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Von der Stippvisite zum Volltreffer

Bowling Strike Volltreffer [Quelle: Skitterphoto.com]

Quelle: Skitterphoto.com

Ursprünglich hatte Martin Lange nur einen Abstecher ins Produktmanagement geplant. Doch dann gefiel es ihm so gut, dass er dabei blieb – jetzt entwickelt er unter anderem Kampagnen für Hautkrebsmedikamente. Im Interview erklärt er,  warum ein Pharmakonzern für BWL-Absolventen ein spannendes Pflaster ist und wie der Einstieg gelingt.

Sie sind studierter Betriebswirtschaftler und Diplom-Kaufmann. Wie kamen Sie zu Ihrem aktuellen Job als Produktmanager?

Das ist ein etwas längerer Weg: Zunächst habe ich BWL mit den Schwerpunkten Marketing, Internationales Management und Psychologie studiert. Anschließend habe ich ein Trainee-Programm bei einem Pharmaunternehmen im Bereich Marketing und Sales absolviert. Es war mir wichtig, im Rahmen eines Trainee-Programms mehrere Abteilungen zu durchlaufen, denn dadurch habe ich einen besseren Einblick in das Unternehmen und die Branche erhalten, als das bei einem Direkteinstieg der Fall gewesen wäre.

Anschließend habe ich bei mehreren Unternehmen im Bereich Business Analytics gearbeitet. Seit 2013 war ich auch für Roche im Baseler Headquarter in der internationalen Marktforschung tätig. Um die Sicht meiner internen Kunden näher kennenzulernen und noch näher am Marketing zu sein, habe ich an einem neunmonatigen Rotationsprogramm teilgenommen. Im September 2015 wurde ich deshalb nach Grenzach-Wyhlen ins Produktmanagement entsendet. Ich war so begeistert von den vielfältigen Aufgaben, dass ich am Ende der Entsendungszeit beschlossen habe, dort zu bleiben.

Warum haben Sie sich für Roche entschieden?

Schon bei meinen vorherigen Tätigkeiten habe ich mich immer wieder mit onkologischen Themen beschäftigt. Roche ist ein interessanter Arbeitgeber, weil das Unternehmen hochgradig innovativ und zudem Weltmarktführer in diesem Bereich ist. Hinzu kam, dass es in meinem privaten und beruflichen Umfeld einige Roche-Mitarbeiter gab. Was sie mir über die Unternehmenskultur und die Weiterbildungsförderung bei Roche erzählten, fand ich toll. Ich habe mich initiativ beworben – und meine erste Stelle bei Roche in Basel bekommen.

Was zählt heute zu Ihren beruflichen Aufgaben?

Gemeinsam mit einem interdisziplinären Brand Team entwerfe ich Produktstrategien und kreative Kampagnen für innovative Hautkrebs-Medikamente. Zudem interagiere ich sehr viel mit unseren Kunden und Meinungsbildnern und erstelle Unterlagen, die unsere Außendienstmitarbeiter einsetzen. Hierzu arbeite ich mit vielen Mitarbeitern aus verschiedenen Bereichen zusammen: unter anderem mit Kollegen aus der Marktforschung, aus den Abteilungen Finance und Controlling, aus dem Communications Department, aus der Rechtsabteilung und aus dem Bereich Market Access. Das macht meine Arbeit so vielseitig.

Ist es als Wirtschaftswissenschaftler nicht herausfordernd, für medizinische Produkte verantwortlich zu sein?

Sicher: Medizin war nicht Teil meines Studiums, aber einerseits habe ich im Rahmen meines Trainee-Programms eine Ausbildung zum Pharmareferenten gemacht und andererseits arbeite ich besonders eng mit dem Medical Management bei Roche zusammen. Insofern bleibt man in seiner Indikation stets up-to-date und es stellt keinerlei Problem dar.

Was waren die bisherigen Highlights in Ihrer Tätigkeit als Produktmanager?

