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Damit der Warenfluss nicht stockt

Schiffscontainer [Quelle: freeimages, Autor: johnnyberg]

Quelle: freeimages, johnnyberg

Ganz im Sinne der chinesischen Lehre möchte Yuhui Ai dafür sorgen, dass bei Roche in der Logistik 'alles fließt'. Dafür ist sie in der globalen Logistik in Mannheim an der richtigen Stelle - und freut sich, dass sie jeden Tag so viel dazulernt.

Wieso wollten Sie in der Logistik einsteigen?

In der chinesischen Medizin gibt es den Ausdruck "Qi Xue". Gemeint ist damit in etwa die treibende Energie, "Qi", die dafür sorgt, dass das Blut, "Xue" richtig fließt. Die Logistik ist meiner Meinung nach das "Qi Xue" für die Wirtschaft, der Warenfluss. Ich möchte dazu beitragen, dass alles gut funktioniert und "fließt".

Und warum haben Sie Roche als Arbeitgeber ausgewählt?

Roche ist eine sehr bekannte Firma, auch in China. Das Unternehmen und seine Produkte haben einen guten Ruf. Ich habe Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt technische Chemie in Berlin studiert und war auf der Suche nach einem Praktikum. Dabei habe ich sofort an Roche gedacht, und glücklicherweise wurde ich als Praktikantin genommen. Ich habe mein Praktikum in der Logistik in Mannheim absolviert, im "International Forwarding Management". Mannheim ist neben Indianapolis eines der Logistik-Drehkreuze von Roche, wir beliefern von hier aus 150 Länder. Es war wirklich ein prima Standort für mein Praktikum, ich habe so viel gelernt über die Logistik. Logistik ist viel umfangreicher und spannender als man denkt.

Wie ging es anschließend weiter?

Nach meinem Praktikum wurde mir ein Diplomarbeitsthema angeboten. Meine Aufgabe war es, die Optimierung von Transportprozessen von Roche in Mannheim bis nach Mexiko zu analysieren. Das war ein ziemlich komplexes Thema. Ich habe untersucht, wie Roche mit seinen Filialen zusammenarbeitet und festgestellt, dass die Prozesse sehr stabil sind. Es gibt so gut wie keine Reklamationen. Aber auch wenn es gut läuft, kann man die Prozesse immer noch effizienter gestalten.

Und in welcher Abteilung arbeiten Sie jetzt?

Seit April 2012 habe ich nun eine feste Stelle bei Roche, und zwar auch im "International Forwarding Management". Wir arbeiten eng mit anderen Bereichen zusammen, zum Beispiel mit der Abteilung, die uns vorgeschaltet ist, dem "International Order Management". Die Kollegen dort nehmen die Kundenaufträge entgegen, fragen bei den Abteilungen an, ob die Waren verfügbar sind und klären, ob außenwirtschafts-rechtlich alles in Ordnung ist. Anschließend werden die Aufträge freigegeben und an uns ins "International Forwarding Management" weitergeleitet. Wir kümmern uns um die Umsetzung, sind also für den physischen Güterfluss zuständig.

Welche Aufgaben übernehmen Sie?

Meine Aufgaben sind sehr vielfältig: Ich kümmere mich zum Beispiel um Gefahrguttransporte und Export-Kontrolle – hier gibt es viele Vorschriften, die wir beachten müssen. Ich kontaktiere Spediteure, bereite Transport- und Handelsdokumente vor und übernehme viele Sonderaufgaben, zum Beispiel zur Prozess-Optimierung.

Können Sie eines Ihrer Projekte genauer beschreiben?

Wir möchten zum Beispiel die Logistik-Prozesse für unsere wichtigsten Länder noch stabiler machen. Es kann passieren, dass auf dem Transportweg das Flughafenpersonal streikt, wodurch unsere Waren verspätet ankommen würden. Das möchten wir natürlich nicht, wir möchten unser Versprechen an die Kunden halten. Also erstellen wir Alternativpläne. Wir analysieren, wie die Prozesse in den letzten zwei Jahren abgelaufen sind, ob Probleme und Reklamationen aufgetaucht sind. Und wir prüfen natürlich auch die Kosten. Anschließend überlegen wir uns verschiedene Alternativen, die wir hinsichtlich Qualität und Kosten vergleichen. Am Ende stellen wir dann fest, welche Alternative für welches Land am passendsten ist. Gäbe es bei einer Fluglinie zum Beispiel oft Verspätungen oder Flugausfälle, würden wir gegebenenfalls einen Wechsel prüfen, natürlich nicht ohne vorher die Qualität des Anbieters zu prüfen.

Wie ist Ihr Einstieg nach der Diplomarbeit abgelaufen?

Meine Kollegen haben mir sehr geholfen, sie haben mich angeleitet und alle meine Fragen beantwortet. Sie haben mich sehr herzlich in ihrer Abteilung aufgenommen. Wir unternehmen auch nach der Arbeit oft etwas zusammen. Ich freue mich jeden Tag auf meine Arbeit, und das liegt auch an meinen Kollegen. Die Mischung ist insgesamt sehr gut, bei Roche arbeiten junge dynamische Menschen und erfahrene Kollegen, die viel Wissen mitbringen.

Was finden Sie an Ihrer Arbeit besonders erfüllend?

Dass ich so viel lerne und so viel Neues sehe. Ich bin jeden Tag stolz, bei Roche zu arbeiten. Ich finde es toll, dass ich mit meiner Arbeit dazu beitrage, dass die Menschen lebensverbessernde Produkte bekommen. Außerdem gefällt mir, dass das Arbeitsumfeld sehr dynamisch ist, man hat hier sehr gute Karrierechancen. Roche fördert mich sehr gut, ich kann an vielen Schulungen teilnehmen. Ich habe so viele Kollegen, die schon seit 20 oder 30 Jahren bei Roche sind. Daran sieht man, dass sie zufrieden sind. Das gibt mir ein gutes Gefühl und zeigt mir, dass auch ich mich hier sehr gut weiterentwickeln kann. Ich kann mir vorstellen, noch Jahrzehnte bei Roche zu bleiben.

Können Sie Ihr Wissen aus dem Studium einbringen?

Ja, auf jeden Fall. Ich habe im Studium meinen Schwerpunkt auf Logistik gelegt. In der Uni habe ich viele Konzepte kennengelernt, die ich jetzt auch bei Roche wiederfinde. In der technischen Chemie musste ich viele Experimente durchführen und die Daten am Ende auswerten – dadurch kann ich gut mit Excel arbeiten, was mir auch in meinem Beruf zugutekommt.

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