Private Wealth Management (Uni Münster)

Private Vermögen verwalten

Juristen und Wirtschaftswissenschaftler finden an der Universität Münster eine attraktive Zusatzausbildung: Mit dem berufsbegleitenden Masterstudiengang "Private Wealth Management - Erbrecht Nachfolgegestaltung Vermögensmanagement" erreichen sie in vier Semestern je nach Studienschwerpunkt den Titel "LL.M." oder "EMBA".

ezembed

Banken, Institute und Berater kümmern sich zunehmend auch um Privatvermögen. Die Vermögensverwalter müssen dabei vor allem zwei Gegensätze vereinbaren: die kontinuierliche Beratung des Kunden und die sich ständig ändernden steuerlichen Rahmenbedingungen in einem internationalen Umfeld. In den letzten Jahren sind dadurch die Anforderungen an die Berater erheblich gestiegen. Sie können sich nicht mehr nur auf ein Spezialthema konzentrieren, sondern müssen eine themenübergreifende Expertise vorweisen - sei es in einer Vermögensverwaltung, als Anwalt oder Steuerberater. Zu den täglichen Themen, mit denen sich auch die Absolventen des Studiengangs befassen, zählen:

Modul 1

  • Gesellschaftsrecht / Erbrecht

Modul 2

  • Erbschaftsteuerrecht
  • Internationales Steuerrecht

Modul 3

  • Private Equity
  • Investmentsteuerrecht
  • Hedge-Fonds

Modul 4

  • Unternehmensteuerrecht

Modul 5

  • Vermächtnisrecht
  • Testamentsvollstreckung

Modul 6

  • Unternehmensnachfolge
  • Internationale Nachlassplanung

Modul 7

  • Portfoliomanagement
  • Währungen, Vermögensanlage und Währungsabsicherung

Modul 8

  • Single Family Office
  • Familienstiftungen

Modul 9

  • Wahlfachbereich

 

Jurgrad, Private Walth Management, Münster

"In der Praxis betreuen spezialisierte Teams aus den Bereichen Recht, Steuern und Vermögensmanagement große private Vermögen. Die besten Berater zeichnen sich dadurch aus, dass sie ein Fachgebiet nahezu perfekt beherrschen, im Laufe ihrer Praxis aber auch ein Gefühl für die Schnittstellen entwickelt haben. Die Mischung aus Spezialisierung, Erfahrung, Offenheit für aktuelle Entwicklungen und vor allem das Interesse für die Themen des Klienten sorgen dafür, dass der Klient in seinem Berater einen kompetenten Gesprächspartner findet."

Dr. Andreas Richter, LL.M. / P+P Pöllath + Partners, Berlin

 

 

Privatvermögen studieren

Um den Anforderungen der Branche und dem damit wachsenden Bedürfnis nach qualifizierten Beratern gerecht zu werden, bietet die Westfälische Wilhelms-Universität in Münster den Postgraduierten-Studiengang "Private Wealth Management" an, der berufsbegleitend absolviert werden kann. Er dauert insgesamt vier Semester und führt - je nach Studienschwerpunkt - zu den Abschlüssen Executive MBA oder LL.M. Dozenten sind Wissenschaftler und Praktiker aus international tätigen Kanzleien, Banken, Vermögensverwaltungen, Gerichten und Family Offices (Einrichtungen bei Banken, die sich mit einem Rundum-Service ausschließlich um das Vermögen einer Familie kümmern).

Grundzüge "Private Wealth Management"

1. In vier Sememstern zum Titel
Nach vier Semestern in Teilzeit (drei Semester Kurs, ein Semester Masterarbeit) erwirbst du einen international angesehenen Titel: wenn du als Studienschwerpunkt Rechtswissenschaften wählst, den Master of Laws (LL.M.). Dazu hörst du die Vorlesung "Vertiefung des materiellen Erbrechts und der Testamentsvollstreckung sowie Besonderheiten der Verfahrens- und Prozessführung im Erbrecht". Wenn du den Schwerpunkt Wirtschafts- wissenschaften wählst, erhältst du den Abschluss Executive Master of Business Administration (EMBA). Hier nimmst du an der Vorlesung "Vertiefung Vermögensmanagement: Anlagen, Investment-Prozesse und Erfolgskontrolle" teil.

Bei der Wahl des Schwerpunkts "Rechtswissenschaft" können die Teilnehmer theoretische Kenntnisse im Sinne der Fachanwaltsordnung erwerben. Das Thema der Master-Arbeit ist ebenfalls abhängig von dem gewählten Schwerpunkt.

