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Mit dem Mentor ins "Casino"

Roche, Karriere, Biomarker

Roche, Karriere, Biomarker

Alumna Maria Schmid hat sich nach einem Auslands- aufenthalt in den USA als Stipendiatin bei e-fellows.net beworben. Hier wurde sie auch auf Roche aufmerksam. Im ersten Teil des Tagebuchs beschreibt sie ihren Weg in das Health-Care-Unternehmen. Alles fing an mit einem Face-to-Face am Roche-Standort Penzberg - und mit einem Mentor.


Während meines Biochemie-Studiums an der Universität Regensburg ging ich 2001 mit einem DAAD-Stipendium für ein Auslandsstudienjahr in die USA. Erst nach meiner Rückkehr lernte ich das Stipendium von e-fellows.net kennen und habe mich dann 2003 erfolgreich beworben. Während ich zunächst nur an die Bereitstellung eines kostenlosen Internetzugangs gedacht hatte, wurde mir bald klar, dass e-fellows.net für seine Stipendiaten noch einiges mehr zu bieten hat. So nutzte ich gleich die Gelegenheit und nahm an einem Soft-Skill-Seminar zum Thema "Team- und Führungsfähigkeit" teil. Diese Seminare werden immer noch vom Meyer-Camberg-Institut zusammen mit e-fellows.net angeboten.

Alternativen zur Uni gesucht

Zwar hatte ich während meines Studiums Praktika an Max-Plank-Instituten und an unterschiedlichen Instituten in den USA gemacht, allerdings noch kein Industrie-Erfahrung gesammelt. Für mich war zu diesem Zeitpunkt klar, dass ich nach dem Biochemie-Diplom erst noch promovieren wollte, allerdings wollte ich mich auch rechtzeitig über alternative Wege zur Uni-Karriere informieren. Über e-fellows.net konnte ich direkte Infos von Leuten aus der Industrie erhalten. Um beispielsweise einen Einblick in die Unternehmensberatung zu erhalten, nahm ich an einem "Round-Table"-Gespräch mit Mitarbeitern von McKinsey teil. Die Berater stellten ihren ihre Projektarbeit vor, und wir konnten danach im persönlichen Gespräch die Eindrücke weiter vertiefen.

Das erste Mal in Penzberg

Den ersten Kontakt zu Roche hatte ich bei einer Veranstaltung, zu der das Unternehmen und e-fellows.net 14 Studenten der Biochemie und Biologie nach Penzberg einluden. Bei diesem "Face-to-Face" hat Roche den Konzern vorgestellt, dabei vor allem den Standort Penzberg und verschiedene Einstiegsmöglichkeiten. Zwei leitende Angestellte berichteten von ihren Forschungsgebieten. Dieser Tag bei Roche hatte bei mir einen sehr positiven Eindruck hinterlassen: nicht nur die offensichtlich interessanten Forschungsgebiete, sondern auch die Offenheit und Bereitschaft der beiden Forschungsleiter, auf die Fragen von uns Studenten einzugehen.

Auf der Website entdeckt: den Mentor

Zur Promotion wechselte ich an das Gen-Zentrum der LMU München. Ich beschäftigte mich mit dem Zusammenhang zwischen mRNA-Lokalisierung und Membrantransport - und blieb damit der Grundlagenforschung treu. So faszinierend diese auch ist, ich hatte inzwischen erfahren, dass auch die Arbeit in der forschenden Industrie sehr interessant sein kann. Auf der e-fellows.net-Website entdeckte ich schließlich, dass seit längerem wieder ein naturwissenschaftlicher Mentor von Roche aus Penzberg zwei neue Mentees betreuen würde. Das Mentoren-Programm war für mich eine einmalige Gelegenheit, noch mehr direkte Einblicke in eine Industriekarriere als Naturwissenschaftler zu erhalten. Schnell bewarb ich mich also für eine der zwei Mentee-Positionen bei Dr. Hans Rogl.

