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Cool bleiben beim Stillstand

Zahnräder im Kopf [© Sergey Nivens - Fotolia]

© Sergey Nivens - Fotolia

Wenn eine Produktionsanlage bei Roche stillsteht, ist Nikolaj Schraufls kühler Kopf gefragt. Als Betriebsingenieur sorgt er dafür, dass das Problem schnell behoben wird. Im Interview erklärt er, warum dafür mehr als nur Maschinenbaukenntnisse nötig sind.

Was genau machen Sie als Betriebsingenieur?

Ich kümmere mich um die Produktionsanlagen und betreue die Technik im Werk in Mannheim. Das bedeutet, ich bin in erster Linie zuständig, dass die Maschinen einwandfrei funktionieren, ebenso aber für die Technikkosten, für die Planung und Durchführung von Wartungsarbeiten und für die Lifecycle-Dokumentation zu den Anlagen. Weiterhin arbeite ich in Projekten mit, die zum Beispiel eine Optimierung oder Modifizierung der Anlagen zum Ziel haben, etwa wenn wir neue Produkte herstellen möchten.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Job?

Meine Arbeit ist sehr abwechslungsreich, weil es ständig neue Aufgaben zu lösen gibt. Sehr gut gefällt mir dabei die Teamarbeit: Meine Aufgaben betreffen viele Abteilungen, somit habe ich immer Mitarbeiter aus verschiedensten Fachbereichen mit im Boot. Darüber hinaus tausche ich mich auch viel mit den anderen Betriebsingenieuren aus, vor allem um einheitliche Standards zu definieren.

Wie kamen Sie gerade auf Roche als Arbeitgeber?

Ich hatte schon etwas Berufserfahrung, als ich im Januar 2013 zu Roche gewechselt bin. Bei Roche hatte ich mich beworben, weil ich mich mit den Produkten und damit zusammenhängend den Werten der Firma gut identifizieren kann, also der Verbesserung von Gesundheit und Lebensqualität vieler Menschen. Zudem genießt Roche einen exzellenten Ruf als Arbeitgeber. Tatsächlich tut die Firma viel, damit die Mitarbeiter sich wohlfühlen und sich mit dem Unternehmen identifizieren.

Was wäre das zum Beispiel?

Es gibt da allerlei betriebsinterne Aktionen, vom eigenen Weihnachtsmarkt bis zum Public Viewing während der Fußball-WM. Sehr hervorheben möchte ich die regelmäßigen Inforunden der Geschäftsführung, die die Strategie des Unternehmens sehr transparent machen.

Können Sie Ihre verschiedenen Studieninhalte in Ihrem Job einsetzen?

Wegen meiner interdisziplinären Tätigkeit sogar sehr gut. Ich habe Projekt Engineering studiert, eine Mischung aus Maschinenbau, Elektrotechnik und BWL. Im Job verbinde ich genau diese Themen - Maschinenbau und Elektrotechnik wegen der technischen Komponente und BWL, wenn ich zum Beispiel Kosten bei einem Umbau der Anlagen kalkuliere.

Was ist die größte Herausforderung an Ihrer Arbeit?

Herausfordernd ist, dass ich oft unter Zeitdruck eine praktikable Lösung finden muss. Das kann zum Beispiel ein ungeplanter Stillstand der Anlage sein. Um den schnell wieder zu beheben, muss man erstens technisch fit sein, zweitens den ganzen Produktionsprozess genau verstehen und nicht zuletzt ein gutes internes Netzwerk an Ansprechpartnern aus den Abteilungen haben, um das Problem gemeinsam zu lösen. Vor allem sind aber in solchen Situationen ein ruhiges Gemüt und eine systematische Vorgehensweise wichtig.

Gibt es bei Roche weitere Einsatzbereiche für Ingenieure?

Außer der Aufgabe als Betriebsingenieur finde ich das Site Engineering sehr spannend. Diese Kollegen kümmern sich um die Beschaffung und Planung komplett neuer Produktionslinien. Auch interessant ist der Technische Vertrieb: Da kommt es vor allem darauf an, dem Kunden unsere Produkte, also die Diagnostikgeräte, genau erklären zu können.

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