Melanie Grell

HHL - Handelshochschule Leipzig

Netzwerken im Teilzeit-MBA

Wer sich für einen MBA interessiert, steht meist schon mitten im Berufsleben. Es ist daher nicht immer leicht, Lernen und Arbeiten unter einen Hut zu bekommen. Die Vorlesungen im berufsbegleitenden MBA-Programm der HHL sind so aufgebaut, dass eine Vereinbarkeit mit der Berufstätigkeit gewährleistet ist.

Vor allem Mitarbeiter aus dem mittleren Management sind die Zielgruppe des Teilzeit-MBAs der HHL. Auf ihre Bedürfnisse ist das Programm zugeschnitten: Innerhalb der zwei Jahre finden die Kurse an 17 Wochenenden statt und werden ergänzt durch jeweils eine Modulwoche pro Jahr an der HHL und eine Modulwoche in den USA (Boston) am Ende des Programms. Die Studenten werden von renommierten und internationalen Dozenten unterrichtet, profitieren im Unterricht aber auch untereinander von ihren Arbeitserfahrungen und unterschiedlichen Hintergründen. Während des zweijährigen Programms bauen die Studenten ein großes Netzwerk auf.

Kontakt

HHL - Leipzig Graduate School of Management
Petra Spanka
Administrative Director MBA Programs
Jahnallee 59
04109 Leipzig
Deutschland

Tel: +49 341 9851-730
Fax: +49 341 9851-731
E-Mail: petra.spanka[at]hhl.de
Internet: www.hhl.de

Platz 1 für Zufriedenheit

Die HHL ist die älteste betriebswirtschaftliche Hochschule im deutschsprachigen Raum, die erste private wirtschaftswissenschaftliche Hochschule in Ostdeutschland und die erste private Hochschule mit Gütesiegel der amerikanischen Akkreditierungsstelle AACSB. In der sächsischen Metropole bereiten sich derzeit etwa 300 Studenten und Berufstätige auf betriebswirtschaftliche Aufgaben im Berufsleben vor. Die Hochschullehrer betreuen sie besonders intensiv - auf jeden Dozenten kommen nur fünf Studenten. Kein Wunder, dass sie mit den Bedingungen an der HHL so zufrieden sind wie an keiner anderen Hochschule: In einer aktuellen Studie des Beratungsunternehmens Universum Communications belegte die HHL wiederum den ersten Platz.

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Im Porträt: Teilzeit-MBA in General Management

Titel

MBA in General Management

Programmtyp

Teilzeit-MBA

Akkreditierung

AACSB, ACQUIN

Rankings

Im "European Business School Ranking 2011" der Financial Times erreichte die HHL Platz 46 (Rang 4 in Deutschland). Princeton Review empfiehlt seinen Lesern die HHL als eine der besten Hochschulen für ein MBA-Studium. Alle Rankings im Überblick findest du auf der Website der HHL.

Unterrichtssprache

Englisch

Dauer

Zwei Jahre

Studienbeginn

März

Ablauf

Der Teilzeit-MBA orientiert sich an den Bedürfnissen von Berufstätigen, das heißt, die Studenten wählen die Kurse flexibel und lernen in ihrem eigenen Tempo. Das Programm ist in vier Module aufgeteilt:

1) Kernmodule
In den Kernmodulen (Pflichtfächer) lernst du die grundlegenden Management-Konzepte und -Funktionen kennen. Dazu zählen beispielsweise Accounting, Financial Management, Marketing, Strategic Management, Leadership Skills und Negotiation. So baust du eine Grundlage auf.

2) Weiterführende Module
Die interdisziplinären weiterführenden Module behandeln Management-Herausforderungen, denen sich heutige Manager oder Führungskräfte stellen müssen. Dazu zählen unter anderem Entrepreneurship, HR-Management, Managing Public Relations oder Innovation Management.

3) Global Immersion-Seminar (Auslandsaufenthalt)
Am Ende des Programms wird das  "Global Immersion-Seminar" angeboten. Dieses Seminar findet in den USA statt und beinhaltet Vorlesungsbesuche an renommierten Universitäten (zum Beipsiel Harvard, MIT, Tufts Fletcher School, Boston University), und wird durch Unternehmensbesuche vor Ort abgerundet.

