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Als Forscher an vielfältigen Projekten arbeiten

Forschung (Quelle: freeimages.com, greschoj)

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Als Naturwissenschaftler möchte man oft auch nach dem Studium weiterforschen - bei Roche geht das. Dr. Christian Bell ist für Herstellungsprozesse von biologischen Wirkstoffen verantwortlich und berichtet von seiner Arbeit.

Wie sind Sie auf Roche aufmerksam geworden?

Während meines Biochemie-Studiums in Bochum habe ich bei e-fellows.net Informationen zum Mentorenprogramm bei Roche entdeckt und mich dafür beworben. Ich wurde aufgenommen und habe über meinen Mentor erste Kontakte zu Roche geknüpft und das Unternehmen besser kennengelernt. Kurz vor meiner Master-Arbeit habe ich dann ein Praktikum bei Roche in Penzberg in der Produktion absolviert.

Was hat Sie an einem Einstieg bei Roche gereizt?

Ich wollte schon immer in der Industrie arbeiten. Es hat mich gereizt, Medikamente zu entwickeln, die einen unmittelbaren positiven Einfluss auf das Leben von Patienten haben und ihre Krankheiten lindern. Dieser Aspekt meines Faches geht an der Uni oft unter, weil dort vor allem Grundlagenforschung betrieben wird. In der Industrie ist die Verknüpfung zur Praxis deutlich stärker. Aus diesem Grund habe ich mich nach meinem Studium für das Management Start Up Programm Medical Functions von Roche im Bereich Forschung und Entwicklung beworben.

Welche Funktion haben Sie mittlerweile bei Roche?

Ich bin Manager Development Recovery & DSP, arbeite also in der Abteilung, die für die Ernte und Aufreinigung der biologischen Wirkstoffe, vor allem Antikörper, zuständig ist. Die Herstellung der Wirkstoffe ist recht komplex: Zu Beginn hat man nur wenige Zellen vor sich, die den Antikörper herstellen. Diese Zellen werden dann über mehrere Wochen vermehrt, um den Ertrag zu erhöhen. Anschließend muss man den Antikörper von Verunreinigungen trennen, um dadurch eine Anwendung am Menschen überhaupt erst zu ermöglichen. Mein Team und ich entwerfen verschiedene Protein-Reinigungsprozesse, passen sie an und optimieren sie. Je nach Entwicklungsphase des Medikaments kommen andere Herangehensweisen zum Tragen. In der frühen Phase benötigt man zum Beispiel wenig Material, hat aber auch wenig Zeit für die Entwicklung. Für große klinische Studien in späteren Phasen steht mehr Zeit zur Verfügung, jedoch sind die Ansprüche an Prozessverständnis und Ausbeute umso höher. Zusätzlich zur Prozessentwicklung sind wir auch dafür zuständig, neue Technologien für Entwicklung und Produktion zu evaluieren und einzusetzen.

Was sind Ihre Hauptaufgaben?

Wir arbeiten immer gleichzeitig an mehreren Projekten. Als Gruppenleiter bin ich für fünf Mitarbeiter zuständig und verbringe viel Zeit mit Teamleitung und Mitarbeiterentwicklung. Außerdem plane ich Versuche zu Herstellungsprozessen und werte diese aus. Das ist vergleichbar mit der Arbeit an einer Promotion: Ich überlege mir, welche Fragen ich mit den Experimenten beantworten möchte, welche Versuche dafür geeignet sind und wir bewerten die Ergebnisse gemeinsam im Team. Da an diesen Prozessen auch verschiedene andere Abteilungen beteiligt sind, bin ich Mitglied in zahlreichen Projektteams, mit denen ich mich treffe und abstimme. Ein weiterer wichtiger Baustein meiner Tätigkeit: Zusammen mit meinem Vorgesetzten arbeite ich unsere Strategien aus. Wie wollen wir weiter vorgehen, welche Techniken wollen wir nutzen, auf welchen Konferenzen möchten wir unsere Arbeit vorstellen?

Mit welchen Fachbereichen arbeiten Sie zusammen?

Besonders eng zum Beispiel mit der Fermentation, der Analytik, mit der Qualitätssicherung und Regulatory, die für die Zulassung verantwortlich sind. Wir haben außerdem immer wieder mit der Division Diagnostik zu tun, obwohl wir im Bereich Pharma arbeiten. Denn Penzberg ist der einzige Standort, an dem sowohl Diagnostik als auch Pharma-Forschung und -Entwicklung vertreten sind. Und bei manchen fachlichen Themen ist unsere Herangehensweise erstaunlich ähnlich. Mir macht es großen Spaß, solche fachlichen Themen auch aus einem anderen Blickwinkel, eben zum Beispiel der Diagnostik, zu betrachten.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit?

