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Im Marketing und trotzdem vom Fach

Think out of the box [Quelle: Roche]

Quelle: Roche

Was führt einen promovierten Biochemiker ins Marketing? Dr. Christian Polaschegg erklärt im Interview, wie er zum Produktmanager bei Roche Pharma wurde.

Wie kamen Sie als promovierter Biochemiker zu einem Job im Produktmanagement?

Nach meiner Promotion stellte sich die Frage, was ich beruflich machen möchte. In der Wissenschaft zu bleiben und Grundlagenforschung zu betreiben war für mich keine Option. Ich wollte gerne noch einmal etwas anderes machen. Daher konnte ich mir gut vorstellen, in der pharmazeutischen Industrie zu arbeiten. Ich habe mich auf den gängigen Jobportalen umgetan und eine Ausschreibung von Roche gefunden, mich beworben und den Job bekommen.

Auf welche Stelle haben Sie sich denn beworben? Sind Sie direkt als Produktmanager eingestiegen?

Ich habe zunächst ein dreijähriges Trainee-Programm im Marketing absolviert. Die Hälfte der Zeit verbringt man dort im Außendienst. Ich habe also direkt bei Ärzten und in Krankenhäusern Daten präsentiert und Verkaufsgespräche geführt. Es war gut, dass diese Zeit relativ lang war, denn der Bereich war für mich völlig neu und ich habe in den 18 Monaten viel gelernt. Die andere Hälfte der Zeit war ich dann im Innendienst in verschiedenen Abteilungen tätig und auch dort habe ich sehr viele und wichtige Erfahrungen gesammelt.

Ist das nicht ein ungewöhnlicher Weg?

Nein, auch wenn es von außen betrachtet ungewöhnlich scheinen mag. Im Produktmanagement von Roche arbeiten sehr viele Naturwissenschaftler. Es ist durchaus sinnvoll, sich fachlich auszukennen, um gutes Marketing für wissenschaftlich anspruchsvolle Produkte machen zu können.

Trotzdem: Vermissen Sie nicht die fachliche Tiefe - schließlich sind Sie jetzt ja "nur" im Marketing tätig?

Was heißt denn "nur" im Marketing? Das ist ein äußerst anspruchsvoller und faszinierender Job. Zudem lese ich stets die Studien zu den Pharmazeutika und bin daher wissenschaftlich immer auf einem aktuellen Stand.

Die Fachkenntnisse haben Sie aus dem Studium. Wie haben Sie sich die Marketing-Kenntnisse angeeignet?

Ich habe zwar während meiner Promotion eine Seminarserie über Unternehmensstrategien in der pharmazeutischen Industrie besucht, aber das hat mich nicht wirklich auf den Job vorbereitet. Die Marketing-Kenntnisse habe ich mir im Trainee-Programm und mit der Unterstützung meines Chefs und meiner Kollegen angeeignet.

Sie betreten morgens das Büro - und dann …?

Einen klassischen Alltag gibt es nicht, weil der Job sehr vielseitig ist. Es gibt Bürotage, an denen ich mich zum Beispiel mit Agenturen austausche, die die Werbematerialien für unsere Pharmazeutika erstellen. Ich bin auch maßgeblich an der Weiterentwicklung der Vermarktungsstrategie für "mein" Produkt verantwortlich. Weiterhin bin ich ständig in Kontakt mit verschiedenen Abteilungen von Roche, zum Beispiel mit unseren Außendienst-Mitarbeitern.

Und wenn Sie nicht gerade im Büro sind?

Ich bin für viele Aufgaben zuständig: Unter anderem führe ich Marktforschungsprojekte durch. Dabei wird zum Beispiel untersucht, wie Ärzte in der Praxis auf unsere Unterlagen reagieren, was sie besonders interessiert und wie sie das Potenzial unserer Produkte sehen. Diese Erkenntnisse fließen dann beispielsweise in die Marketingstrategie und neue Materialien ein. Ich koordiniere aber auch unternehmensinterne Tagungen, bei denen Außendienstler geschult werden; dabin ich auch persönlich vor Ort. Auch bei großen externen Kongressen, bei denen wir einen Messestand haben, bin ich an der Planung beteiligt und selbst mit dabei.

Was war Ihr größtes persönliches Erfolgserlebnis als Produktmanager?

Vor etwa einem Jahr gab es einen großen Kongress, bei dem ich den Großteil der Roche-Aktivitäten koordiniert habe. Nun hat Roche kurz vor dem Kongress ein Unternehmen übernommen, das ebenfalls dort präsent sein sollte. Wir wollten das neue Produkt und die neuen Kollegen natürlich perfekt integrieren, weswegen in kürzester Zeit Vieles umgeplant werden musste. Wir konnten schließlich einen gemeinsamen Messestand umsetzen und auch sonst hat alles geklappt. Darauf bin ich schon stolz.

Sehen Sie sich in fünf Jahren noch als Produktmanager? Oder können Sie sich auch eine andere Richtung vorstellen?

Ich möchte gerne bei Roche bleiben, denn ich fühle mich sehr wohl in dem Unternehmen. Aber in fünf Jahren werde ich vermutlich nicht mehr als Produktmanager arbeiten. Es gibt viele interne Weiterentwicklungsmöglichkeiten, zum Beispiel im Marketing, im Vertrieb oder im Market Access. Da ich mich immer gerne weiterentwickle und Neues kennenlerne, werde ich sicher einen interessanten nächsten Schritt machen können. Aber momentan macht mir mein Job sehr viel Freude.

Mehr zum Job als Produktmanager und anderen Marketing-Tätigkeiten erfährst auf der neuen Roche-Marketing-Seite.

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