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"SMC unterstützt das Management bei der strategischen Ausrichtung von Siemens"

Bürogebäude Officebuilding (Quelle: freeimages.com, Ayla87)

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In internen Beratungen gibt es nur operative Projekte? Falsch, klärt SMC-Partner Thomas Weitlaner auf. Siemens Management Consulting berät Siemens in allen Geschäftsbereichen, besonders bei strategischen Fragestellungen. Weitlaner verrät auch, was ihn an seiner Beratertätigkeit bei SMC am meisten fasziniert.

Herr Weitlaner, was war bisher Ihr spannendstes Projekt?

Ein Projekt in Afrika, ein Wachstumsstrategieprojekt. Es ging um die Fragestellung, wie man den Auftragseingang von Siemens erhöhen kann. Das Spannende hierbei: Es existierten keine bestehenden Marktstudien, wir mussten richtige Grundlagenforschung betreiben, uns alles erarbeiten und ableiten. Dabei ging es um Fragen wie: Wie kann Siemens das Wachstumspotenzial in Afrika erschließen? Wie muss der Vertrieb aussehen, wie das Produktportfolio? Was ist die Markteintrittstrategie? Wie kann man die lokale Wertschöpfung einsetzen, welche Partnerschaften muss Siemens vor Ort mit anderen Unternehmen eingehen?

Was gefällt Ihnen besonders bei SMC?

Die Breite an Beratungsprojekten: Ich habe schon sehr viele verschiedene Geschäfte gesehen. Alle vier Siemens-Sektoren zählen zum SMC-Portfolio. Siemens arbeitet an Megatrends wie beispielsweise Urbanisierung und Globalisierung. Durch diese große Bandbreite beziehungsweise Themenvielfalt ist unsere Beratungsarbeit sehr abwechslungsreich. Es ist einfach ein sehr spannender Konzern. Zudem ist es ein sehr schönes Gefühl, dass ich beziehungsweise wir als SMC den Erfolg unserer Projekte direkt miterleben. Das motiviert ungemein.

Außerdem gefällt mir das hohe Maß an Internationalität sowohl in unserem Beratungsalltag als auch die kollegiale und freundschaftliche Kultur, die wir bei der SMC haben.

Für welche Geschäftsbereiche von Siemens ist SMC tätig?

SMC unterstützt Siemens bei seiner strategischen Ausrichtung. Dies tun wir weltweit und direkt vor Ort. Dabei sind wir sowohl in allen vier Sektoren als auch auf Konzern-Ebene im Einsatz, wie zum Beispiel im Bereich der Erneuerbaren Energien, im Feld der Industrieautomatisierung oder der Medizintechnik. Wir bereiten beispielsweise die Erschließung neuer Geschäftsfelder vor, entwickeln Infrastrukturlösungen für Städte oder planen eine Markteintrittsstrategie für Schwellenländer – um nur einige Themen zu nennen.

Was ist der Unterschied zwischen SMC und einer klassischen externen Beratung?

Die Umsetzungskompetenz einer Strategieberatung ist aus Konzernsicht ein wichtiges Entscheidungskriterium für eine Beratung. Dazu muss man die Anforderungen im Detail verstehen, sie in konkrete Handlungsempfehlungen umsetzen und so Lösungskompetenz beweisen. Darin besteht die besondere Stärke von SMC. Unsere umfassende Kenntnis der vier Siemens-Sektoren Industry, Infrastructure & Cities, Energy und Healthcare erlaubt uns darüber hinaus den nötigen Weitblick in Bezug auf die großen Marktherausforderungen von morgen. Externe hingegen können zum Beispiel Erfahrungswerte von vielen verschiedenen Unternehmen einbringen und haben daher Vorteile, wenn es um einen Industrievergleiche oder externe Zahlen geht.

Wird SMC als interne Beratung bei der Projektvergabe von Siemens bevorzugt?

Nein, das ist nicht der Fall. Das ist ein Vorurteil, mit dem wir als interne Beratung immer wieder konfrontiert werden. Siemens schreibt Projekte aus, anschließend lädt das Management verschiedene Beratungen ein, die ihren Vorschlag präsentieren. Hierbei handelt es sich um sogenannte "Beauty Contests". Den Zuschlag bekommt der beste Projektvorschlag, unabhängig davon, welche Beratung ihn einreicht. Als Profitcenter steht SMC im Wettbewerb zu externen Strategieberatungen und ist auch kostentechnisch mit externen Beratungen vergleichbar. Daher überlegt sich der Auftraggeber schon sehr genau: Wen brauchen wir für welches Projekt?

Wie entwickeln Sie innerhalb der SMC Wissen und Methodiken weiter?

Wir haben uns dazu intern in sogenannte Client-Service-Teams (CSTs) und Practices aufgestellt. Die Client-Service-Teams beschäftigen sich regelmäßig mit Fragen, die über aktuelle Projekte hinausgehen und erstellen Diskussionspapiere für das Siemens-Management. Die Practices umfassen die klassischen Themen einer Strategieberatung wie beispielsweise Benchmarking, Mergers & Acquisition, Restructuring, aber auch Entry Strategies for Emerging Markets oder Sustainable Development, in denen wir unser Methodikwissen ständig weiterentwickeln. Jeder SMC-Berater kann sich in diese CSTs und Practices einbringen und trägt so dazu bei, vorhandenes Wissen und Methoden bei SMC kontinuierlich weiterzuentwickeln. Innerhalb dieser Arbeitsgruppen entwickeln wir neue Beratungskonzepte und tauschen uns in Bezug auf aktuelle Marktentwicklungen aus.

