von Regina Greck

CEMS - Internationales Master-Programm

Der zweitbeste Management-Master der Welt

CEMS? Hinter dem Kürzel versteckt sich laut "Financial Times" der zweitbeste Management-Master der Welt: Ein Jahr lang trainierst du zusätzlich zu einem normalen Master in Wirtschaftswissenschaften Management-Skills, interkulturelle und sprachliche Kompetenzen - und verbringst ein Semester im Ausland.

CEMS steht für "The Global Alliance in Management Education" (ehemals "Community of European Management Schools and International Companies"). CEMS ist ein Zusammenschluss von führenden Business Schools und Unternehmen in der ganzen Welt. Dieser Verbund bietet ein internationales Masterprogramm an - den CEMS Master in International Management (CEMS-MIM). Das Programm wird von den CEMS-Mitgliedshochschulen exklusiv für ihre Studierenden angeboten.

Das zweitbeste Master-Programm der Welt

Dass die Studien- und Vernetzungsmöglichkeiten des Programms offensichtlich gut sind, beweist das Ranking der Financial Times der besten Business Schools im Jahr 2010. Dort schaffte es der CEMS-Master auf den zweiten Platz aller Management-Master - weltweit.

Netzwerk aus Wissenschaft und Praxis

Das Netzwerk CEMS wurde 1988 gegründet und zählt heute 27 Spitzen-Universitäten und mehr als 50 Partnerunternehmen. Pro Land ist nur eine Hochschule zugelassen. Für Deutschland ist das die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln. In Österreich kann man an der e-fellows.net-Partner-Uni WU Wien studieren, in der Schweiz an der Universität St. Gallen. Um im CEMS-Programm zu studieren, musst du dich an einer der teilnehmenden Hochschulen in einem normalen Wirtschafts-Master einschreiben. Parallel oder im ersten Semester bewirbst du dich für die Teilnahme am CEMS-Programm.

Partner aus der Wirtschaft

Partner aus der Wirtschaft im CEMS-Programm sind Haniel, Nokia oder Nestlé, aber auch die e-fellows.net-Partnerunternehmen KPMG, McKinsey und die Deutsche Bank.

International Studieren

Bevor man vom CEMS-Netzwerk profitieren kann, muss man eine schwierige Aufnahmeprüfung meistern: Wirtschaftwissenschaftliches Fachwissen, Sprachtests, Motivation und interkulturelle Kompetenz werden geprüft. Nur die Besten werden aufgenommen. Hast du diese Hürde gemeistert, verbringst du das erste Semester an der Uni aus dem CEMS-Netzwerk, die du dir als Heimat-Uni ausgesucht hast. Für das zweite Semester bewirbst du dich an einer Austausch-Uni in einem anderen Land.

Günstiges Top-Studium

CEMS kann nicht garantieren, dass du an deiner Wunsch-Uni im Auslandssemester studieren kannst, denn dort müssen auch Plätze für den internationalen Master frei sein. Aber die Koordinatoren tun ihr Möglichstes. Hier kommt ein weiterer Vorteil des Programms zum Tragen: Du bezahlst für den CEMS MIM nur die Studiengebühren, die an deiner Heimat-Uni anfallen. Fängst du also in einem Land an, in dem keine Studiengebühren fällig werden - etwa in Skandinavien - studierst du anschließend vielleicht zum Nulltarif auch an der teuren HEC in Paris.

Straffer Studienplan

Auf dem Stundenplan stehen internationale Märkte, strategisches und interkulturelles Management. Als CEMS-Student besuchst du die normalen Masterkurse deiner Uni, zugleich aber auch Seminare speziell für CEMS-Studenten. Verpflichtend sind die Skill-Seminare. In kleinen Gruppen übst du Präsentationstechniken oder das richtige Verhalten als Führungskraft. Nebenher lernst du zwei Fremdsprachen.

