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Naturwissenschaften - was ist das eigentlich?

Naturwissenschaft ist ein Sammelbegriff für Wissenschaften, die sich mit der Natur befassen. Naturwissenschaftler setzen auf empirische Methoden, um Gesetzmäßigkeiten festzustellen sowie Naturphänomene zu erklären und nutzbar zu machen.  Damit bilden sie eine wichtige theoretische Grundlage für Technik, Medizin und Umweltschutz. Zu den Kernbereichen der Naturwissenschaften zählen Astronomie, Geowissenschaften, Biologie, Chemie und Physik.

Naturwissenschaften studieren

Eine Studie des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft hat nun herausgefunden, dass die Studenten und Absolventen der neu geschaffenen Bachelor-Studiengänge ebenso gut sind wie ihre Vorgänger mit Diplom. Wohl auch, weil die meisten Naturwissenschaftler nach dem Bachelor noch einen Master machen.

Zu den führenden Bachelor-Programmen in Deutschland zähen unter anderem die Studiengänge des der RWTH Aachen. Aber auch duale Studiengänge können für Naturwissenschaftler interessant sein.

Viele Naturwissenschaftler streben eine Karriere in der Forschung an. Dafür sind ein vertieftes fachliches Verständnis und die Fähigkeit zum wissenschaftlichen Arbeiten wichtig. Deshalb schließen die meisten Studenten der Naturwissenschaft an das Bachelor-Studium einen Master an. Er dauert in der Regel vier Semester und bietet die Möglichkeit, sich in einem Teilgebiet seines Faches zu spezialisieren.

Bei der Wahl des Master-Studiums in Naturwissenschaften sollte man unbedingt auf die inhaltliche Ausrichtung achten, da sich die Bezeichnungen der Studiengänge häufig unterscheiden. Das ist vor allem wichtig, wenn man an eine Promotion oder Habilitation denkt.

In den Naturwissenschaften ist ein Doktortitel der Normalfall. Es gibt eine Vielzahl von Promotionsprogrammen und Promotionsstudiengängen – etwa naturwissenschaftliche Elitestudiengänge vom EliteNetzwerk Bayern oder das Gaststudentenprogramm der IHRS BioSoft. Aber auch Industriepromotionen sind in den Naturwissenschaften weit verbreitet. So bieten die Partnerunternehmen von e-fellows.net die Möglichkeit zur Promotion in der Wirtschaft – beispielsweise Bosch, Bosch Rexroth und Roche. Die Promotion im Unternehmen hat den Vorteil, dass wissenschaftliche Mitarbeiter neben der Forschung bereits Kontakte für den Berufseinstieg knüpfen können.

Kostenlose Datenbanken, hilfreiche Software, Zeitungen und Zeitschriften wie DIE ZEIT, Tagesspiegel und Wirtschaftswoche, Events und Job-Angebote: Für Studenten der Naturwissenschaften lohnt es sich, sich für das e-fellows.net-Stipendium zu bewerben. Hier findest du unsere Angebote für Naturwissenschaftler im Überblick.

Naturwissenschaftler arbeiten in Wirtschaft und Wissenschaft. In unserer Jobbörse findest du Praktika und Job-Angebote für Naturwissenschaftler.

Naturwissenschaften - Studium und Beruf

Naturwissenschaftler aus Deutschland sind begehrt

Naturwissenschaftler haben beste Berufsaussichten. Das liegt zum einen daran, dass in Deutschland viele Industrieunternehmen und Forschungseinrichtungen angesiedelt sind, die Mitarbeiter mit naturwissenschaftlichem Hintergrund suchen, andererseits aber auch an dem hervorragenden Ruf, den die Ausbildung in den Naturwissenschaften an Universitäten und Hochschulen hat. Gemeinsam mit den USA und Japan zählen die Absolventen naturwissenschaftlicher Studiengänge zur Spitzengruppe in der Welt. Entsprechend begehrt sind Physiker, Chemiker, Mathematiker und Biologen mit einem Hochschulabschluss aus Deutschland.