Eigentlich macht mir alles an meinem Job Spaß. Besonders aufregend fand ich aber unsere Neuprodukteinführung im Bereich Melanom. Bevor wir Ende 2015 die Zulassung erhielten, kreierten wir eine interne Awareness-Kampagne. Denn in einem so großen Konzern wie Roche muss man schon ordentlich "Lärm" für sein Produkt machen, damit alle Kollegen davon erfahren. Ich war unter anderem für die Organisation einer internen Infoveranstaltung zuständig. Gleich zu Beginn meiner Entsendung habe ich zusammen mit dem Team auch unsere Fachreferenten zur neuen Produktkombination geschult. Das war für mich eine ganz neue Erfahrung, denn der unmittelbare Außendienst-Kontakt hatte bis dato nicht zu meinen Aufgaben gehört. 

Zwei Monate nach meinem Start in der Abteilung haben wir schließlich die Zulassung für das Produkt erhalten; dann begann der spannendste Teil des Prozesses: die Markteinführung und externe Kommunikation. Dazu mussten mein Team und ich unter anderem eine Kommunikationsstrategie entwerfen, Launch-Presseveranstaltungen abhalten und sogenannte Advisory Boards einsetzen, also ein Beratergremium aus Fachärzten zusammenstellen, die uns bei strategischen Fragestellungen beraten.

Was würden Sie bei Roche gerne ändern?

Zunächst einmal gibt es vieles, was ich bei Roche nicht ändern würde. Dazu zählt – wie ich schon erwähnt habe – die Förderung von Weiterbildung. Es gibt zum Beispiel das "Marketing Excellence Curriculum", das verschiedene Fortbildungskurse beinhaltet und regelmäßigen Austausch mit Marketing-Kollegen ermöglicht. Man kann auch im Rahmen von Weiterbildungsmaßnahmen in kleinen Teams an Case Studies arbeiten. Dabei stehen praxisrelevante Probleme im Fokus, für die man eine Lösung – oder zumindest einen Lösungsansatz – erarbeitet. Das finde ich großartig.

Auf der anderen Seite ist die Pharmabranche reglementiert, Compliance spielt eine große Rolle. Da Roche sehr darauf bedacht ist, die Compliance-Ansprüche zu erfüllen und dabei auch über dem Industrieniveau agiert, laufen manche Prozesse etwas schwerfällig ab. Aber die strenge rechtliche Überwachung gehört nun einmal zu dieser Branche dazu.

Inwiefern ist Roche ein interessanter Arbeitgeber für Betriebswirtschaftler?

Gerade ein Trainee-Programm bei Roche ist für Wirtschaftswissenschaftler interessant, weil man als BWL-Absolvent recht generalistisch aufgestellt ist. Durch die Rotation in verschiedenen Positionen kann man dann erkunden, welcher Bereich einem am meisten liegt. Kaufleute können, je nach Schwerpunkt, ihre Expertise in verschiedenen Bereichen einbringen: Marketing/Produktmanagement, Market Access, Controlling, Finance, Accounting, und strategische Planung sind nur einige Einsatzfelder, in denen Wirtschaftswissenschaftler bei Roche tätig werden können. Wenn man wie ich den Schwerpunkt Marketing wählt, ist es sehr spannend, kreative Vermarktungsansätze für unsere Produkte zu finden. Der strenge gesetzliche Rahmen kann dazu anspornen, trotz aller Compliance-Richtlinien eine tolle Marketingstrategie zu finden. Das macht Roche zu einem sehr interessanten Arbeitgeber.

Wo können sich Interessierte über das Trainee-Programm "Start Up Marketing" informieren?

Auf dem Campus-Event "Careers@Pharma Marketing" am 17. Oktober in Grenzach-Wyhlen erfahren Teilnehmer mehr über das Trainee-Programm und eine Karriere als BWLer in der Pharmabranche. Abends steht eine Tour durch Basel mit anschließendem Abendessen in einer tollen Location auf dem Programm. Bis 25. September ist eine Bewerbung zu dem Event möglich.

Grundlegende Informationen zum Programm "Start Up Marketing" finden sich auch auf der Website von Roche, bei e-fellows.net sowie als Broschüre im Media Center des Unternehmens.

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