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"Ich will etwas Sinnvolles tun"

Ein Berg Tabletten [Quelle: freeimages.com, dimshik]

Quelle: freeimages.com, dimshik

Nur im Labor stehen und pipettieren - das kann nicht alles sein, dachte sich Margit Miesbauer nach ihrer Promotion. Sie sah sich nach vielfältigeren Aufgaben um, mit denen sie weiterhin kranken Menschen helfen kann - und fand sie im Management Start Up Programm von Roche.

Wie sind Sie zu Roche gekommen?

Nach meiner Promotion in Biochemie wollte ich gerne raus aus dem Labor. Ich denke, es geht da vielen wie mir - irgendwann merkt man, dass es auch außerhalb der Universität spannende Tätigkeiten gibt. Über e-fellows.net bin ich auf Roche und das Management Start Up Programm im Marketing aufmerksam geworden. Ich habe einen Erfahrungsbericht von einem Trainee gelesen und mich daraufhin für das Programm beworben. Bei meiner Entscheidung für den Berufseinstieg war es mir wichtig, weiterhin einen Bezug zur Medizin zu haben und etwas Sinnvolles zu tun. Nun trage ich dazu bei, für Patienten mit lebensbedrohlichen Krankheiten Medikamente auf den Markt zu bringen und dort zu etablieren - das ist eine vielfältigere Aufgabe als meine Forschung an der Uni und entspricht mehr meinen Interessen.

Welche Einsätze im Trainee-Programm waren am herausforderndsten?

Der Außendienst - ich konnte mir vorher einfach nicht genau vorstellen, wie die Arbeit dort abläuft. Außerdem war die Tätigkeit mit vielen Vorurteilen behaftet, ich dachte an einen aufdringlichen Vertreter mit seiner Referententasche. Aber mittlerweile kann ich sagen, dass der Außendienst die spannendste Zeit im Trainee-Programm war! Ich habe in diesen anderthalb Jahren am meisten gelernt, zum Beispiel wie ich auf Menschen wirke, den Umgang mit verschiedenen Kunden und das Verkaufen. Ich musste mich aus meiner Komfort-Zone herausbewegen, aber ich bin an dieser Herausforderung gewachsen und habe mich stark weiterentwickelt.

Welche Aufgaben hatten Sie im Außendienst?

Ich war Ansprechpartnerin für Nephrologen und habe ihnen alle Fragen zu einem unserer Medikamente beantwortet. Ich habe ihnen Informationen zum Gebrauch des Medikaments gegeben, zu den Nebenwirkungen, zu den Studien, die wir durchgeführt haben, und Nutzen und Vorteile erläutert. Dafür bin ich mit dem Auto von Arzt zu Arzt gefahren und habe mich mit ihnen besprochen. Ich fand es sehr schön, dass das immer Begegnungen auf Augenhöhe waren. Die Ärzte sind nicht genervt, sondern freuen sich, dass man sie unterstützt.

Wie hat Roche Sie auf den Außendienst vorbereitet?

Ich habe an Schulungen teilgenommen, die mich auf den Außendienst vorbereitet haben. Anschließend bin ich bei Kollegen mitgefahren und habe sie bei ihrer Arbeit beobachtet. Bei meinen ersten eigenen Einsätzen ist dann mein Vorgesetzter mitgefahren und hat mich unterstützt. Ich habe mich während des gesamten Prozesses sehr gut begleitet gefühlt.

Welche anderen Stationen hatten Sie im Trainee-Programm?

Ich habe im Innendienst im Controlling gearbeitet, außerdem in der Marktforschung, in der medizinischen Abteilung und im Trainingszentrum für die Ausbildung des Außendiensts. Auch im Kundencenter hatte ich eine kurze Station. Insgesamt ist die Ausbildung also sehr breit angelegt. Mir hat es sehr gut gefallen, dass ich das Unternehmen im Trainee-Programm so gut kennengelernt habe.

Welche Erfahrungen haben Sie aus dem Trainee-Programm mitgenommen?

Dass es sehr wichtig ist, sich ein Netzwerk aufzubauen. Systeme und Vorgehensweisen ändern sich. Aber wenn man ein Netzwerk hat und weiß, wen man im Unternehmen fragen muss, dann hilft einem das ungemein. Außerdem habe ich dadurch meinen Horizont erweitert, ich verstehe jetzt besser, was zum Beispiel einen Controller interessiert und warum er bei manchen Themen nachfragt. Man entwickelt mehr Verständnis für die anderen Abteilungen.

Mittlerweile sind Sie Produktmanagerin - welche Aufgaben haben Sie?

Ich bin verantwortlich für ein Produkt in der Onkologie und kümmere mich um dessen Vermarktung in Deutschland. Die Arbeit ist sehr vielfältig, ich analysiere unter anderem den Markt zusammen mit unserer Marktforschung. Dabei identifizieren wir Chancen und Risiken für unser Medikament und untersuchen, wo wir den Umsatz noch steigern können. Außerdem erarbeite ich eine Produktstrategie, zum Beispiel in Bezug darauf, wie man die Kommunikation mit den Ärzten, Pflegekräften und Apothekern führt. Ich habe die Budgetverantwortung für das Medikamenten-Marketing, also muss ich das Budget planen, die Ressourcen sinnvoll einsetzen und das Budget mit der Finanzabteilung zusammen kontrollieren. Und ich bin Ansprechpartnerin für den Außendienst bei Fragen und Problemen.

Was gefällt Ihnen am besten an Ihrer Arbeit?

Die Vielseitigkeit und die Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen Leuten. Kein Tag ist wie der andere. Das ist das Schönste.

Sie sind auch Mentorin im Programm "Roche Evolution" - wieso haben Sie sich dafür entschieden?

Ich wollte unbedingt Mentorin werden, weil ich mich noch gut daran erinnern kann, wie ich im Vorstellungsgespräch saß und mich ein wenig unsicher fühlte. Meine Bewerbung bei Roche war einfach ein Sprung ins kalte Wasser. Ich hätte mich sehr gefreut, wenn ich damals einen Mentor gehabt hätte, der mich ein wenig darauf vorbereitet hätte, was es heißt, in einem internationalen Unternehmen im Marketing zu arbeiten. Ich finde es super, wenn ich Studenten Einblicke geben kann und ihnen dabei helfe herauszufinden, ob die Arbeit bei Roche das Richtige für sie ist.

Haben Sie einen Tipp für die e-fellows?

Wichtig bei einer Bewerbung ist natürlich, dass man sich zuvor über die Stelle informiert, auf die man sich bewirbt. Im Vorstellungsgespräch sollten sich Bewerber nicht verstellen, sondern so authentisch wie möglich sein. Und man muss sich selbst treu bleiben – ich wäre mir nicht selbst treu geblieben, wenn ich weiter im Labor gesessen wäre und pipettiert hätte. Man muss sich einfach ehrlich fragen, welche Aufgaben man übernehmen möchte und wofür man geeignet ist.

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