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Veränderungen vorantreiben - Projektmanagement bei Roche

Pfeil Kurve nach oben Manager Projekt Planung (© Coloures-pic - Fotolia)

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Innovationsmanagement und spannende Projekte - das brachte BWLer Tobias zu Roche. Nun arbeitet er als Projektmanagement-Trainee am Standort Mannheim und überlegt sich unter anderem, wie man interne Prozesse weiter optimieren kann.

Wie kommt ein BWLer auf Roche als Arbeitgeber?

Für mich war das der direkte Weg: Ich habe BWL an der Universität Mannheim studiert und mich unter anderem mit strategischem Innovationsmanagement auseinandergesetzt. Da Roche einen Standort in Mannheim hat, ist das Unternehmen hier recht bekannt und pflegt verschiedene Kooperationen mit der Uni. Unter anderem gab es Vorträge zu bestimmten Ansätzen, die Roche im Innovationsmanagement verfolgt, außerdem Workshops und Veranstaltungen, bei denen die Studierenden die Führungskräfte von Roche kennenlernen und sich mit ihnen austauschen konnten. Insofern wusste ich schon früh, dass Roche auch für Wirtschaftswissenschaftler interessante Jobs bietet. Nach meinem Studium wollte ich als Trainee einsteigen, und das zweijährige Programm von Roche hat mich überzeugt - nicht zuletzt, weil es sich seit langem bewährt und mehrfach ausgezeichnet ist.

Warum haben Sie nach dem Studium ein Trainee-Programm und nicht den Direkteinstieg gewählt?

Ich wollte die Möglichkeit haben, verschiedene Bereiche im Unternehmen kennenzulernen, um mir einen Überblick zu verschaffen. Mir gefallen die Abwechslung und die täglichen Herausforderungen im Trainee-Programm. Außerdem bereitet mich das Management Start Up Programm auf eine Führungsposition vor und bietet mir verschiedene Trainings. Als Konstante hat man seinen Mentor an der Seite, mit dem man immer wieder Rücksprache halten kann. Er gibt mir ehrliches Feedback und Denkanstöße, die mir immer sehr weiterhelfen. Außerdem gibt es eine Programmverantwortliche aus dem HR-Bereich, die jederzeit als Ansprechpartnerin zur Verfügung steht.

Sie haben schon Ihre Masterarbeit bei Roche geschrieben - Wie kam es dazu?

Auch das kam über das Thema "Innovationsmanagement" zustande. In meiner Masterarbeit ging es um Open-Innovation-Plattformen, und ich wollte das Thema nicht nur wissenschaftlich beleuchten, sondern auch den täglichen Gebrauch in einem Unternehmen untersuchen. Mir war es wichtig, einen praktischen Nutzen für die Firma zu schaffen und nicht nur "für die Bibliothek" zu forschen. Positiv fand ich auch, dass ich dadurch gleich Kontakt zu Roche herstellen und überprüfen konnte, ob ich mir einen Berufseinstieg dort vorstellen könnte.

Was haben Sie in Ihrer Arbeit untersucht?

Die Nutzung von kommerziellen Open-Innovation-Plattformen in der Forschung und Entwicklung. Diese folgen einem Crowd-Sourcing-Ansatz: Man kann dort wissenschaftliche Fragen an eine Community stellen und zahlt dann für die Antwort, die man nutzen möchte. Eine Frage kann zum Beispiel sein: "Ich benötige ein Molekül mit folgenden Eigenschaften, wer hat eine passende Lösung für mich?" In meiner Masterarbeit überlegte ich mir einen strategischen Ansatz, wie Roche diese Plattformen besser nutzen kann. Dafür analysierte ich zunächst, wie sie bisher verwendet wurden und anschließend entwickelte ich Guidelines, wie man noch besser vorgehen kann und welche Plattformen für welche Fragen am besten geeignet sind.

Wie sind Sie dann ins Management Start Up Programm eingestiegen?

