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Strategisch wichtige Verlagsprojekte unterstützen

Zeitung, Zeitungen, Stapel, Medien, Neuigkeiten [Quelle: freeimages.com, Autor: bizior]

Quelle: freeimages.com, bizior

Eigenverantwortlich Projekte durchführen, die für den gesamten Verlag von großer Bedeutung sind und gleichzeitig einem erfolgreichen Medien-Manager über die Schulter schauen - das ist das Spannende an ihrer Arbeit als Assistentin des ZEIT-Geschäftsführers, meint Nina Wagner. Im Interview verrät sie, was sie von den erfahrenen Kollegen im ZEIT-Verlag gelernt hat.

Was ist das Besondere an Ihrer Arbeit?

Ich arbeite als Assistentin für den Geschäftsführer des ZEIT-Verlags, Dr. Rainer Esser. Das Besondere ist, dass ich einerseits sehr eigenverantwortlich Projekte bis hin zu ihrer Umsetzung betreue und andererseits die tolle Chance bekomme, mit erfahrenen Medien-Managern zusammenzuarbeiten. Von ihnen lerne ich sehr viel, zum einen über die einzelnen Bereiche eines Verlags, zum anderen über die allgemeinen Entwicklungen in der Verlagswelt.

Können Sie eines Ihrer Projekte schildern?

Letztes Jahr entstand die Idee, dass man nach der erfolgreichen Einführung von ZEIT-Regionalteilen in Österreich, der Schweiz und Sachsen auch einen Regionalteil für Hamburg entwickeln könnte. Das wurde dann eines meiner ersten Projekte. Das Schöne dabei war, dass ich mit allen Abteilungen im Verlag und der Redaktion zusammengearbeitet und viel gelernt habe. Denn das Projekt hat Auswirkungen auf alle: auf die Herstellung, den Vertrieb, das Marketing…

Wie sind Sie in diesem Projekt vorgegangen?

Zunächst habe ich einen Business Case erstellt und analysiert, ob der potenzielle Leser- und Anzeigenmarkt im Großraum Hamburg ausreichend groß ist. Meine Kollegen und ich haben auch geprüft, welcher Aufwand in der Redaktion und in den einzelnen Abteilungen des Verlags entstehen würde - von der Herstellung über den Vertrieb und den Anzeigenverkauf bis hin zum Marketing. Und ob sich das Projekt insgesamt rechnet und umsetzen lässt. Gemeinsam mit der Redaktion haben wir unsere Leser befragt und überlegt, welchen Umfang und welche Inhalte der Regionalteil haben soll. Für den Erfolg des Projekts war es wichtig, alle Beteiligten einzubeziehen und am Ende eine realistische Planung zu erstellen.

Welche Aufgaben haben Sie außerdem?

Neben der Projektarbeit unterstütze ich Herrn Dr. Esser im operativen Tagesgeschäft, zum Beispiel bei der Vor- und Nachbereitung von Terminen. Dadurch bekomme ich viel von dem mit, was sich im Verlag tut. Außerdem koordiniere ich die Zusammenarbeit mit einigen Firmen, an denen der ZEIT-Verlag beteiligt ist. Ich überlege mir, wie der Verlag noch intensiver und besser mit diesen Unternehmen zusammenarbeiten kann und bin Schnittstelle und Ansprechpartnerin. Durch neue Kooperationen und den Kauf von Unternehmen entwickelt der Verlag sein Angebot kontinuierlich weiter: Hier recherchiere, analysiere und bewerte ich Optionen, begleite die Prozesse und bereite Entscheidungsvorlagen für die Verleger vor. Ich bin an vielen strategischen Projekten beteiligt, die neu sind und den Verlag verändern.

Welche Möglichkeiten hat man nach der Zeit als Assistent?

Das hängt sehr von dem Hintergrund des Assistenten ab und von den Projekten, die man betreut hat. Viele meiner Vorgänger sind nach ihrer Zeit als Assistent in Bereiche gegangen, mit denen sie sich in ihren Projekten schon intensiv beschäftigt hatten. Frühere Assistentinnen des Geschäftsführers sind heute zum Beispiel Verlagsleiterin, Leiterin für neue Geschäftsfelder und stellvertretende Anzeigenleiterin. Der Vorteil meiner Position ist, dass ich inhaltlich verschiedene Bereiche kennenlerne, aber auch den Verlag an sich und viele Kollegen. Dadurch baue ich mir hier ein gutes Netzwerk auf, das mir auch später bei meiner Arbeit helfen wird.

Was muss man mitbringen, wenn man Ihren Job machen möchte?

Man sollte neugierig sein und analytisches Denkvermögen besitzen. Ganz wichtig sind Engagement und Eigeninitiative, eine gewisse Offenheit, Flexibilität und Teamorientierung. Es ist auch schön, wenn man sich für die Marke der ZEIT begeistern kann. Außerdem sollte man Medienaffinität mitbringen und eine gewisse Berufserfahrung, um eigenverantwortlich arbeiten zu können.

In Ihrer Position arbeitet man mit sehr erfahrenen Kollegen zusammen – was haben Sie von diesen gelernt?

Ich habe inhaltlich sehr viel über das Verlagswesen gelernt. Von Rainer Esser habe gelernt, dass man sich nie auf seinem Erfolg ausruhen sollte, sondern sich immer weiterentwickeln muss. Außerdem konnte ich bei meinen Projekten beobachten, wie wichtig abteilungsübergreifendes Denken ist - das ist eine Voraussetzung für den Erfolg. Und eine weitere wichtige Erkenntnis: Manchmal muss man pragmatisch denken und Dinge auf dem schnellen und einfachen Weg erledigen.

Worauf muss man achten, wenn man so eng mit Führungspersönlichkeiten zusammenarbeitet?

Normalerweise ist man in den ersten Berufsjahren eher Teil eines Teams, aber als Assistentin des Geschäftsführers stellt man sich sehr stark auf eine Person ein. Man ist geprägt durch ihre Arbeitsweise und Persönlichkeit. Das war für mich eine Umstellung, aber es ist toll, ein Vorbild zu haben und so viel lernen zu können.

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