Unternehmenskontakte inklusive

 Damit du nicht nur das Unileben im Ausland kennenlernst, sind zehn Wochen Auslandspraktikum - meist bei den Partnerunternehmen des Programms - in den CEMS-Master integriert. So lernst du, dich in eine fremde Unternehmenskultur einzufügen. Dazu hast du auch in deinem Business-Projekt die Möglichkeit. Dabei erarbeitest du für ein Unternehmen einen Business-Plan zu einem Problem aus der Praxis - eine gute Möglichkeit, um zu zeigen, was du drauf hast und für den Berufseinstieg zu netzwerken.

Maria absolviert den internationalen CEMS-Master in Dublin und St. Gallen (Quelle: e-fellwos.net)

e-fellows.net-Stipendiatin Maria (24) absolviert das CEMS-Masterprogramm in Dublin. Zurzeit ist sie gerade in ihrem Auslandssemester in St. Gallen.

Wie hast du dir deine CEMS-Unis ausgesucht?
Ich wollte im englischsprachigen Raum studieren und habe mich umgesehen, wo das CEMS-Programm dort angeboten wird. Dann bin ich an Unis gefahren, habe mich mit Studenten über das Studium und den CEMS-Master unterhalten und mir alles zeigen lassen. Dabei hat mir die UCD in Dublin am besten gefallen. Ich kann nur jedem empfehlen, seine künftige Uni vor Ort zu besuchen. So bekommt man Informationen aus erster Hand und kann einschätzen, ob einem das Studium dort gefällt. Weil St. Gallen im Bereich Wirtschaftswissenschaften einen sehr guten Ruf hat, habe ich mich für diese Uni zum Austausch entschieden.

Wie sind die CEMS-Partnerunternehmen eingebunden?
Mit den Unternehmen kommt man bei den Skill-Seminaren in Kontakt, die man belegen muss. Dabei geht es häufig um Präsentationstechniken, Rhetorik oder ähnliches. Sie finden in ganz Europa statt, mein letztes war in Budapest. Aber auch beim Business-Projekt lernt man ein Partner- unternehmen kennen. Ich bearbeite im Moment in einem internationalen Team ein Projekt für Credit Suisse in Zürich. Das ist sehr spannend. Schließlich findet noch jedes Jahr ein großes CEMS Career Forum statt, an dem alle Partnerunternehmen teilnehmen. Man hat also genug Möglichkeiten, für den späteren Berufseinstieg Kontakte in die Wirtschaft zu knüpfen und zu pflegen.

Was sind besondere Herausforderungen des CEMS-Masters?
Was definitiv nicht zu unterschätzen ist sind die beiden Fremdsprachen, die für den CEMS Master obligatorisch sind. Man muss in beiden Meetings leiten oder Präsentationen halten können. Da muss man wirklich am Ball bleiben und vor allem den Wortschatz aus dem Wirtschaftskontext aufpolieren, wenn man die Prüfung bestehen will. Persönlich finde ich es auch immer eine Herausforderung, mit Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammen- zuarbeiten. Der CEMS-Master ist so angelegt, dass man viel in internationalen Gruppen arbeitet. Da treffen verschiedene Einstellungen aufeinander, und man muss trotzdem zu einem Konsens und einem guten Ergebnis kommen. Das ist manchmal nicht ganz einfach, aber auch sehr spannend.

Was gefällt dir besonders am CEMS-Master?
Vor allem, dass man Menschen aus allen Ländern trifft. Ich habe viel von den verschiedenen Erfahrungen und Perspektiven meiner Mitstudenten profitiert. Außerdem ist die Vernetzung unglaublich gut. Dadurch, dass schon an der Heimatuni CEMS-Studenten aus ganz Europa sind und diese dann wieder zum Austausch in andere Länder gehen, hat man bald ein ziemlich großes Netzwerk aufgebaut. Ich denke, das gibt es sonst bei keinem anderen Masterprogramm