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Wie bewegt man eine mehr als 80 Tonnen schwere Windturbine?

Windmühle, Landschaft, Straße, Windenergie [Quelle: freeimages.com, Autor: kovik]

Quelle: freeimages.com, kovik

SMC-Beraterin Stefanie Drerup beschäftigte sich mit dieser Frage und gibt Einblick in ihre Projektarbeit im Bereich Windenergie. Im Interview verrät sie auch, wie du dich am besten auf ein Vorstellungsgespräch bei SMC vorbereitest.

Ich bin zu Auswahlgesprächen bei Siemens Management Consulting (SMC) eingeladen und möchte mich auf die Gespräche vorbereiten. Was empfehlen Sie mir?

Am besten informieren Sie sich vorher über SMC und über Siemens. Außerdem sollten Sie üben, Fallstudien zu lösen: Welcher Struktur folge ich und wie kann ich auf die Lösung hinarbeiten, so dass mir der Interviewer bei der "Reise" durch den Case folgen kann? Sie sollten dazu nicht nur Bücher lesen, sondern auch mit Freunden üben. Sammeln Sie zudem im Vorfeld Fragen zu SMC, die Sie wirklich interessieren – denn im Vorstellungsgespräch möchten ja auch Sie das Unternehmen und mögliche Kollegen kennenlernen.  

Am Interviewtag selbst rate ich, möglichst entspannt in das Gespräch zu gehen. Das ist natürlich schwierig, aber Sie können dies unterstützen, indem Sie sich Zeit nehmen, gegebenenfalls schon am Tag vorher anreisen und ohne Stress zum Bewerbungsgespräch kommen.
 

Wie laufen die sogenannten Case-Interviews ab?

Die Interviews sind ein gegenseitiges Kennenlernen - wir möchten einen Dialog führen, kein Frage-Antwort-Spiel. Der SMC-Berater oder -Projektleiter stellt sich zunächst vor, dann präsentiert er die Fallstudie. Anschließend übernimmt der Bewerber - er kann zunächst noch Fragen zum Case stellen und erläutert im Anschluss, wie er an den Fall herangehen würde. Die eigentliche Lösung der Fallstudie ist ein Gespräch. Am Ende stellt der Bewerber seine Ergebnisse in einer kleinen Präsentation vor. Die Fallstudien haben entweder einen analytischen oder einen unternehmerischen Schwerpunkt und stehen immer in Bezug zu Siemens - denn wir möchten, dass sich der Bewerber etwas unter der Tätigkeit vorstellen kann, für die er sich bewirbt.

Was erwarten Sie vom Bewerber?

Er sollte neugierig sein und sich auf das Gespräch vorbereitet haben. Trotz Vorbereitung sollte der Bewerber aber authentisch bleiben. Das bedeutet einfach so sein, wie er immer ist - ein bisschen Nervosität ist dabei völlig normal. Wir alle – auch die Interviewer - waren einmal in dieser Situation.

Inwiefern hat Sie Ihr Studium auf die Beratertätigkeit vorbereitet?

Ich habe Wirtschaftsingenieurwesen studiert und habe dabei gelernt, mir schnell verschiedene Dinge anzueignen und eine große Menge an Informationen zu verarbeiten - denn unser Studium ist breit gefächert. Außerdem habe ich nebenher bei einer studentischen Unternehmensberatung gearbeitet und dabei viel über Projektmanagement gelernt. Für die Arbeit bei SMC sollte man ein Grundverständnis und Neugier für Technik mitbringen, aber man muss kein Ingenieur sein. Letztendlich geht es um strategische Fragen im wirtschaftlichen Kontext, deshalb sind ein unternehmerisches Gespür und ein Interesse an wirtschaftswissenschaftlichen Fragestellungen unbedingt nötig.

Sie sind direkt nach Ihrem Studium ins Beraterleben eingestiegen. Weshalb haben Sie sich für die SMC entschieden?

Ich hatte während des Studiums schon Kontakt zu SMC – über Bekannte und durch die Teilnahme an Workshops. Für meinen Berufseinstieg war mir der Technikhintergrund wichtig und die Option, nach meiner Zeit bei SMC zu Siemens wechseln zu können. Mittlerweile bin ich schon fast fünf Jahre bei SMC – insbesondere auch aufgrund der offenen Atmosphäre und des tollen Projektteams.

Was gefällt Ihnen an der Tätigkeit des Strategieberaters?

Ich finde es toll, dass ich an vielen verschiedenen Themen und den großen Herausforderungen des Siemens-Konzerns mitarbeite und immer Neues dazulerne. Außerdem gefällt mir gut, dass jeder Berater von Beginn an Management-Kontakt hat und nicht nur im Teamraum über Daten brütet.

In den letzten Jahren haben Sie sich verstärkt mit dem Thema Windenergie auseinandergesetzt. Was fasziniert Sie an diesem Thema?

Richtig. Ich war ungefähr anderthalb Jahre auf Projekten in der Windindustrie unterwegs. Für mich sind Windräder faszinierende Produkte und ich freue mich immer, wenn ich die Anlagen in der Landschaft entdecke – ich finde, sie sehen sehr elegant aus. Wenn man sie jedoch in der Fabrik sieht, dann versteht man allerdings auch, wie kompliziert Transport und Installation der schweren Komponenten ist. Siemens ist erst seit knapp zehn Jahren in dieser Sparte aktiv und wächst im Bereich der Windenergie nach wie vor. Deswegen ist es eine spannende Herausforderung, die Entwicklung der Organisation in die richtige Richtung zu begleiten.

Welches Projekt ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Bei einem Projekt haben wir uns mit dem Transport und der Installation von Windturbinen auseinandergesetzt. Eine Turbine wiegt mehr als 80 Tonnen, deshalb benötigt man spezielle Schwertransporter und Kräne, um sie zu bewegen und zu installieren. Mein Team und ich haben untersucht, wie wir die Transport- und Installationsprozesse effizienter gestalten können. Zu diesem Zweck haben wir sowohl einen Windpark besucht als auch die  Produktion der Komponenten vor Ort angesehen. Wir haben mit Experten aus der Organisation diskutiert, welche Prozesse und Abläufe wie verbessert werden können.

Was war die Herausforderung?

Wir waren ein sehr internationales Team und an verschiedenen Standorten des Kunden eingesetzt. Das ist auf der einen Seite eine große Chance, weil alle Kollegen verschiedene Ansichten und Erfahrungen mitbringen. Auf der anderen Seite war die Organisation des Teams natürlich komplizierter, weil wir nicht mal eben im Teamraum etwas diskutieren konnten. Neben der Teamkoordination war es herausfordernd, sich die Dimensionen der Windräder immer wieder klar zu machen und gute Lösungsansätze für Transport und Installation zu finden. Man hat es mit riesigen Windrädern zu tun, die über 80 Tonnen schwer sind - solche Dimensionen übersteigen manchmal fast die Vorstellungskraft.

Dürfen Sie verraten, auf welchem Projekt Sie zuletzt eingesetzt waren?

Ich war vor kurzem vier Monate im Leave und habe eine Weltreise zusammen mit meinem Mann gemacht - wir haben gerade geheiratet.

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