Software und Internet-Tools fürs Studium
Viren-Scanner, Office-Alternativen und Hilfen gegen die Infoflut
Word, Excel und PowerPoint sind nützlich und praktisch, aber teuer. Zum Glück gibt es kostenlose Alternativen. Ebenso bei Anti-Viren-Programmen. Und wer die alltägliche Informationsflut besser in den Griff bekommen will, sollte sich mit personalisierten Startseiten oder Social Bookmarking vertraut machen.
Open Office: Alternative zu Word, Excel & Co.
Die Zeiten, in den das Microsoft Office-Paket unabdingbar war, sind vorbei. Open Office heißt die bekannteste Alternative. Die Suite des nichtkommerziellen OpenSource-Projekts bietet Programme für Textverarbeitung (Writer), Tabellenkalkulation (Calc), Präsentationen (Impress) oder Datenbanken (Base). Word, Excel, Power Point und Access sind so weitgehend adäquat ersetzt – die Umgewöhnung fällt nicht schwer. Dateien mit Microsoft-Benutzern austauschen? Ebenfalls kein Problem: Die Open-Office-Dokumente lassen sich unter anderem als Office-Dateien speichern, im Open-Document-Format (internationaler Standard für Office-Dateien) oder als PDF. Mit der Darstellung von Office-Dokumenten hat aber vor allem das Power-Point-Pendant Impress hin und wieder noch Probleme.
Textverarbeitung und Tabellenkalkulation online
Wer kennt die Situation nicht: Das dringend benötigte Dokument liegt zu Hause auf dem Rechner, und man selbst ist gerade in der Uni. Aber wozu denn überhaupt noch auf Festplatte speichern? Microsoft bietet seit Neuestem für Office-Nutzer mit Office Live Workspace die Möglichkeit, bis zu 1.000 Dokumente online zu speichern und anzuschauen. Mit einer downloadbaren Erweiterung kann man die Dokumente auch aus dem Office-Programm online speichern und bearbeiten. Keinen Download benötigt Google Docs; die Software läuft komplett im Browser. Du kannst damit deine Texte oder Tabellen von jedem Rechner aus bearbeiten, der Zugriff auf das Internet hat. Kompatibilität ist auch hier garantiert: Speichern kannst du unter anderem im PDF-Format, in allen Office-Formaten, und außerdem kannst du deine Dokumente im Internet als Webseite veröffentlichen.
Ein Dokument - mehrere Leute, die dran arbeiten
Doch nicht nur das: Die größte Stärke von Google Docs ist wohl, dass mehrere Leute ein Dokument bearbeiten können - sogar gleichzeitig! Dazu verschickst du eine Einladung, und dein Kommilitone fügt seine Anmerkungen in dein Dokument ein, während du dran arbeitest. Wer was wann bearbeitet hat, kannst du über die Versionsverwaltung einsehen. Nebenher kannst du mit ihm im integrierten Chat über das Dokument diskutieren. Lästige Umwege über E-Mails, Telefon oder USB-Stick fallen so weg. Um Google Docs zu nutzen, brauchst du lediglich einen Google-Account. Die Funktionen werden zwar ständig erweitert, nichtsdestotrotz stößt ein versierter Excel- oder Word-User noch immer bald an die Funktionsgrenzen: So sind zum Beispiel die Filterfunktionen in Excel deutlich ausgereifter und vor allem leichter zu bedienen.
Sicherheit: Anti-Viren-Programme
Kein Rechner kommt heute ohne Anti-Viren-Programm aus. Gute Virenprogramme wie Kaspersky, Norton Antivirus oder die Angebote von McAffee kosten meist Geld; es gibt jedoch auch kostenlose Alternativen: Avast und Antivir zum Beispiel.
Informationsflut, aber überschaubar - RSS-Reader
Wer mitbekommen möchte, wann neue Inhalte auf seinen Lieblings-Websites verfügbar sind, kann mittlerweile fast überall RSS-Feeds abonnieren – bei e-fellows.net zum Beispiel die neuesten Postings im Community-Blog. Über einen RSS-Reader kannst du die abonnierten Feeds aller Sites dann gebündelt lesen. Praktisch ist das vor allem zum Überfliegen der Schlagzeilen, außerdem erspart es dem Posteingang zu viele Newsletter. So bleibst du auf dem Laufenden, ohne immer alle Seiten besuchen oder E-Mails bearbeiten zu müssen. Mittlerweile bietet jeder Browser eine eigene RSS-Verwaltung, Alternativen dazu sind die personalisierten Startseiten von Netvibes und Google (iGoogle), oder speziell für RSS-Feeds der Google Reader. Wer seine RSS-Inhalte auch offline lesen möchte, kann mit FeedReader ein kostenloses Desktop-Programm dafür herunterladen.
Alles an einem Platz: Personalisierte Startseiten
Auf personalisierten Startseiten wie Netvibes oder iGoogle lässt sich aber noch viel mehr an einem Platz zentralisieren als nur RSS-Feeds: Die Status-Updates deiner Freunde und die neuesten Nachrichten aus Facebook, deine Notizensammlung von Memotoo, die Online-To-Do-Liste von Remember the Milk, die neuesten Nachrichten deiner drei E-Mail-Konten – für fast alles gibt es mittlerweile iGoogle- oder Netvibes-"Widgets", kleine Tools, die man in eine bestehende Webseite einbauen kann. Von Technik muss man dafür allerdings nichts verstehen, denn das Einbauen ist selbsterklärend. Bietet eine Website mal keinen Feed oder Widget, kann man sie sich auch komplett innerhalb seiner Startseite anzeigen lassen - als so genannten "iframe" (über Netvibes mit dem Widget "Embed'em all"). Bis man seine Startseite irgendwann gar nicht mehr verlassen muss.
Gemeinsame Lesezeichen: Social Bookmarking
Social Bookmarking funktioniert wie die Favoritenliste im Browser. Der Unterschied: Du speicherst die Links nicht auf deinem Computer, sondern im Internet bei einem Social-Bookmarking-Anbieter. Die Vorteile: Du kannst deine Favoritenliste von jeden Computer aus erreichen, du kannst jede gespeicherte Seite verschlagworten und so leichter wiederfinden, und du kannst deine Links gemeinsam mit anderen sammeln - zum Beispiel über ein unverwechselbares Tag, mit dem deine Arbeitsgruppe jeden Link zu eurem Recherche-Thema versieht, oder über eine eigene Bookmarking-Gruppe bei Mister Wong. So werden alle Links zu einem Arbeitsthema gleich zentral abgelegt, sind von überall wieder abrufbar, und ihr erspart euch ständige "Guck-mal-hier-E-Mails". Die bekanntesten Anbieter sind:
- del.icio.us
- Mister Wong
- Furl (komplette HTML-Seiten speichern)
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