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Kannst du logisch denken?

Studiengang Informatik [© Artur Marcinie - Fotolia.com]

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Wenn es darum geht, das Lagermanagement eines Online-Versandhandels zu verbessern, sind vor allem logisches Denken gefragt und die Fähigkeit, Prozesse zu analysieren und zu optimieren. Vorkenntnisse im Programmieren sind für ein Informatikstudium also nicht zwingend nötig - schaden können sie aber nicht.

Was ist das Besondere an deinem Studiengang?

Informatik ist ein sehr theoretischer Studiengang mit Fokus auf logischem und abstraktem Denken. Man wählt ein Nebenfach, beispielsweise Mathematik, Elektrotechnik oder auch Medienwissenschaften und Psychologie. Es hängt von der Uni ab, was angeboten wird. Der praktische Anteil beschränkt sich auf den Bereich der Softwaretechnik, vor allem Programmierung. Die drei anderen Bereiche des Informatik-Studiums sind "Modelle und Algorithmen", "Eingebettete Systeme und Systemsoftware" und "Mensch-Maschine-Wechselwirkung".

Wann und warum hast du dich für deinen Studiengang entschieden?

Bis zum Abitur hatte ich mich noch nicht festgelegt. Da mein Leistungskurs in Informatik allerdings mit Abstand am meisten Spaß brachte - wir haben viel programmiert, fiel mir die Entscheidung letztendlich sehr leicht. Alle anderen Argumente wie sehr gute Jobchancen, hohe Aktualität und so weiter waren eher Folgegedanken. Ich bin der Meinung, dass man unbedingt seinen Interessen folgen sollte, und niemals dem puren Geld.

Haben sich deine Erwartungen erfüllt?

Fast vollständig. Generell war ich durch meinen Leistungskurs und eine angeschlossene Tätigkeit als Programmierer sehr gut auf das Studium der Informatik vorbereitet, sodass mir die ersten Semester sehr leicht fielen. Der Stoff ist hochinteressant. Einzig in der Programmierung hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Da Programmierfähigkeiten zum Studienbeginn allerdings nicht vorausgesetzt werden, ist verständlich, dass man kleinschrittiger anfängt und in den ersten Semestern noch nicht sehr weit kommt.

Wem würdest du das Studium empfehlen?

Jedem, der gerne logisch denkt und optimiert. Spaß am Programmieren ist keine Voraussetzung, ist aber sicherlich ein großes Plus. Oder anders: Stell dir vor, ein Online-Versandhandel wurde gerade eröffnet und ist ein riesiger Erfolg. Nun wirst du beauftragt, ein Lagermanagement-System zu entwickeln, das - auf Basis des bisherigen Kaufverhaltens der Kunden - Waren im Lager so geschickt anordnet und verwaltet, dass zukünftige Bestellungen möglichst schnell zusammengestellt werden können. Wenn dich eine solche Aufgabe reizt, dann bist du im Studiengang Informatik auf jeden Fall richtig.

Welchen Tipp würdest du einem Abiturienten geben, damit seine Studienzeit ein voller Erfolg wird?

Wähle auf jeden Fall ein Fach, das dich auch interessiert. Nichts ist schlimmer als desinteressierte Studenten, die sich kurz vor den Klausuren mit größtem Widerwillen durch die Stoffberge kämpfen, die Klausuren mit Not bestehen und danach alles wieder vergessen. Damit ist niemandem geholfen - auch nicht, wenn am Ende vielleicht ein hohes Gehalt und gute Jobchancen winken. Das ist verschwendete Lebenszeit. Bist du hingegen von deinem Studiengang überzeugt, so erledigt sich der ganze Rest fast wie von selbst.

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