4) Master-Arbeit
Die Master-Arbeit ist der Abschluss des akademischen Programms. Auf Grundlage deiner persönlichen betriebswirtschaftlichen Erfahrung untersuchst du ein Thema im Detail.

Teilnehmer

Die bisherigen Teilnehmer haben unterschiedlichste Berufe (zum Beispiel Credit Analyst, Berater, Research Development Manager, Managing Director, Director Human Resources, Projekt-Ingenieur, Corporate & Investment Banking Manager oder Unternehmensjurist) und arbeiten in Branchen wie der High-Tech-Industrie, der Pharmaindustrie, im Energiesektor, in der Automobilindustrie, im Finanzwesen oder an Universitäten. Jeder Jahrgang besteht aus rund 35 Studenten.

Career Service

Der Career Service an der HHL unterstützt dich dabei, dein professionelles Netzwerk auszubauen. Du kannst an individuellen Coachings teilnehmen, Workshops besuchen und Unternehmen kennenlernen. Der Zugang zur Online-Rekrutierungsplattform erleichtert es dir, neue Aufgaben zu finden und dich zu bewerben.

Top-Recruiter

Allianz, Arthur D. Little, Audi, BASF, Bertelsmann, BBDO, BMW, Bosch, Boston Consulting Group, Coca Cola, Daimler, Degussa, Deutsche Bank, DOW, E.ON, Ernst & Young, FM Insurance, GE, General Mills, General Motors, Gillette, Goldman Sachs, Henkel, Höchst, IKEA, Infineon, Jenoptic, J. P. Morgan, Lufthansa, McKinsey, Morgan Stanley, Mummert Consulting, PricewaterhouseCoopers, Procter & Gamble, SC Johnson, Siemens, Swiscorp, Roland Berger Strategy Consultants, IBM, OC & C Strategy Consulting, Leonardo & Co., Booz & Company, Bain & Company, Johnson & Johnson, Credit Suisse, SMP AG, Deutsche Post World Net, Solon Management Consulting, Lazard, Lufthansa Sky Chefs, Metzler Bank, Greenhill & Co.

Alumni-Netzwerk

Das Alumni-Netzwerk wurde im Jahr 1999 gegründet und hat mittlerweile über 1.300 Mitglieder weltweit.

Studiengebühren

30.000 Euro

Finanzierung

Die HHL bietet unterschiedliche Möglichkeiten zur Finanzierung des MBA an. Es gibt beispielsweise Kredite, Stipendien oder BAföG. In Sachsen besteht noch die Möglichkeit einer finanziellen Förderung durch den Europäischen Sozialfonds (ESF).

Bewerbungsverfahren

Für den MBA kannst du dich online über das HHL-Bewerbungs-Portal bewerben.

Bewerbungsfrist

Bewerbungsschluss für das berufsbegleitende Programm ist der 15. Januar

Programmteilnehmer im Interview:

Teilzeit-MBA an der HHL

Mittlere Reife, duale Ausbildung anschließend Fachschulstudium, mehrere Leitungsfunktionen im Finanzwesen und Controlling verschiedener Firmen, dazu ein BWL-Studium und ein berufsbegleitendes MBA-Programm an der HHL. Wer sich das Arbeitspensum von Marcus Baumbach (33) anschaut, könnte meinen, seine Tage hätten mehr als 24 Stunden. Aber eigentlich, sagt er, kommt es nur auf das richtige Zeitmanagement und die Fähigkeit zu abstrahieren an. Und dass man mit Begeisterung bei der Sache ist.

Herr Baumbach, warum haben Sie nach all Ihren Ausbilungsschritten noch einen MBA gemacht?

Während meines Diplom-Studiums habe ich die Internationalität vermisst. Ich wollte in englischer Sprache studieren und ein internationales Netzwerk aufbauen. Erst hatte ich noch an eine Promotion gedacht, aber das war mir dann doch zu wenig generalistisch. Das MBA-Programm war dann genau die richtige Entscheidung.