Während ich meine Masterarbeit bei Roche schrieb, bekam ich natürlich gute Kontakte ins Unternehmen. So hatte ich auch die Möglichkeit, mit zwei Trainees zu sprechen, die mir ihre persönlichen Eindrücke aus dem Programm mitteilten. Das klang alles sehr gut und deckte sich komplett mit dem, was man sonst über das Programm erfährt. Also bewarb ich mich online für das Management Start Up Programm und wurde zu einem Telefoninterview und anschließend zu einem Auswahltag eingeladen. Alles hat geklappt und so bin ich im Januar 2014 bei Roche eingestiegen.

Wie sieht Ihre tägliche Arbeit aus?

Ich habe mich für das Programm im Projektmanagement entschieden. Meine Stammabteilung ist der Bereich "Kontinuierlicher Verbesserungsprozess", der direkt an die Geschäftsführung berichtet. Einerseits kümmern wir uns um strategische Themen, andererseits arbeiten wir auch an alltäglichen Verbesserungen. In meinen einzelnen Trainee-Stationen bearbeite ich Projekte in ganz unterschiedlichen Bereichen.

Können Sie Ihre bisherigen Projekte schildern?

Mein erstes Projekt war ein Recruiting-Thema. Das war für mich spannend – die Bewerberperspektive kannte ich ja schon, aber diesmal saß ich auf der anderen Seite. Im Projekt ging es darum, den Einstellungsprozess für Bewerber noch schneller und angenehmer zu gestalten. Meine zweite Station war das Marketing. Ich setzte dort eine Kampagne in der Labordiagnostik um. Das passte gut, weil ich einen Marketinghintergrund habe. Es machte mir Spaß, für die Kunden eine bedürfnisgerechte Kampagne aufzusetzen. Gerade arbeite ich wieder an einem Prozessthema: Ich optimiere den Einkauf von externen Dienstleistungen wie zum Beispiel Reparaturen und Instandhaltungen. Dafür analysiere ich, wie man die Prozesse möglichst ressourcenschonend, störungsfrei und flüssig organisieren kann. Alle meine bisherigen Projekte haben mir gut gefallen, ich konnte Veränderungen vorantreiben und habe viel dazu gelernt.

Wie läuft ein typisches Projekt ab?

In der frühen Phase mache ich mir zunächst ein umfassendes Bild vom Projekt. Ich führe viele Gespräche mit allen Beteiligten. So lerne ich die Zusammenhänge kennen und erfahre, was die konkreten Ziele sind und welche Interessen die Beteiligten haben. Dann stelle ich einen Projektplan auf, in dem ich unter anderem den Umfang, die nächsten Schritte und die zeitliche Abfolge der Aufgaben erfasse. Danach erfolgt die Analyse: Wie sieht die Ist-Situation aus? Das läuft häufig über Workshops, die ich selbst organisiere und moderiere. Der letzte Schritt ist dann die Konzeptionsphase, in der ich den Soll-Zustand definiere. Je nach Projektdauer können dann ein Umsetzungsplan oder die tatsächliche Implementierung folgen.

Was macht das Projektmanagement so spannend?

Ich finde die Vielfalt super, die mir das Projektmanagement bietet. Ich bekomme in kurzer Zeit einen Überblick über das Unternehmen, arbeite mich in immer neue Themen ein und lerne verschiedene Roche-Standorte kennen. Die Projekte haben eine spürbare Wirkung auf das Unternehmen, das ist mir sehr wichtig. Bereichernd finde ich außerdem, dass ich mit verschiedenen Abteilungen zusammenarbeite und dadurch immer wieder von den Erfahrungen unterschiedlicher Kollegen profitiere und mir ein Netzwerk aufbaue. Als Projektleiter konnte ich mich außerdem schon mit dem Thema "Führung" auseinandersetzen.

Welchen Tipp haben Sie für die e-fellows?

Ich finde es wichtig, dass sich die Studenten Gedanken darüber machen, welche Aufgaben sie wirklich erfüllen. Sie sollten sich überlegen, welche Anforderungen an die künftige Stelle und den künftigen Arbeitgeber gestellt werden. Das bedeutet auch, dass Entscheidungen gegebenenfalls revidiert werden, weil man zum Beispiel in Praktika feststellt, dass einem die Aufgaben nicht liegen oder keinen Spaß machen. Jeder sollte sich also Zeit zum Reflektieren und Ausprobieren nehmen.

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