Partner von:

Das Beste aus Theorie und Praxis

Labor Forschung Wissenschaft Biologie Chemie Medizin Pharmazie (© Eisenhans - Fotolia.com)

© Eisenhans - Fotolia.com

Weiter forschen, aber dennoch einen Einblick in ein Unternehmen bekommen - das kannst du im Postdoc-Fellowship-Programm. Die Postdocs arbeiten bei Roche mit einer sehr guten Ausstattung und können in der Forschung Dinge ausprobieren, die an der Uni nicht möglich sind.

Postdoc-Programme kennt man eigentlich von der Uni - wieso sollten Bewerber für ihren Postdoc zu Roche kommen?

Die Teilnehmer können bei uns ihrer Forschungsleidenschaft nachgehen. Bei Roche stehen ihnen immense Ressourcen zur Verfügung, sodass die Postdocs bei uns Dinge ausprobieren können, die an der Uni nicht möglich sind. Die Ausstattung ist bei Roche auf sehr hohem Niveau und wird ständig erneuert. Und hier liegt viel Expertenwissen, bei uns arbeiten Fachleute, die auf ihrem Gebiet führend sind. An diesem Erfahrungsschatz können die Postdocs teilhaben.

Ich habe erst vor einem Jahr bei Roche angefangen als HR Business Partner für die Pharmaforschung. Bei meinem Start fiel mir sofort die Umtriebigkeit und Leidenschaft bei Roche auf. Alle sind auf das nächste Experiment fokussiert und denken immer daran: "Vielleicht kommt da mal ein Medikament heraus, das Leben retten kann." Das ist kein Spruch für die Hochglanzbroschüre, sondern wirklich der Antrieb der Mitarbeiter.

Und was hat Roche von den Postdocs?

Mit dem Postdoc-Programm möchten wir Innovation fördern, talentierte neue Kollegen gewinnen und den wissenschaftlichen Austausch unterstützen. Sehr viele Innovationen kommen von den Universitäten, daher ist uns der Austausch mit den Hochschulen wichtig. Die Postdocs haben engen Kontakt zu ihrer Uni - so können wir unsere Innovationen auf breitere Füße stellen.

Wie läuft das Programm ab?

Das Programm ist auf zwei Jahre festgelegt. Die Dauer ist aber projektabhängig und kann im Zweifelsfall auf bis zu vier Jahre ausgeweitet werden. Die Postdocs haben ein eigenes Projekt, das sie zielgerichtet vorantreiben und dessen Richtung sie selbst mitbestimmen. Sie forschen in Onkologie, Translational Research, Large Molecule Research (Antikörper gegen chronische Erkrankungen, Infektionen, Krebs) und Stammzellenforschung. Ein Kollege erforscht zum Beispiel gerade das "Microtumor Environment", er findet also heraus, wie die Zellumgebung den Tumor beeinflusst.

Im Fellowship-Programm vernetzen sich die Postdocs weltweit: Sie treffen sich regelmäßig, nehmen an Symposien teil und stellen dort ihre Projekte vor. Dabei ist auch das Senior Management anwesend.

Zuerst forschen an der Uni - dann forschen bei Roche - müssen sich die Postdocs da umstellen?

Im Postdoc bei Roche wird schon zielorientierter vorgegangen als an der Uni, man forscht nicht nur um des Forschens willen. Irgendwann muss auch ein Resultat folgen. Ziel ist natürlich irgendwann mal ein Medikament, das dem Patienten hilft.

Bei Roche gibt es auch ein Programm für die Expertenlaufbahn, das Expert-Start-Up-Programm (ESU). Was unterscheidet ESU und Postdoc-Programm?

Das ESU verschafft uns gut ausgebildeten Forschernachwuchs, den wir mittel- bis langfristig auf eine übergreifende Projektleitung beziehungsweise eine erste Führungsaufgabe vorbereiten. Beim Postdoc-Fellowship-Programm steht die wissenschaftliche Innovation im Austausch mit der akademischen Forschung im Vordergrund.

Werden die Teilnehmer nach dem Programm von Roche übernommen?

Die Teilnehmer werden nicht automatisch übernommen, sie müssen sich genauso bewerben wie andere auch. Aber die Postdocs haben externen Bewerbern gegenüber natürlich einen Vorsprung, denn sie haben schon ein Netzwerk bei Roche und kennen sich im Unternehmen aus. Die eigentliche Zielsetzung des Programms ist aber nicht die sofortige Übernahme der Postdocs bei Roche. Primär geht es um die Innovation und den wissenschaftlichen Austausch. Wir wollen auch nach Abschluss der Projekte mit den Postdocs in Verbindung bleiben, wenn diese vielleicht schon wieder an der Hochschule oder bei anderen Partnerunternehmen sind.

Welche Möglichkeiten hat man danach?

Die Teilnehmer haben nach dem Postdoc-Fellowship-Programm drei Möglichkeiten: Entweder gehen sie zurück an die Uni, starten eine Expertenkarriere oder sie werden Laborleiter. Die Expertenlaufbahn ist eine gute Kombination aus Forschung und Karriere im Unternehmen als Fachexperte - man muss nicht zwingend in die Management-Hierarchie. Die besten Wissenschaftler müssen nicht die besten Führungspersonen sein. Uns war es wichtig, auch den Forschungszweig zu stärken und seine Bedeutung zu demonstrieren. Eine gesunde Mischung macht es aus, wir wollen Zeichen setzen, dass beides - Management und Experten - gleich wichtig ist.

Was muss ein Bewerber für das Postdoc-Fellowship-Programm mitbringen?

Topleistungen in Studium und Promotion, idealerweise auch schon erste Publikationen in relevanten Journalen oder Zeitschriften zu den entsprechenden Themen. Und man sollte natürlich Expertise aus dem gewünschten Fachgebiet mitbringen, die man dann bei Roche einbringen kann. Außerdem ist es wichtig, dass Bewerber gut im Team arbeiten können, denn ganz allein lässt sich in der Forschungsgemeinschaft bei Roche wenig bewegen.

nach oben
Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.

Das könnte dich auch interessieren