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Erst in die Inhouse-Beratung - dann auf eine Führungsposition

Was ist der Unterschied zwischen dem Bosch Inhouse Consulting und externen Beratungen? Welche Projekte bearbeiten die Berater dort? Tomislav Poropatic und Julius Petri berichten von ihrer Arbeit und erklären, warum die Tätigkeit als Inhouse-Berater ein guter Karrierebaustein ist.

Wie sieht der Alltag eines Inhouse-Beraters aus?

Poropatic: Wir bearbeiten Projekte in den vier Geschäftsfeldern von Bosch: Kraftfahrzeugtechnik, Industrietechnik, Gebrauchsgüter, Energie- und Gebäudetechnik. Wie auch externe Berater sind wir von Montag bis Donnerstag bei unseren Kunden vor Ort, also bei Bosch-Kollegen in Deutschland oder manchmal auch im Ausland. Am Freitag arbeiten wir im Büro in Stuttgart, tauschen uns dort mit Kollegen aus und stimmen uns über die Teilprojekte übergreifend ab.

Petri: Freitags bilden wir uns auch weiter: Wir hören Vorträge von externen Experten oder von Bosch-Führungskräften. Außerdem stellen Kollegen aus dem Inhouse Consulting neue Tools und Methoden vor, die wir bei unserer Arbeit nutzen können.

Worin besteht der Unterschied zur Arbeit in einer externen Beratung?

Petri: Unsere Kunden sind gleichzeitig unsere Kollegen.

Poropatic: Als interne Berater haben wir ein gutes Netzwerk bei Bosch und können schnell ins Projekt starten, da wir das Unternehmen und seine Produkte gut kennen. Aber wir müssen uns natürlich trotzdem mit den externen Beratungen messen lassen – die Projekte werden normalerweise regulär ausgeschrieben. Was unsere Arbeitsweise und Methodik angeht, gibt es keine großen Unterschiede.

Können Sie eines Ihrer Projekte genauer beschreiben?

Poropatic: Wir bieten verschiedene Arten von Projekten an, vor allem zu den Themen Optimierung, Strategie- und Wachstum sowie Effizienzsteigerung der Aufbau- und Ablauforganisation (Prozesse). Je nachdem variiert natürlich unser Ansatz. Wenn zum Beispiel ein Geschäftsbereich die Profitabilität erhöhen möchte, identifizieren wir Maßnahmen, um ihn hierbei nachhaltig zu unterstützen. Wir überlegen uns, wie wir Prozesse effektiver und effizienter aufstellen und das Geschäftsmodell optimieren können, zum Beispiel wer die Zielkunden, Zielprodukte und Zielmärkte sind.

Wie gehen Sie dabei vor?

Poropatic: Wir machen eine Ist-Analyse, bei der wir uns die verschiedenen Business Units und Standorte ansehen und identifizieren Optimierungsmöglichkeiten. Dann stellen wir einen Plan auf: Welche Maßnahmen muss man ergreifen, um beispielsweise die Ziel-Rentabilität zu erreichen? Was bedeutet das für die einzelnen Business Units und was für den gesamten Bereich? Wie viel Effizienzsteigerung müsste welche Funktion beitragen? Gibt es Prozesse, die man verschlanken kann?

Petri: Die Kosten- und Strukturanalysen machen wir in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden. Wir erfragen die Hintergründe und binden den Kunden stark mit ein.

Poropatic: Es geht dabei um Bereiche mit einem Umsatz von mehreren Milliarden Euro sowie mehreren 10.000 Mitarbeitern weltweit. Solche Projekte dauern sechs Monate und länger. Es gibt aber auch kleinere Projekte, bei denen wir uns beispielsweise nur ein einzelnes Werk oder eine Business Unit ansehen und dafür maßgeschneiderte Lösungen und Strategien ableiten.

Welche Weiterentwicklungsmöglichkeiten haben Sie bei Bosch?