Wann müssen Berater sich bei der SMC spezialisieren?

Grundsätzlich legen wir Wert darauf, dass unsere Berater und Projektleiter breit eingesetzt werden, weil wir unsere Mitarbeiter zu "General Managern" ausbilden möchten. Wenn ein Mitarbeiter aber seine Leidenschaft in einem Sektor oder einer speziellen Methodik gefunden hat, dann unterstützen wir natürlich auch eine Spezialisierung durch entsprechende Projekteinsätze. Erst als seniorer Projektleiter und als Partner spezialisiert man sich dann auf einen Sektor, ich selbst betreue den Bereich "Infrastructure and Cities". Ich baue unser Netzwerk aus und bin für die Projekt-Akquise zuständig.

Stimmt es, dass SMC als interne Beratung eher operative Projekte durchführt?

Das ist ein Vorurteil, mit dem ich gerne aufräumen möchte. Es stimmt nicht, dass wir nur operative Projekte machen. Wir arbeiten in ganz klassischen Strategie-Projekten. Nur haben wir vielleicht stärker im Auge: Wie kann Siemens das dann auch wirklich umsetzen? Das heißt der nachhaltige Nutzen für Siemens steht bei der strategischen Beratungsleistung im Fokus. Außerdem: Das eine oder andere operative Projekt ist aus meiner Sicht eine sehr gute Vorbereitung für den späteren Einstieg in eine Linienfunktion. Es ist wichtig, beide Seiten kennenzulernen.

Wie international ist das Beraterleben bei SMC?

Sehr international: Aufgrund der weltweiten Präsenz von Siemens findet eine Vielzahl von Projekten im Ausland statt; man arbeitet mit internationalen Kollegen an globalen Fragestellungen. Wir haben vier Büros in München, New York, Peking und Mumbai. Von diesen Standorten aus besetzen wir unsere weltweiten Projekte: So arbeiten dann beispielsweise Berater aus dem Münchner Büro zusammen mit Kollegen aus Indien. Bei uns kann man sich sehr exotische Arbeitsorte "aussuchen": Indien, Russland, China, Neuseeland - das ist nicht nur interessant, sondern auch persönlich sehr bereichernd.

Wäre ein Wechsel von der Beratung in den Siemens-Konzern interessant für Sie?

Ja, das ist Teil meines Plans und auch Teil der Mission von SMC. Wir als SMC sehen unseren Auftrag darin, auf der einen Seite einen Mehrwert für den Siemenskonzern zu schaffen, indem wir erstklassige Strategieprojekte erfolgreich umsetzen.

Auf der anderen Seite ist die konsequente Ausbildung unserer Berater zu Führungskräften für Siemens der andere Teil unserer Mission. Das heißt wir investieren sehr viel in unsere Mitarbeiterentwicklung. So bieten wir ein umfassendes Trainingscurriculum auf allen Hierarchiestufen und unterstützen sehr gute Kollegen bei PhD und MBA finanziell.

Viele unserer Berater, ungefähr 70 Prozent, wechseln nach einer erfolgreichen Beraterkarriere in den Konzern, aber das ist absolut kein Muss, sondern eine individuelle Entscheidung. So machen sich die restlichen 30 Prozent oft selbständig. Der ein oder andere wechselt auch in eine externe Beratung oder zu einem anderen Industrieunternehmen. Die Türen stehen in dieser Hinsicht in viele Richtungen offen.

Was war für Sie der Grund, zu einer internen Beratung zu gehen?

Ich hatte vorher schon in der Beratung gearbeitet. Die Arbeit hat mir viel Spaß gemacht aufgrund der Abwechslung und der strategischen Fragestellungen. Aber mir war klar: Ich möchte nicht Berater auf Lebenszeit sein, ich möchte später in eine operative Linienfunktion wechseln. Daher war der Einstieg bei SMC für mich die ideale Kombination: Strategieberatung auf der einen Seite und zeitgleich die Option nach der Beraterzeit in eine Management-Funktion bei Siemens zu wechseln. Letztendlich war der Mix aus diesen Komponenten für mich ausschlaggebend.

Welche Voraussetzungen muss man mitbringen, um bei SMC einzusteigen?

Auf jeden Fall sehr gute akademische Leistungen, erste relevante Praktika und internationale Erfahrung. Exzellente Studienleistungen sind uns sehr wichtig, ebensoviel Wert legen wir jedoch auch auf die Persönlichkeit unserer zukünftigen Mitarbeiter. Denn: Sich für eine Beratertätigkeit bei der SMC zu entscheiden, bedeutet Dinge zu bewegen, vorauszudenken und Veränderungen zu gestalten. Und vor allem: Teamplayer zu sein!

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