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Mit Vollgas, aber ohne Druck

Turbine Vollgas [Quelle: zeb]

Quelle: zeb

Weil ihm die Arbeit im Konzern zu einseitig war, entschied sich Ignacio Höller für den Berater-Job. Nun pendelt er als Senior Consultant zwischen Wien und den Finanzhochburgen Europas. Im Interview verrät er, warum zeb seinen Mitarbeitern keinen Druck macht und wieso auch schwierige Phasen ihr Gutes haben.

Herr Höller, warum sind Sie Berater geworden?

Während des Studiums habe ich diverse Praktika gemacht, zum Beispiel im Controlling oder der Steuerabteilung von größeren Konzernen in unterschiedlichen Branchen. Das fand ich grundsätzlich gut, um einen Einblick in die Abläufe von Großunternehmen zu bekommen. Allerdings hat es mir in dieser klassischen Linientätigkeit schnell an Abwechslung und Dynamik gefehlt. Die Consultingbranche erschien mir deshalb als bessere Alternative, und so habe ich mich in meinem letzten Semester bei verschiedenen Beratungen beworben – unter anderem auch bei zeb. Im Lauf des Bewerbungsprozesses bekam ich einen sehr positiven Eindruck vom Unternehmen: Als dann auch das Gesamtpaket gestimmt hat, habe ich zugeschlagen.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag bei zeb aus?

Im Prinzip setzt sich mein Job aus drei wesentlichen Komponenten zusammen: Von Montag bis Donnerstag bin ich üblicherweise auf Projekten beim Kunden. Administrative Aufgaben, die sich daraus ergeben, wie zum Beispiel Reisekostenabrechnungen, können freitags abgearbeitet werden. Die zweite Komponente sind die Akquisen: Es geht darum, zusammen mit Kundenbetreuern oder anderen Fachexperten neue Projekte zu organisieren und dafür zum Beispiel Unterlagen zu erstellen. Die dritte Komponente ist die Themenentwicklung. zeb teilt sich in drei sogenannte "Skill Bases" auf, nämlich IT, Strategie & Organisation und Finance & Risiko. Über diese "Skill Bases" verteilt haben wir noch zusätzliche "Practice Groups", in denen wir neue Trends am Markt identifizieren und innovative Konzepte und Methoden ausarbeiten, die man den Kunden im Rahmen der Akquise anbietet.

Wie viel Zeit auf welche Komponente entfällt, ist abhängig vom jeweiligen Projekt. Es gibt durchaus Wochen, in denen man fünf Tage Volldampf für den Kunden arbeitet und keine Zeit für Akquise und Themenentwicklung hat. Genauso gibt es Wochen, in denen ich mich vermehrt anderen Komponenten widmen kann.

Hatten Sie sich das Beraterdasein vorher so vorgestellt?

Wie die Projektarbeit als Berater aussieht, ist ja allgemein bekannt. Das hatte ich also auch so erwartet. Die Komponenten Akquise und Themenentwicklung hatte ich als Absolvent noch nicht so hundertprozentig auf dem Schirm, nehme sie aber jetzt sehr positiv wahr.

Sie arbeiten bei zeb im Bereich Finance & Risk. Was ist das Spannende am Bankensektor?

Ich beschäftige mich sehr viel mit Gesamtbanksteuerung und Performance Management. Spannend finde ich in diesem Zusammenhang, dass es im Bankensektor kein greifbares Produkt als solches gibt, das hergestellt wird . Das macht die Steuerung komplexer als in anderen Branchen. Außerdem sind Banken ja ein wesentlicher Bestandteil unserer Gesellschaft und erfüllen einen wichtigen Zweck. Der Gedanke, selbst Teil dieses Konstrukts zu sein und einen Beitrag leisten zu können, gefällt mir persönlich ebenfalls.

Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit am meisten Freude?

Die Abwechslung. Ich habe die Möglichkeit, laufend in neuen Team-Konstellationen zu arbeiten, und beschäftige mich auch inhaltlich immer wieder mit neuen Themen. Wenn man vielfältig interessiert ist, gerne lernt und gerne beobachtet, ist das genau das Richtige. Durch die Zusammenarbeit mit höhergestellten Kollegen lernt man zusätzlich noch unterschiedliche Modelle der Personalführung kennen. Das ist natürlich auch ganz nützlich im Hinblick auf die weitere Karriere.

Sehr angenehm finde ich auch den persönlichen und respektvollen Umgang miteinander. Einerseits unternehmen wir viel gemeinsam – zum Beispiel gibt es einen jährlichen Soccer Cup und wir machen Städtereisen mit den Teams –, andererseits wird man auch nicht daran gehindert, seine eigenen Interessen zu verfolgen. Wenn man zum Beispiel ein Thema findet, mit dem man sich intensiver beschäftigen möchte und das man für marktrelevant hält, dann werden einem da keine Steine in den Weg gelegt. Ganz im Gegenteil.

Das klingt, als hätten Sie bei zeb genau das gefunden, was Sie in Ihren Praktika vermissten?

Ja, gerade weil der Job so abwechslungsreich ist und mich intellektuell immer wieder fordert. Ehrlich gesagt gibt es natürlich immer wieder Phasen, die anstrengend und schwierig sind. Aber das gehört auch dazu, macht den Job sogar ein Stück weit aus. Und wenn man diese Phasen dann hinter sich hat und zurückblickt, dann ist es sehr erfüllend zu sehen, wie man an den schwierigen Situationen gewachsen ist.

Ihr Büro ist in Wien. Heißt das, dass Sie nur Projekte in Österreich betreuen?

Anfänglich habe ich tatsächlich ein längeres Projekt in Wien gemacht und konnte dabei die Heimschläfervariante ausprobieren. Anschließend war ich dann auf einem Projekt in Frankfurt; inzwischen bin ich seit fünf Monaten bei einem Kunden in Zürich. Im Rahmen der Projekte reist man aber natürlich noch weiter herum. Ich habe mich zum Beispiel kürzlich mit Mitarbeitern meines Kunden in Paris getroffen und erst gestern war ich in London. Viele meiner Wiener Kollegen sind auch in Skandinavien unterwegs, gerade befinden sich Kollegen zum Beispiel auf Projekten in Finnland und Schweden. Durch die laufende Internationalisierung ergeben sich mit der Zeit immer mehr Möglichkeiten.

Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen, wenn man Ihr Kollege bei zeb werden möchte?

Man sollte natürlich Interesse am Bankensektor haben – da sind wir ja größtenteils unterwegs. Außerdem muss man in unserem dynamischen Umfeld zurechtkommen, mit anderen Menschen umgehen können und sich gut in neue Konstellationen einfinden. Schließlich sollte man international ausgerichtet sein und sowohl die Bereitschaft als auch die sprachlichen Grundvoraussetzungen zum Reisen mitbringen.

Es heißt immer wieder, bei zeb gäbe es kein "up or out". Würden Sie das unterschreiben?

Ja – ich denke, das ist tatsächlich so. Man darf das aber nicht missverstehen: Am Ende des Tages sind wir trotzdem ein Unternehmen, das gewisse Wachstumsziele hat. Wir legen uns also nicht auf die faule Haut. Aber mit anderen Beratungen, vor allem mit Strategieberatungen, ist zeb nicht vergleichbar. Man bekommt viele Möglichkeiten geboten, sich weiterzuentwickeln, aber es wird kein Druck gemacht, dass man jetzt diesen oder jenen Schritt gehen muss. Die meisten machen das von sich aus, weil sie Interesse daran haben, Neues zu machen und Neues zu sehen.

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