2. Dozenten aus Wissenschaft und Praxis
Der Lehrkörper setzt sich zusammen aus Praktikern aus Kanzleien, Banken, Vermögensverwaltungen, Family Offices und Gerichten. Sie vermitteln dir die notwendigen rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Kenntnisse, um nach dem Abschluss als Vermögensberater tätig zu sein. Eine Liste der Dozenten und deren Unternehmen findest du auf der Homepage der Uni Münster.

3. Beste Kontakte zum künftigen Arbeitgeber
Praxisbezug wird aber nicht nur durch Dozenten aus der Praxis gewährleistet, sondern auch durch Kooperationspartner. Beim Studiengang Private Wealth Management sind dies zahlreiche renommierte Unternehmen:

  • Deutsche Bank
  • Goldman Sachs & Co. oHG
  • Hengeler Mueller
  • P+P Pöllath + Partners
  • UBS Wealth Management Sauberborn Trust
  • Wegelin & Co. Privatbankiers

Die vollständige Liste findest du auf der Website des Studiengangs.

4. Berufsbegleitendes Studium
Der Studiengang kann berufsbegleitend studiert werden, und zwar in einer Einführungswoche und 16 Wochenendveranstaltungen (Donnerstag bis Samstag). Der Vorteil: kein Verdienstausfall und unmittelbarer Bezug zur Praxis.

Voraussetzungen

Zulassungsvoraussetzung ist ein erfolgreich absolviertes Staatsexamen, eine Diplomprüfung oder ein Bachelor- bzw. Master-Abschluss in Rechts- oder Wirtschaftswissenschaften an einer deutschen Hochschule. Zugelassen werden kann auch, wer an einer ausländischen Hochschule eine gleichwertige Qualifikation erworben hat. Außerdem sollte Berufserfahrung vorhanden sein.

Bewerbungsfrist

Der Studiengang Private Wealth Management beginnt jedes Jahr im Wintersemester (September). Die Bewerbungsfrist endet am 15. Juli.

Bewerbungsverfahren

Unter www.private-wealth-muenster.de findest du das Antragsformular. Weiterhin brauchst du folgende Unterlagen:

  • beglaubigte Abschrift deines Examens-, Diplom-, Master- oder Bachelor-Zeugnisses
  • tabellarischer Lebenslauf.

Studiengebühren

Die Studiengebühren betragen 14.700 Euro. Wenn du dich bis 15. Juni bewirbst, bekommst du einen Frühbucherrabatt von 2.100 Euro (Endpreis 12.600 Euro).

Teilstipendien

In jedem Studienjahr vergibt die JurGrad gGmbH sechs Teilstipendien. Die ersten sechs Bewerber mit hervorragenden Leistungen erhalten eine Ermäßigung des Teilnehmerbeitrags in Höhe von 25 Prozent. Unter den Stipendiaten können sein:

  • bis zu drei Juristen mit 9 oder mehr Punkten in einem der Staatsexamina
  • bis zu drei Wirtschaftswissenschaftler mit Diplom- oder Master-Abschluss, Abschlussnote mindestens 1,9
  • Fachhochschulabsolventen mit Diplom oder Master sowie Bachelor-Absolventen mit einer Note von mindestens 1,5.

 Weitere LL.M.- oder EMBA-Programme der Uni Münster:

Bei e-fellows.net im Porträt:

 Programmteilnehmer im Gespräch:

 

Private Wealth Management, Uni Münster, EMBA

Werner Gasser (Jahrgang 1976) hat an der Berufsakademie in Ravensburg BWL mit der Fachrichtung Bank- und Finanz- mangement studiert und danach als Vermögensverwalter bei einer großen Regionalbank gearbeitet. Mittlerweile ist er als Gesellschafter und Prokurist in einem Family Office in Bad Waldsee tätig. Seit neun Monaten absolviert er zusätzlich den EMBA in Private Wealth Management an der Uni Münster. Neben der Qualität der Lehre freut den Schwaben vor allem die Dauerversorgung mit "Obscht".

Was ist eigentlich ein Family Office?
Ein Family Office ist eine Einrichtung, um große Familienvermögen zu steuern und zu betreuen. Unsere Kernaufgabe ist die Auswahl und Kontrolle aller Dienstleistungen rund um das Familienvermögen. Dazu gehört beispielsweise ein professionelles Finanzmanagement und die Zusammenarbeit mit Steuerberatern, Anwälten, Versicherungen und Banken. Dabei gibt es Family Offices, die sich nur um das Vermögen einer Familie kümmern, und so genannte Multi-Family-Offices, die sich um mehrere Familien kümmern. In einem der letzteren arbeite ich.

