bereits auf einen Tätigkeitsbereich festlegst. Solltest du merken, dass dir dieser doch nicht zusagt, ist es trotzdem oft aus finanziellen Gründen schwer, das Studium zu wechseln.

Bewerbung für ein duales Studium

Wenn du dir schon ein Unternehmen ausgesucht hast, bei dem du gerne deine Ausbildung beginnen möchtest, bewirbst du dich dort ganz klassisch mit den erforderlichen Bewerbungsunterlagen. Welche Unternehmen dafür infrage kommen, kannst du auf der jeweiligen Website des Unternehmens herausfinden. Die Plätze in den großen und international aufgestellten Firmen sind allerdings rar und hart umkämpft. Daher musst du als Bewerber viel Engagement und Flexibilität mitbringen und solltest dich nicht erst mit Erhalt deines Abiturs, sondern schon etwa ein Jahr vor dem geplanten Studienbeginn über deine Möglichkeiten informieren und dich bewerben.

Finanzierung eines dualen Studiums

Im Gegensatz zu anderen Studenten wirst du vom Arbeitgeber bezahlt. Allerdings beträgt das Gehalt dualer Studenten teilweise nur 600 Euro oder weniger brutto – auch wenn es beim ausbildungsintegrierenden Studium mit der Zeit ansteigt. Maßgeblich für die Höhe des Gehalts sind unter anderem die Branche und Größe der Firma. Auf BAföG musst du als dualer Student verzichten, ebenso auf die Stipendien der staatlichen Begabtenförderungswerke. Du kannst jedoch Berufsausbildungsbeihilfe beantragen, wenn du während deiner Ausbildung nicht bei deinen Eltern wohnst.

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