Wieso?

Für mich stand nicht die Theorie im Vordergrund, sondern der Austausch mit den Kommilitonen. Ich wollte von den Erfahrungen und Herangehensweisen der anderen Studenten profitieren. Theorie und Praxis verbinden. Sehr spannend war vor allem, wie die internationalen Kommilitonen an die Aufgaben herangegangen sind und wie wir gemeinsam Lösungen gefunden haben.

Wie sah das genau aus?

Wir hatten Dozenten, die selbst in der Industrie tätig waren oder sind oder sich sehr gut mit der Praxis auskennen. Alle Kommilitonen steckten mitten im Beruf und haben konkrete Erfahrungen aus ihren Firmen eingebracht. Außerdem haben wir viele Fallstudien gelöst. Da war immer die Frage: Wie gehen wir da jetzt heran, wie teilen wir die Arbeit auf, wie setzen wir unsere verschiedenen Fähigkeiten am besten ein?

Zum Beispiel?

In einer der ersten Gruppenarbeiten habe ich mit einem Armenier, einem Italiener, einem Amerikaner und einem Vietnamesen zusammengearbeitet. Am Anfang war da eine recht große Distanz, wir wussten nicht, wie wir loslegen sollten. Aber langsam hat sich herauskristallisiert, was jeder am besten kann, die Rollen verteilten sich und wir haben die Aufgabe gelöst. Nach einer Weile kannten wir jeden in unserem Jahrgang - und die neu zusammengesetzten Gruppen wurden stetig effizienter. Das war ein großer Lerneffekt für alle Beteiligten.

Konnten Sie das in Ihrer täglichen Arbeit umsetzen?

Ja, und zwar direkt. Wir haben ja ständig am Wochenende zusammen gelernt - das konnte man dann direkt am Montag testen und schauen, ob es in der eigenen Firma funktioniert. Zum Beispiel diese Gruppendynamik, die habe ich schnell auch in meinem Team genutzt. Meiner Meinung nach ist diese direkte Umsetzung ein großer Vorteil des Teilzeit-Studiums.

War das Studium neben dem Beruf nicht stressig?

Nein, stressig war es nicht. Man muss Spaß an dem haben, was man tut, dann arbeitet man auch effizient und mit Freude. Ein gutes Zeitmanagement und diszipliniertes Lernen helfen dabei ungemein. Ich habe gemerkt, dass vor allem die Lerngemeinschaften die Effizienz und auch den Output erheblich steigern.

Wie sind Sie auf die HHL aufmerksam geworden?

Als ich mich nach einer Business School umgeschaut habe, war eine internationale Akkreditierung ein wichtiges Entscheidungskriterium. Ich habe also sehr darauf geachtet, dass mein MBA AACSB akkreditiert ist. Das waren in Deutschland damals nur drei, darunter die HHL. Ich wollte aus Zeitgründen in Deutschland bleiben und habe mir daher diese drei Business Schools angeschaut.

Die HHL war schnell mein Favorit. Schon beim Infotag vor Ort habe ich gemerkt, wie international es zugeht. Es gab Studenten aus aller Welt, die Klassen waren klein und sehr heterogen und das Alumni-Netzwerk hat mich ebenfalls sehr angesprochen. Ich habe mich an der  HHL sehr wohl gefühlt und meine Entscheidung stand schnell fest.

Der MBA liegt schon eine Weile hinter Ihnen. Was haben Sie - rückblickend - daraus mitgenommen?

Freunde! Vor dem MBA war mein Netzwerk sehr von deutschen Personen geprägt - jetzt habe ich Freunde in der ganzen Welt. Ein Großteil meiner Mitstudenten war international, viele davon arbeiten jetzt auch in Leipzig oder Berlin. Wenn man so lange so intensiv zusammen studiert, lernt man sich auch sehr gut kennen und findet echte Freunde fürs Leben. Neben diesem tollen Netzwerk habe ich vor allem viele Anregungen und Erfahrungen für mein Arbeitsleben und aktuelles Managementwissen mitgenommen.


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