In Feier-Laune den Mentor am Telefon

Die Bewerbung bestand aus einem Lebenslauf und einem Motivationsschreiben zur Frage "Warum möchte ich gerne Mentee bei Ihnen werden". Ein paar Wochen später klingelte im Labor mein Handy. Gerade eben hatte mir mein Doktorvater verkündet, dass das Paper über den ersten Teil meiner Promotionsarbeit vom Editor des Journals akzeptiert worden war. Ich war überglücklich und in Feier-Laune und deshalb zunächst etwas perplex, als ich ans Telefon ging und sich Dr. Hans Rogl am anderen Ende der Leitung vorstellte. Er hatte die Bewerber für die Mentee-Stellen auf einen kleinen Kreis eingegrenzt und wollte nun in der zweiten Runde die endgültigen Mentees per Telefon-Interview auswählen. Nach dem ersten Überraschungs-Moment verlief der Rest des Telefonats dann aber super. Nach ein paar Tagen wurde ich schließlich von e-fellows.net informiert, dass ich eine der beiden neuen Mentees von Dr. Hans Rogl sei.

Start des Mentoren-Porgramms

Gestartet wurde das Mentoren-Programm zusammen mit anderen Mentees und Mentoren mit einem Kick-Off-Treffen in Penzberg. Dabei lernten wir uns gegenseitig kennen und haben Ziele und Erwartungen an das Programm formuliert und ausgetauscht: Zusammen mit unserem Mentor erstellten wir sozusagen ein Rahmenprogramm für das Mentoren-Mentee-Verhältnis, das auf zwei Jahre begrenzt ist. Am gleichen Tag begleiteten wir Dr. Rogl an seinen Arbeitsplatz und er zeigte uns die Labors der Pharma-Produktion, in der er als Gruppenleiter arbeitet.

Führungen für Mentor und Mentees

Die Interaktion mit meinem Mentor funktionierte prima: Dr. Rogl, sein zweiter Mentee und ich standen regelmäßig in E-Mail-Kontakt. Neben kleinen formlosen Treffen in München, bei denen wir viel über seine Arbeit erfuhren und auch über studien- und promotionsrelevante Themen diskutierten, besuchte Dr. Rogl uns Mentees auch an unserem jeweiligen Institut. Dort gaben wir ihm eine kleine Führung und erläuterten das Thema der Diplom- oder Doktorarbeit näher. Als ich für mein Doktorandenprogramm des Elitenetzwerks Bayern (Proteins in Health and Disease) eine Führung bei Roche in Penzberg organisierte, erklärte sich mein Mentor gleich bereit, die gesamte Truppe durch die Besucher-Labors der Pharma-Produktion zu führen.

Das Mentoren-Mentee-Treffen in Mannheim

Zusätzlich zu den Aktivitäten mit dem eigenen Mentor findet einmal im Jahr das große Mentoren-Mentee-Treffen in Mannheim statt. Dazu sind Mentoren und Mentees aller Fachrichtungen eingeladen, also nicht nur Naturwissenschaftler aus den Lifesciences, sondern auch Wirtschaftswissenschaftler, Ingenieure und Informatiker. Bei dieser Veranstaltung stellt Roche sich vor und präsentiert Einstiegsmöglichkeiten für Absolventen. Zudem finden interessante Workshops statt. Im Anschluss an den offiziellen Teil gibt es immer noch eine Abendveranstaltung mit tollem Rahmenprogramm. Die Organisatoren haben bisher mit Events wie einem Rittermahl auf einer Burg oder einer Schifffahrt auf dem Neckar mit Zauber-Einlagen alle Register gezogen. Zum einen waren diese Treffen immer ein Erlebnis, zum anderen hatte man dabei genügend Zeit, mit anderen Mentees Kontakt zu knüpfen und auch mit anderen Mentoren ins Gespräch zu kommen.

Seminare: kniffelige Gespräche inklusive

Über das Mentoren-Mentee Treffen hinaus wird man als Roche-Mentee aber auch zu Seminaren eingeladen, bei denen man entweder seine Rhetorik-Kenntnisse verbessern kann, mit den "Leadership-Principles" bei Roche vertraut gemacht wird oder erste Erfahrungen im Projektmanagement und für Konfliktgespräche macht. Da kann man schon mal ins Schwitzen kommen, wenn einem als Gesprächspartner eine erfahrene Mitarbeiterin aus der Personalabteilung gegenüber sitzt. Über die gesamte Zeit habe ich ein sehr angenehmes Verhältnis zu meinem Mentor aufgebaut. Wir treffen uns auch heute noch immer wieder zu einem gemeinsamen Mittagessen im Mitarbeiter-Casino in Penzberg.

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