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Zugang schaffen zu innovativen Arzneimitteln

Glaswand, Meeting, Projekt, Organisation [Quelle: tempus corporate, Getty Images]

Quelle: tempus corporate, Getty Images

Für andere ist die Doktorarbeit allein schon Belastung genug, Esmeralda absolvierte gleichzeitig noch ein weiteres Studium. Ihr Ziel: ein Job in der Pharmabranche – genauer bei Roche. Was sie dort als Trainee im Market Access macht und warum sie dafür gerne das Labor hinter sich gelassen hat, erzählt sie im Interview.

Du hast nicht nur in Immunbiologie promoviert, sondern parallel dazu noch ein Zertifikatsstudium in Healthcare Management gemacht. Warum der Aufwand?

Mir war tatsächlich schon länger klar, dass ich nicht mein Leben lang im Labor arbeiten möchte. Während meiner Zeit an der Uni habe ich einige Male an Veranstaltungen bei Pharmaunternehmen teilgenommen, bei denen mich Arbeitsbereiche und Menschen fasziniert haben. Also habe ich mich gefragt, wie ich mich in diese Richtung weiterentwickeln könnte.

Im Internet bin ich zufällig auf den Zertifikatskurs "Healthcare Management" an der Uni Freiburg gestoßen. Natürlich habe ich es mir gut überlegt, während der Promotion eine Weiterbildung aus eigener Tasche zu bezahlen, aber das Thema hat mich so sehr interessiert, dass ich mich darauf eingelassen habe. Im Nachhinein betrachtet waren die Studiengebühren eine super Investition. Ich habe nicht nur viel gelernt, sondern auch viele Leute kennengelernt, zu denen ich immer noch Kontakt habe. Einige Kommilitonen sind jetzt auch meine Kollegen bei Roche.

Du bist inzwischen Trainee im Market Access bei Roche Pharma. Wofür ist dieser Bereich verantwortlich?

Wie der Name schon sagt, begleiten wir den Marktzugang neuer Arzneimittel, also den Zugang für  Patienten. Seit im Jahr 2011 das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) in Kraft getreten ist, müssen Pharmaunternehmen belegen, dass ihre neuen Arzneimittel einen Zusatznutzen gegenüber den Medikamenten haben, die es schon am Markt gibt. Dazu schreibt man ein Dossier, in dem man nachweist, warum das Präparat besser ist als die momentane Standardtherapie. Der beschriebene Zusatznutzen wird dann vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) mit einer Note von 1 bis 6 bewertet. Nachdem der G-BA seine Bewertung abgeschlossen hat, beginnen die Preisverhandlungen mit dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV-SV). Um neue Therapien möglichst vielen in Frage kommenden Patienten zugänglich zu machen, gehen wir in die Diskussion mit den Kostenträgern, das erfolgt sowohl durch den Innen- wie auch den Außendienst.

Warum findest du das spannend?

Weil man nie genau weiß, wie die verschiedenen Interessensgruppen reagieren.

Das AMNOG existiert erst seit wenigen Jahren, was für ein solches System noch ziemlich neu ist. Es wird auch explizit als ein lernendes System gesehen, überhaupt gibt es im Gesundheitswesen ständig neue Gesetze und Gesetzesänderungen. Für mich ist es sehr spannend ein Teil davon zu sein, wenn das System entsprechend bewegt wird. In diesem Aufgabenfeld kann ich auf jeden Fall noch jede Menge lernen.

Arbeiten viele Naturwissenschaftler im Market Access?

Der Bereich ist sehr bunt gemischt – bei uns arbeiten Wirtschaftswissenschaftler ebenso wie Naturwissenschaftler, Mediziner und Pharmazeuten. Wir ergänzen uns sehr gut: Die Ökonomen bringen die wirtschaftswissenschaftliche Basis, die Naturwissenschaftler beispielsweise ein Verständnis über den Wirkmechanismus der Medikamente mit.

Wie bist du eigentlich auf das Trainee-Programm im Market Access aufmerksam geworden?

Ich habe an mehreren Veranstaltungen teilgenommen, die Roche für Studenten und Doktoranden anbietet. Eine davon war "Roche meets … Trainees" in Grenzach. Durch die Vorträge und Gespräche habe ich einen guten Eindruck bekommen, was der Market Access Manager macht – und durch meine Weiterbildung hatte ich natürlich auch einige Anknüpfungspunkte. Das Start-up-Programm im Marketing finde ich auch spannend: Da schnuppere ich jetzt einfach in meiner letzten Trainee-Station rein. Das Programm bietet genügend Flexibilität um unterschiedliche Bereiche des Unternehmens kennenzulernen.

Das Trainee-Programm dauert zwei Jahre, du bist also im April 2017 fertig. Wo würdest du danach am liebsten einsteigen?

Am besten gefallen hat es mir in der Abteilung, die die Dossiers schreibt. Ich glaube auch, dass ich dort am meisten Input liefern kann. Denn um den Zusatznutzen zu belegen, muss man sich zum Beispiel mit dem Wirkmechanismus auseinandersetzen und klinische Studien auswerten. Da bin ich mit meinem Immunbiologie-Studium natürlich im Vorteil – zumal die Immunonkologie immer mehr im Kommen ist.

Wirst du nach dem Trainee-Programm übernommen?

Der Bewerbungsprozess läuft gerade noch, aber grundsätzlich stehen die Chancen sehr gut, nach dem Trainee-Programm in der Wunschabteilung einzusteigen. Unser Vertrag ist von Beginn an unbefristet.

Was ist dein Rat an die e-fellows?

Ich kann jedem Studenten nur empfehlen, die Unternehmensveranstaltungen zur Information und zur Orientierung zu besuchen. Dort lernt man nicht nur Leute aus der Industrie kennen, sondern auch andere Studenten mit dem gleichen Hintergrund, mit denen man sich austauschen kann.

Dass solche Events ein echter Türöffner sind, haben meine Mit-Trainees und ich erst vor kurzem auf einem Trainee-Treffen festgestellt: Viele der Trainees haben vor dem Einstieg bei Roche an e-fellows.net-Veranstaltungen teilgenommen.

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Willst du mehr über unseren Partner Roche erfahren? Hier findest du alle Infos zum Unternehmen.

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