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"Am meisten schätze ich die Vielseitigkeit"

Vielseitigkeit im Traineeprogramm bei Roche [Quelle: Unsplash.com, Scott Webb]

Quelle: Unsplash.com, Scott Webb

Maschinen konstruieren in Mannheim, Strategien planen in den USA, Daten analysieren in der Schweiz – als Trainee bei Roche steht Thomas Kec immer wieder vor neuen Herausforderungen. Welche die größte war, verrät er im Interview.

Herr Kec, wieso haben Sie als Ingenieur sich für den Berufseinstieg bei Roche entschieden?

Als Ingenieur hat man Roche nicht unbedingt als Arbeitgeber auf dem Schirm. Aber mir persönlich ist es wichtig, mit meiner Arbeit einen positiven Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Außerdem ist Roche ein großes internationales Unternehmen, das viele Entwicklungsmöglichkeiten bietet sowie die Möglichkeit, im Ausland zu arbeiten. Dazu kam das gute Gefühl, das ich während des Bewerbungsprozesses hatte – die Stimmung beim Assessment Center war super, die Mitarbeiter freundlich. Das hat sich bestätigt, nach anderthalb Jahren fühle ich mich nach wie vor sehr wohl bei Roche.

Welche Abteilungen haben Sie bisher kennengelernt?

Sehr viele! Im Start Up Programm durchläuft man ungefähr sechs Stationen, die jeweils drei bis vier Monate dauern. Ich habe im Sondermaschinenbau angefangen und eine Maschine für ein internationales Projekt in San Francisco konzipiert. Man muss wissen, dass wir in Mannheim auch Sondermaschinen für andere Roche-Standorte im Ausland konzipieren. Einige unserer Produktionsmaschinen können nicht einfach auf dem Mark gekauft werden. Das bedeutet, dass wir komplette Maschinen konzipieren oder einzelne Bestandteile, die in ein bestehendes System integriert werden müssen. Dies ist spannend, denn wir begleiten das Projekt von der Budgetierung bis zur Inbetriebnahme.

Anschließend war ich Teilprojektverantwortlicher für ein Pharma-Bauprojekt, bei dem ich mehrere Maschinen und die zugehörigen Lieferanten betreut und koordiniert habe. Für mein drittes Projekt bin ich in die Logistik gewechselt. Ich habe einen Order-Management-Prozess analysiert und Verbesserungsvorschläge gemacht. Das war sehr spannend für mich, weil es mich in eine völlig neue Welt geführt hat – Logistik ist ja eher ein Thema für BWLer. Danach war ich in Rotkreuz in der Schweiz und habe eine Produktionsdatenanalyse durchgeführt. Ich habe mir alle Daten einer kompletten Produktionslinie angesehen und überprüft, welche Muster man erkennt und welches Verbesserungspotenzial es gibt.

Wo haben Sie Ihre Auslandsstation verbracht?

In Branchburg in den USA, dort hat unsere Molekulardiagnostik einen Standort. Ich habe im "Strategic Program Office" an Strategieprojekten mitgearbeitet und Entscheidungsvorlagen entwickelt.

Welche Erfahrungen haben Sie in den USA gemacht?

Ich habe interkulturell viel dazu gelernt. Die Amerikaner sind offen und haben mich herzlich empfangen. Die Stimmung ist locker, man plaudert viel, aber unterschwellig schwingt eine starke Hierarchie mit – in Deutschland ist das nicht so der Fall. Außerdem ist der "American Dream" nach wie vor sehr präsent, die Menschen arbeiten hart, um Karriere zu machen. Die Arbeit ist ein zentraler Bestandteil des Lebens, zentraler als in Deutschland.

Die Projekte in meiner Auslandsstation waren sehr interessant, es ging um die Frage, wo man am nachhaltigsten und sinnvollsten investiert. Ich habe mir die Themen selbst erarbeitet, aber ich konnte innerhalb des Start Up Programms auch an einer Schulung "BWL für Naturwissenschaftler und Ingenieure" teilnehmen, die sehr wertvoll für mich war. Außerdem habe ich viel von den Kollegen aus Finance und Controlling gelernt, mit denen ich zusammengearbeitet habe.

Und was machen Sie aktuell?

Momentan bin ich wieder in Mannheim und arbeite in einem Lean-Six-Sigma-Projekt mit. Es geht darum, durch Prozessoptimierungen die Effizienz einer Anlage zu verbessern. Zu diesem Zweck führe ich gerade Interviews mit den Kollegen, die an der Produktionsanlage arbeiten, und erhebe Daten.

Sind Ihre Projekte auf eine Abteilung begrenzt oder arbeiten Sie auch abteilungs- oder standortübergreifend?

Ich habe immer wieder Schnittstellen zu anderen Abteilungen oder Standorten – je nach Projekt mehr oder weniger. Wir tauschen uns aus, man bekommt Informationen aus anderen Teams oder kooperiert für ein Teilprojekt. Als Trainee arbeitet man an vielen verschiedenen Standorten und Abteilungen, dadurch habe ich sehr viele Menschen kennengelernt und mir ein gutes Netzwerk aufgebaut. Natürlich gilt dies auch für andere Kollegen, die in den standortübergreifenden Projekten arbeiten.

Was schätzen Sie besonders am Start Up Programm?

Am meisten schätze ich die Vielseitigkeit. Es ist einfach eine tolle Chance, so schnell so viel vom Unternehmen kennenzulernen. Außerdem macht es mir Spaß, immer dazu zu lernen. Am Anfang eines Projekts steht man vor einem großen Berg und weiß nicht recht, wie man ihn erklimmen soll. Nach und nach erkennt man dann, wie man vorgehen muss – diese Herausforderung mag ich!

Ein weiterer großer Pluspunkt ist das Netzwerk – wir unternehmen in der Freizeit viel zusammen, gehen zu After-Work-Partys oder machen Ausflüge am Wochenende. Außerdem organisieren wir Veranstaltungen, bei denen hochrangige Roche-Kollegen Vorträge halten oder sogar der CEO Severin Schwan für eine Fragen-Antworten-Runde zur Verfügung steht.

Welches Projekt war bisher die größte Herausforderung?

Das ist schwer zu sagen – jedes Projekt für sich war bisher eine große Herausforderung. Aber wenn ich eines auswählen müsste, dann wäre es wohl das Datenanalyse-Projekt in der Schweiz. Diese Aufgabe war sehr vielschichtig. Ich musste herausfinden, wie ich an die Informationen komme, die ich für mein Projekt benötige. Dann musste ich die komplette Produktionsanlage verstehen, um mit den Daten arbeiten zu können. Gleichzeitig musste ich meine Statistik-Kenntnisse noch einmal vertiefen.

Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?

Meine Zeit als Trainee endet im Februar, daher reise ich im Januar noch mal durch Südamerika – von Argentinien bis nach Bolivien.

Als Trainee bei Roche ist man unbefristet fest angestellt, das heißt, ich werde auf jeden Fall im Unternehmen bleiben. Momentan bespreche ich mit meinem Mentor und meinen Vorgesetzten, in welcher Abteilung ich einsteigen werde. Big Data und Datenanalyse sind gerade ein großes Thema bei Roche, und in diese Richtung möchte ich auch gehen. Ich wünsche mir eine vielseitige Position, bei der ich auch Interaktion mit anderen Standorten habe und ins Ausland reisen kann. Die Chancen dafür stehen zurzeit sehr gut.

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