Studieren in Bremen

Mit dem Semesterticket bis ans Meer

"Buten un binnen - wagen un winnen", so lautet das Stadtmotto der Freien Hansestadt Bremen: Draußen und drinnen - wagen und gewinnen. Wage dich ruhig in die Hafenstadt vor. Du kannst nur gewinnen - Bremen hat nämlich unglaublich viel zu bieten.

Die Freie Hansestadt Bremen an der Unterweser ist einer der größten Seehäfen und Seehandelsplätze Deutschlands, ein wichtiger Umschlagplatz für Getreide, Baumwolle und Tabak. Das Bundesland Bremen besteht aus den Städten Bremen und Bremerhaven, die durch niedersächsisches Gebiet voneinander getrennt sind. Seit 1970 ist Bremen Sitz einer Universität. Werften, Stahlhütte, Ölraffinerie, Elektroindustrie, Kraftfahrzeugbau, Textilfabriken, Kaffeeröstereien und Bierbrauerei prägen das Wirtschaftsbild der Stadt. Zwischen Domhügel und Weser erstreckt sich mit Marktplatz, Böttcherstraße und Schnoor der älteste und hübscheste Teil Bremens.

Tradition, Zerstörung und Wiederaufbau

Die Stadt wurde 787 von Karl dem Großen zum Bischofssitz erhoben. Seit 845 Erzbistum, erlebte Bremen dann unter Erzbischof Adalbert (1043 bis 1072) seine erste Blüte. 1358 trat die Stadt der Hanse bei, 1646 wurde sie Freie Reichsstadt. 1827 gründete der rührige Bürgermeister Smidt Bremerhaven. 1886 bis 1895 wurde durch eine großzügige Korrektur der Fahrrinne die Schiffbarkeit der Weser für Seeschiffe bis Bremen gesichert. Der Wiederaufbau nach den schweren Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs hat das Gesicht der Stadt vielerorts verändert. Heute ist Bremen insgesamt von einem sehr gemischten Erscheinungsbild geprägt: Im Viertel Schwachhausen kann man sehr schöne alte Bürgervillen bewundern, während in der Vahr die weniger schönen Wohnblöcke zu finden sind, die man vielleicht aus den Büchern von Sven Regener kennt.

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Stadt für Radler mit attraktivem Umland

Wer sich gern auf den Fahrradsattel schwingt, ist hier schonmal richtig. Denn nicht nur innerhalb der Stadt kann man eigentlich alles mit dem Rad erledigen. Auch wer mal raus möchte, kann die städtische Umgebung in kürzester Zeit verlassen und findet sich auf einem weit verzweigten Radwegenetz wieder. Mit dem Auto oder auch dem Bus kann man außerdem das bekannte Künstlerdorf Worpswede erreichen, das zu angenehmen Spaziergängen einlädt. Letzten Endes darf man auch nicht vergessen, dass Bremen nur rund 70 Kilometer vom Meer entfernt ist – mit dem unschätzbaren Vorteil, dass bis Norddeich Mole auf den Bahnverbindungen sogar das Semesterticket gültig ist.

Studieren in Bremen

Was das Universitätsleben in Bremen angeht, so ist zunächst zu erwähnen, dass es neben der Universtität, deren Campus sich im Nordosten der Stadt befindet, auch noch die Hochschule Bremen, die Hochschule für Verwaltung, die Hochschule für Musik und natürlich die private Jacobs University Bremen gibt. Angesichts derartiger Vielfalt hat der entdeckungsfreudige Studienanfänger die Qual der Wahl, gerade im Hinblick auf die interessantesten Nischenstudiengänge. So kann man an der Hochschule Bremen zum Beispiel mit "International Studies in Aquatic Tropical Ecology" (M.A.), "Comparative and European Law" (mit deutsch-niederländischem Doppelabschluss) oder gar den Frauenstudiengang "Informatik" Fachrichtungen studieren, die in ihrer Form sonst nicht leicht bzw. gar nicht aufzufinden sind. Die Universität ist mittlerweile zu einer durchaus beachtlichen Größe mit ca. 23.000 Studenten und knapp 2.000 Wissenschaftlern herangewachsen.

Kultur

Es darf natürlich nicht vergessen werden, dass Bremen neben Wirtschaft, Bier und Fußball auch ein sehr vielfältiges kulturelles Programm zu bieten hat. Zum einen gibt es zahlreiche Museen wie die Kunsthalle, die Kunstsammlungen Böttcherstraße oder das Gerhard-Marcks-Museum, die sämtliche Sparten der bildenden Künste abdecken. Darüber hinaus ist aber auch das Theaterleben sehr aktiv: Nicht nur das Theater am Goetheplatz kann immer wieder mit Inszenierungen aufwarten, die überregionale Beachtung finden. Von besonderer Bedeutung erwies sich Ende letzten Jahres zum Beispiel die Ausstellung "Monet und Camille" in der Kunsthalle, die von einem breiten Rahmenprogramm begleitet wurde.

Nachtleben

Angesichts der großen Zahl an Studenten lässt auch das Nachtleben kaum Wünsche offen. Neben einer Vielzahl an Clubs und Diskotheken mit verschiedensten Musikrichtungen ist auch das berühmte "Viertel" zu nennen, das eher die alternative Szene verkörpert und vor allem mit Kneipen, Bars und Cafés aller Art Freude bereitet. Je nach Geschmack kann man zum Beispiel ganz gemütlich im "Piano" eine Chilischokolade schlürfen oder bei besonderen Anlässen das wirklich sagenhaft gute italienische Essen im romantischen Ambiente des "Atrium" genießen, das nur wenige Schritte davon entfernt ist. Zum Tanzen sind abends regelmäßig der "Tower“ und die "Lila Eule" bevölkert (in der Regel abhängig davon, wo gerade Studentennacht mit verbilligten Bierpreisen ist...). Eine sehr angenehme Atmosphäre herrscht auch im "Café Freitag", allerdings sollte man vermeiden, dort gegen zwölf und 18 Uhr vorbeizukommen, da sich dann, ähnlich wie auf dem Marienplatz in München, sämtliche Touristengruppen wegen des Glockenspiels an einem der Häuser in der engen Gasse drängen.

Universität Bremen
www.uni-bremen.de

Jacobs University Bremen
www.jacobs-university.de