Wie hat sich denn der Markt der privaten Vermögensverwaltung in den letzten Jahren entwickelt?
Family Offices sind in dieser Form eigentlich recht neu in Deutschland. Dadurch, dass immer mehr Familienunternehmen verkauft werden, steigt der Bedarf, das Vermögen erfolgreich verwalten zu lassen. Wo sich vorher viele Dienstleister gekümmert haben, liegt nun alles in einer Hand. So ist eine vernünftige Vermögens- und auch Nachfolgeplanung gewährleistet. Generationsübergreifende Aspekte spielen dabei eine wichtige und immer größere Rolle. Da passt es, dass ich meine Kenntnisse im Erbrecht durch den Studiengang vertiefe.

Warum haben Sie sich genau für diesen Studiengang in Münster entschieden, was sind für Sie die Vorteile?
Ursprünglich komme ich ja aus dem Wertpapiergeschäft. Ich wollte mich aber weiterentwickeln und mein Wissen erweitern - vor allem fachübergreifend. Und als eines Tages der Prospekt der Jurgrad gGmbH ins Büro flatterte, war das quasi eine Fügung. Der Studiengang bietet genau das an, was ich im täglichen Geschäft einsetzen kann: Als Betriebswirt in Jura und Steuerrecht hineinschnuppern und mich weiter auf Nachfolgethemen spezialisieren.

Was gefällt Ihnen besonders am Studium?
Ich merke, dass ich die Inhalte aus dem Studium im Tagesgeschäft umsetzen kann - und die Dozenten aus Wissenschaft und Praxis sind die Besten ihres Fachs. Mir gefallen auch der Austausch mit den Kommilitonen aus den anderen Berufsfeldern und das entstandene Netzwerk. Durch dieses neue Wissen bin ich auch im Tagesgeschäft für die Kunden wertvoller, einfach, weil ich deren Belange kompetent und vielseitig betrachten kann.

Der Aufwand für das Studium neben dem Job ist doch ziemlich groß, oder? Müssen Sie regelmäßig pendeln?
Ja, der Stress ist schon recht heftig und der Aufwand sehr groß. Das darf man nicht unterschätzen. Einmal im Monat bin ich für ein Wochenende in Münster, und da wir viele Prüfungen haben, leidet auch die Freizeit, meist das Wochenende, darunter. Aber weil das ja ein absehbarer Zeitraum ist - 18 Monate - und ich wirklich den Mehrwert sehe, macht mir der Stress eigentlich Spaß.

Wie lief das Bewerbungsverfahren ab? Haben Sie Tipps für andere Interessierte?
Da ich zum ersten Jahrgang gehöre, musste ich mich nur mit meinem Lebenslauf bewerben. Um festzustellen, ob ich die Zulassungsvoraussetzungen erfülle. Die Plätze wurden dann nach dem "first come, first serve"-Prinzip vergeben. Mittlerweile gibt es ein ausführliches Bewerbungsverfahren.

Welche Seminare sind für Sie besonders interessant und wie laufen sie ab?
Besonders gefallen mir die Seminare aus meinem Stammgebiet - den Family Offices. Dort lerne ich immer wieder andere Sichtweisen und Meinungen kennen. Ansonsten sind die Seminare so unterschiedlich wie die Dozenten. Manchmal haben sie Vorlesungscharakter, bei den Praktikern sind es eher Powerpoint-unterstützte Vorträge mit Diskussion.

Würden Sie diesen Studiengang weiterempfehlen?
Auf jeden Fall. Zum einen bin ich sehr beeindruckt von den Dozenten - sie schaffen es, dass man sich mit der Materie wirklich beschäftigt und immer etwas dazulernt. Auch sind die Inhalte sehr aktuell, teilweise sind bereits Gesetzesvorhaben in den Unterricht eingeflochten. Was aber wirklich beeindruckend ist, ist die Betreuung durch die Jurgrad gGmbH. Alle Kursmaterialien werden zur Verfügung gestellt oder man kann sie aus dem Internet herunterladen. Wir haben im ganzen Gebäude WLAN und modern ausgestattete Räume. Das Rahmenprogramm macht sehr viel Spaß und immer ist für jeden etwas dabei. Dazu gehört auch, dass wir eine Rundum-Versorgung mit Mahlzeiten und Getränken, Snacks und "Obscht" haben. Man muss sich um nichts kümmern und kann sich ganz dem Studium widmen. Das ist einfach toll, vor allem, weil wir ja immer nur kurze Zeit in Münster verbringen. Das Ganze macht das berufsbegleitende Studieren etwas angenehmer.


Kommentar schreiben

Sicherheitstext eingeben:*

* Pflichtfelder