Beste Aussichten für Chemiker

Naturwissenschaftler sind generell begehrt. Im Vergleich mit anderen Studienrichtungen sind sie seltener arbeitslos und können im Durchschnitt auch mit höheren Gehältern rechnen. Dennoch gibt es auch innerhalb der Naturwissenschaften Unterschiede. Besonders gut sind die Berufsaussichten für Chemiker. Vor allem in Spezialgebieten wie Toxikologie, Elektrochemie, Makromolekulare Chemie und Materialwissenschaften ist ihre Expertise gefragt. Aber auch Chemiker, die sich zugleich mit ingenieurwissenschaftlichen Fragestellungen befassen, stehen hoch im Kurs.  Sie sind in der chemischen Industrie – einem der großen Industriezweige in Deutschland – begehrt. Auch in Pharmaunternehmen wie Roche gibt es eine Vielzahl von interessanten Tätigkeiten für Chemiker. 

Gutes akademisches Niveau in den Naturwissenschaften

Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Karriere als Naturwissenschaftler ist allerdings eine fundierte akademische Ausbildung, sowohl in der Theorie auch in der naturwissenschaftlichen Forschung. Wer an einer deutschen Universität studiert, hat die besten Voraussetzungen dafür, dieses Gütekriterium zu erfüllen. Zwar unterschieden sich die Universitäten in ihrer wissenschaftlichen Ausrichtung und der technischen Ausstattung, insgesamt sind die Standards aber überdurchschnittlich. Das gilt vor allem an jenen Forschungseinrichtungen, die im Rahmen der Exzellenzinitiative gefördert werden oder starke Kooperationen mit Unternehmen aus der freien Wirtschaft unterhalten. Sie verfügen über eine gute finanzielle Ausstattung und einen lebendigen Theorie-Praxis-Transfer.

Bachelor ist in Naturwissenschaften eine "unvollständige Ausbildung"

Neben der Entscheidung für die Universität, sollten sich Studenten in den Naturwissenschaften der Bedeutung der Abschlüsse bewusst sein. Der Bachelor gilt in den Naturwissenschaften nämlich als "unvollständiger Abschluss" – das hat eine Umfrage der Deutschen Physikalischen Gesellschaft ergeben. Besonders kritisch sehen die befragten Unternehmen den Bachelor in Physik, der lediglich als Vorstufe eines Master-Abschlusses eingeschätzt wird, in etwa vergleichbar mit einem Vordiplom in Betriebswirtschaftslehre.

Fachhochschule und Duale Hochschule: Praxisbezug stark ausgeprägt 

Wer viel Wert auf Praxisbezug legt und nicht so tief in die Theorie seines Fachs einsteigen möchte, für den bieten sich naturwissenschaftliche Studiengänge an einer Fachhochschule oder Dualen Hochschule an.  Fachhochschulen, die sich heute häufig „University of applied sciences“ nennen und Berufsakademien beziehungsweise Duale Hochschulen (University of Corporative Education), kooperieren stärker mit Unternehmen und legen bereits in einer frühen Phase des Studiums einen großen Wert auf Praxisbezug. Damit bieten sie eine interessante Kombination aus betrieblicher Ausbildung und fundiertem, theoretischem Hintergrundwissen. Viele mittelständische Unternehmen und große Konzerne schätzen die Einsatzbereitschaft der dualen Studenten und das „lösungsorientierte Denken“, mit dem sie das Gelernte auf Fragestellungen im Unternehmen anwenden. An Fachhochschulen kann man in aller Regel einen Bachelorabschluss und einen Masterabschluss machen. Einige Fachhochschulen bieten bereits die Möglichkeit zur Promotion an. Das geschieht dann jedoch in Kooperation mit einer Universität, da Fachhochschulen in Deutschland bislang nicht über das Promotionsrecht verfügen.

Soft Skills nehmen in Naturwissenschaften an Bedeutung zu

Neben einer fundierten theoretischen Ausbildung und der Fähigkeit im Labor zu forschen, nimmt auch in den Naturwissenschaften die Bedeutung der Soft Skills zu. Weil Naturwissenschaftler häufig in interdisziplinären Arbeitsgruppen tätig sind, müssen sie über Teamfähigkeit, Präsentationskompetenz und Rhetorikfähigkeiten verfügen. Das gilt umso mehr, wenn Naturwissenschaftler Führungspositionen anstreben oder Kontakt zu Kunden haben. Dann nämlich sind sie nicht nur Experten in ihrem Fach, sondern auch Repräsentanten ihrer Abteilung und ihres Unternehmens nach innen und nach außen.