Poropatic: Das Inhouse Consulting ist ein idealer Karrierebaustein und ein guter Ausgangspunkt für verantwortungsvolle Folgepositionen. Wir arbeiten viel für das Management und bekommen dadurch viel Aufmerksamkeit. Das gilt für die Trainees, aber auch für die erfahreneren Kollegen, die später eine Führungsposition im Bosch-Konzern einnehmen. Durchschnittlich arbeitet man drei bis fünf Jahre im Inhouse Consulting.

Kann man bei Ihnen auch Praktika absolvieren?

Poropatic: Wir sind immer offen für Praktikanten. Die Bewerber sollten sich am besten schon in einer fortgeschrittenen Phase ihres Bachelor- oder Master-Studiums befinden. Prima ist natürlich, wenn sie schon Praktikumserfahrung in der Industrie oder in der Beratung gesammelt haben. Wenn es sich einrichten lässt, arbeiten die Praktikanten bei uns direkt an Projekten.

Petri: Die Praktikanten können aus verschiedenen Studienrichtungen kommen, zum Beispiel Ingenieurwesen, Wirtschaftswissenschaften oder Naturwissenschaften.

Was muss man mitbringen, um im Inhouse Consulting von Bosch anzufangen?

Poropatic: Analytisches Denken, eine strukturierte Arbeitsweise, Teamfähigkeit, Kommunikationsstärke und die Bereitschaft, über den eigenen Horizont zu blicken. Bereitschaft zum Austausch über die einzelnen Teilprojekte - Markt & Strategie, R&D, Fertigung, Einkauf etc. - ist auf unseren Projekten essenziell.

Kann man nach dem Studium bei Ihnen einsteigen?

Poropatic: Teilnehmer des Junior Managers Programs können eine Station im Inhouse Consulting absolvieren und gegebenenfalls danach bei uns einsteigen. Außerdem kann man als Bosch-Mitarbeiter oder als Externer mit Berufserfahrung zu uns kommen. Ein Direkteinstieg direkt nach dem Studium ist bei uns allerdings nicht möglich.

Wie sind Sie selbst zu Bosch gekommen?

Poropatic: Ich interessiere mich sehr für andere Kulturen und habe bei einem Automobilhersteller und bei Bosch Praktika in China und in den USA gemacht. Für mich war es wichtig, dass mir mein künftiger Arbeitgeber auch internationale Perspektiven bieten kann. Ich kenne wenige Unternehmen, die so international ausgerichtet sind wie Bosch. Außerdem finde ich die starke Produkt-Vielfalt bei Bosch faszinierend - von Automotive über Verpackungstechnik bis zu Power Tools ist alles dabei. Das Junior Managers Program war für mich ein idealer Einstieg, um mir ein großes Netzwerk aufzubauen und verschiedene Funktionen im In- und Ausland kennenzulernen. Auf dieses Netzwerk kann ich auch jetzt noch als Berater zurückgreifen. Die letzte Station meines Trainee-Programms war im Inhouse Consulting, wo ich anschließend auch eingestiegen bin.

Petri: Ich war in Portugal für ein Bosch-Praktikum und habe mich schon als Praktikant voll eingebunden gefühlt, was mir sehr gut gefallen hat. Nach dem Studium wollte ich dann entweder in eine Unternehmensberatung gehen oder das Trainee-Programm von Bosch absolvieren. Da war es eine gute Entscheidung, im Trainee-Programm direkt Beraterluft zu schnuppern. Letztendlich waren für mich die Vielseitigkeit bei Bosch und die freundliche Atmosphäre ausschlaggebend.

Die Beratungsfelder des Inhouse Consultings von Bosch:

  • Business Strategy (Markt und Wettbewerb, Strategie, Vertrieb, administrative Bereiche)
  • Technology und Products (Recherche und Entwicklung, Engineering-Prozesse, Effizienz der Entwicklungsorganisation, Fokus auf Produkte)
  • Supply Chain and Operations (Produktion, Produktionsprozesse optimieren, Produktionsnetzwerke, Einkauf, Logistik)

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