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Erdkunde war gestern

Globus, Geographie, Untericht [Quelle: tempus corporate, Getty Images]

Quelle: tempus corporate, Getty Images

Wer Architektur studiert, wird Architekt. In Geographie ist das anders, es gibt kein definiertes Berufsbild. Gerade das macht dieses Studium aber umso interessanter, denn durch Schwerpunktsetzung und Praktika wählt jeder Student seinen eigenen Weg zwischen Physio-Geographie und Humangeographie.

Was ist das Besondere an deinem Studiengang?

Geographie ist ein recht vielfältiger Studiengang, der sich in die naturwissenschaftliche Physio-Geographie und in die sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Humangeographie aufteilt. An manchen Unis kann man schon im Bachelor einen Schwerpunkt auf eines der beiden setzen, in Heidelberg ist das zum Teil auch möglich. Neben den Fachinhalten sind in der Geographie die Methoden sehr wichtig, also Geo-Informatik, Statistik oder Datenerhebung und -auswertung. In Heidelberg sind ein Praktikum und Veranstaltungen über Schlüsselkompetenzen wie Präsentieren oder Visualisieren außerdem verpflichtend. Zudem kann man sich für ein oder zwei Nebenfächer aus allen Fachrichtungen entscheiden.

Wann und warum hast du dich für deinen Studiengang entschieden?

Die Studienwahl war für mich eine eher schwierige Entscheidung. Ich habe zuerst zwei Semester lang Architektur studiert. Dabei fiel mir auf, dass ich mich am meisten für Raum- und Stadtplanung interessierte. Allerdings wollte ich das Ganze mehr aus der ökologischen Perspektive betrachten und kam dann auf die Idee Geographie zu studieren, was neben der Raum- und Stadtplanung aber auch noch viel mehr umfasst.

Haben sich deine Erwartungen erfüllt?

Generell haben sich meine Erwartungen auf jeden Fall erfüllt und ich bin zufrieden. Geographie ist sehr abwechslungsreich und interessant. Manchmal finde ich die Bandbreite an Themen aber auch etwas schwierig, weil man sich – bis jetzt zumindest – nicht richtig in ein Thema vertieft.

Wem würdest du das Studium empfehlen?

Wer Geographie studieren möchte, sollte generell ein breites Interesse haben und sich immer wieder in neue Themen einarbeiten können. Das Studium ist auch ideal, um sich zu orientieren, da man zwar kein festes Berufsbild hat, dafür aber allerhand Möglichkeiten. Das muss man sich aber auch immer wieder anhören: "Geographie? Nur? Neee, bestimmt auf Lehramt? Ach so, aber was willst du denn damit mal anfangen?" Das kann einen schon beunruhigen, aber wenn schon im Studium einen Schwerpunkt setzt und entsprechende Praktika macht, dann sollte es auf jeden Fall klappen mit der Berufswahl. Außerdem ist es auch toll, so viele Möglichkeiten zu haben.

Welchen Tipp würdest du einem Abiturienten geben, damit seine Studienzeit ein voller Erfolg wird?

Die Studienzeit bietet dir so viele Gelegenheiten dich zu entwickeln und Dinge auszuprobieren. Halte deine Ohren offen und sei mutig! Ich selbst habe auch den Studiengang gewechselt, also keine zu große Angst vor der Studienwahl! Es ist einfach eine Superzeit, also genieß es!

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