Ich habe die Möglichkeit, an Projekten mitzuarbeiten, die nachhaltig positiven Einfluss auf das Leben von Patienten haben. Durch die Größe des Unternehmens gibt es eine Vielzahl an spannenden Projekten. Auch wenn natürlich nicht alle Projekte erfolgreich sind, gibt es dennoch häufig Erfolge zu feiern. Außerdem macht mir das Thema Führung sehr viel Spaß. Aber falls einem das nicht so liegt, gibt es bei Roche auch die Möglichkeit einer Expertenlaufbahn. In diesem Fall kann man zum Beispiel auch als Post-doc einsteigen.

Was war bisher Ihr interessantestes Projekt?

Da fallen mir zwei besonders interessante Projekte ein. Bei dem einen arbeiten wir an einem Wirkstoff gegen Alzheimer - mein Team und ich definieren dafür den Herstellungsprozess zur Aufreinigung. Diese Aufgabe motiviert mich sehr, weil hoffentlich Millionen von Menschen von unserer Arbeit profitieren können. Die Entscheidungen, die wir treffen, führen zu einer bestimmten Produktqualität – wir sind also schon sehr eng an der Herstellung des Medikaments beteiligt.

In einem anderen Projekt  habe ich mit unserer Tochterfirma Genentech in den USA zusammengearbeitet. Hintergrund war, dass wir in Europa zum ersten Mal einen Prozess aus der Genentech-Forschung in die Entwicklung übernommen haben. Dafür habe ich mich eng mit dem Team in den USA abgestimmt. Die Zusammenarbeit war sehr interessant, weil die US-Kollegen natürlich eine andere Herangehensweise haben als wir hier in Deutschland.

Waren Sie auch im Ausland eingesetzt? Welche Unterschiede haben Sie entdeckt?

Ja, ich habe schon sehr häufig für Projekte in Basel gearbeitet und eben auch in den USA bei dem Projekt mit Genentech. Gerade dabei war es absolut notwendig, dass man sich vor Ort trifft und von Person zu Person sprechen kann. Ich war drei Wochen bei Genentech in San Francisco, habe Fragen mit den Kollegen geklärt und an den regulären Meetings der US-Kollegen teilgenommen. Die Zusammenarbeit war sehr kollegial und hat viel Spaß gemacht. Die amerikanische Mentalität ist per se eine andere als die deutsche: Probleme werden einfach angegangen, es gibt eine starke "Can-do"-Attitüde. Das führt dazu, dass viele Projekte sofort losgetreten werden. In Deutschland neigt man dazu, erst einmal die Gegebenheiten zu evaluieren, bevor man loslegt. Beide Herangehensweisen haben Vor- und Nachteile, repräsentieren also vor allem einfach kulturelle Unterschiede. Aber wenn man für eine Zeit lang im Ausland arbeitet, hilft das, die Dinge mit einer anderen Brille zu sehen und sich selbst auch mal in seinen Handlungsweisen zu hinterfragen.

Gibt es weitere Fachbereiche bei Roche, die für Naturwissenschaftler interessant sind?

Ja, bei Roche gibt es viele Einsatzmöglichkeiten für Naturwissenschaftler. Zum Beispiel in der technischen Entwicklung, also in den Abteilungen Fermentation, Analytik, Regulatory, Qualitätssicherung, Aufreinigung, dort arbeiten viele Naturwissenschaftler. Außerdem in den Bereichen in der frühen Forschung: Das geht von der Grundlagenforschung bis hin zur Prozessentwicklung. Bei Roche nehmen Naturwissenschaftler aber auch kaufmännische Funktionen ein, zum Beispiel in Marketing und Vertrieb. Insgesamt sind die Einsatzmöglichkeiten sehr vielfältig. Wo man arbeitet, hängt stark vom eigenen Interesse und der eigenen Motivation ab.

Welche Benefits schätzen Sie bei Roche besonders?

Ich finde es klasse, dass so viel Wert auf Mitarbeiterentwicklung gelegt wird - wir können an zahlreichen Fortbildungen und Konferenzen teilnehmen und es gibt viele Möglichkeiten zum "training on the job". Außerdem finde ich es gut, dass ich mich über Roche Connect am Unternehmen beteiligen und vergünstigte Unternehmensanteile kaufen kann. Dadurch haben die Mitarbeiter einen Anteil am Unternehmenserfolg, zu dem sie ja auch selbst beitragen – das finde ich eine tolle Wertschätzung der eigenen Arbeit. Auch an den Sportgruppen von Roche nehme ich gerne teil.

Was gefällt Ihnen an der Lage des Standortes am meisten?

Ich wohne direkt in Penzberg und mir gefällt die Nähe zu den Seen und Bergen. Man lebt hier wirklich dort, wo andere Urlaub machen. Und es ist auch toll, so nah an Italien und Österreich zu sein, das eröffnet viele Freizeit-Möglichkeiten.

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