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Als Bachelor-Absolventin Logistik-Standards entwickeln

Bosch PreMaster Program, Container [Quelle: freeimages, Autor: johnnyberg]

Quelle: freeimages, johnnyberg

Stefanie Roßbach nimmt teil am 'PreMaster Programm' von Bosch. Dort lernt sie die Logistik-Abteilungen kennen und bekommt Unterstützung von ihrem Mentor, dem Logistik-Abteilungsleiter. Gerade entwickelt sie einen Logistik-Standard, der für den ganzen Geschäftsbereich gelten wird.

Nach dem Bachelor direkt ins Berufsleben - war das eine gute Entscheidung?

Im PreMaster Programm lassen sich Berufseinstieg und anschließender Master prima verbinden. Im Bachelor hat man nicht mehr die Zeit, sich zu spezialisieren wie noch früher in Diplom-Studiengängen. Ich wusste deswegen schon nach dem Bachelor, dass ich einen Master machen will, war aber nicht sicher, welche Spezialisierung ich wählen sollte. Meine bisherigen Tendenzen wollte ich mir durch die Arbeit bestätigen lassen. Außerdem wollte ich nach fünf Jahren Studium einen Praxisschock vermeiden und schon einmal zwischen Bachelor und Master die Arbeitswelt kennenlernen. Denn während des Bachelors hatte ich keine Zeit, Praktika zu machen. Im PreMaster Programm kann ich verschiedene Abteilungen von Bosch kennenlernen und herausfinden, welche am besten zu mir passt.

Und wieso hast du dich gerade für Bosch entschieden?

Ich hatte vorher ein Praktikum in der Logistik gemacht. In der metallverarbeitenden Industrie fühle ich mich zu Hause, ich möchte etwas produzieren, das man anfassen kann - so wie jetzt, wo ich in der Logistik für Scheibenwischer-Motoren arbeite. Das Programm von Bosch hat mir am besten gefallen, es richtet sich genau an Bachelor, die Praxiserfahrung sammeln möchten, es wird angemessen bezahlt, und ich werde gut betreut. Diese Art von Programm, extra für Bachelor entwickelt, habe ich sonst bei keinem anderen Unternehmen gefunden. Außerdem wollte ich nicht mehr als Praktikantin arbeiten, da fühlt man sich mit einem akademischen Abschluss nicht wertgeschätzt.

Wie haben deine Kollegen dich als Bachelor-Absolventin aufgenommen?

Die Kollegen schauen gar nicht so sehr auf den Abschluss. Aber was ihnen auffällt: Dass ich doch noch recht jung bin. Deswegen werde ich auch noch manchmal für eine Praktikantin gehalten. Aber durch meine Arbeit kann ich ja den Eindruck mitbestimmen, den man von mir bekommt.

Kennst du auch die anderen Teilnehmer des PreMaster Programms?

Das Netzwerk der Teilnehmer des PreMaster Programms ist sehr gut, wir tauschen uns viel aus, zum Beispiel bei Stammtischen. Wir unternehmen viel miteinander, gehen zusammen weg oder bereiten Projekte vor wie das deutschlandweite PreMaster-Treffen einmal im Quartal.

Gab es Überraschungen bei deinem Einstieg ins PreMaster Programm?

Es hat mich überrascht, wie viel Verantwortung ich nach kurzer Zeit übernommen habe. Nach zwei Wochen Einarbeitung war ich für die direkte Belieferung an Kunden zuständig. In der Automobilzuliefer-Industrie ist die Liefertreue sehr wichtig und die Ausrichtung der eigenen Produktion am Kundentakt. Ich habe die ganze Wertschöpfungskette begleitet: Ich habe die Rohstoffe beschafft und disponiert, einen Plan für die Fertigung erstellt (wann wie viel Stück von welchem Enderzeugnis hergestellt werden müssen) und die Versandtermine bestimmt.

Welche Stationen hast du bisher durchlaufen?

Zu Beginn des Programms war ich für acht Monate in meiner Ankerabteilung "Customer Logistics and Planning". Dort habe ich meinen fachlichen Schwerpunkt. Jetzt bin ich in der "Leitwerkslogistik", die unter anderem Logistik-Standards für die Bosch-Werke unseres Geschäftsbereichs weltweit definiert und vorantreibt. Wir helfen, Standards zu implementieren und kommunizieren sehr viel mit den anderen Werken. Ich definiere gerade einen Standard, der Liefer- und Fakturawege im Angebotsprozess bestimmt.

Was ist deine Aufgabe in dem Projekt?

Ich entwickle eine Vertriebsprojektmatrix, die den Vertrieblern unsere Vorzugsprozesse als Richtlinie anzeigt und die genehmigungspflichtigen Wege als Alternative. Als Beispiel der Lieferweg: Natürlich bevorzugen wir die für uns günstigste Möglichkeit. Doch manchmal kommt es vor, dass ein Kunde nicht direkt beliefert werden kann, weil er zu weit weg ist oder weil man gerne einen großen Pufferbestand in der Nähe hat oder aus anderen Gründen. Dann nutzen wir ein Dienstleistungslager als Zwischenstufe im Lieferprozess. Dabei stellen sich wiederum viele Fragen: Können wir ein bereits bestehendes Lager nutzen? Lohnt es sich, ein Neues zu bauen? Können wir einen externen Dienstleister anmieten? Das Thema ist wirklich komplex und erfordert viel Abstimmung mit den involvierten Abteilungen. Ich als Bosch-Neuling entwickle einen Standard, der für den ganzen Geschäftsbereich gilt - das ist schon toll.

Wie hilft dir dein Mentor?

Wenn ich Hilfe brauche, gehe ich zu meinem Mentor, Ralf Urbach. Wir treffen uns einmal im Monat und besprechen meine Potenziale und meine Auslastung. Dabei geht es um fachliche Dinge, aber auch um persönliche, zum Beispiel, ob ich mich in meiner Abteilung wohlfühle. Und wir tauschen uns zu aktuellen Projekten aus: Woran arbeite ich gerade, wo liegen die Probleme, wo komme ich nicht weiter. Bei meinem Mentor kann ich sehr offen sein. Wenn ich eine Aufgabe kritisiere oder nach deren Sinn frage, nimmt er sich die Zeit, es mir zu erklären, obwohl er der Abteilungsleiter der gesamten Logistik ist und viel zu tun hat.

Welche Pläne hast du für die Zeit nach der Unternehmensphase und nach dem Programm?

Meine Unternehmensphase endet im September 2011. Anschließend werde ich einen Master in Magdeburg machen, bei dem ich Logistik als BWL-Vertiefungsrichtung wählen kann. Fachlich wird dort genau das angeboten, was ich will. Auch bei der Entscheidung für meinen Master hat mich Bosch unterstützt: In der Personalabteilung habe ich mich erkundigt, welche Abschlüsse wie anerkannt sind und ob es einen Unterschied macht, ob der Master drei- oder viersemestrig ist.

Wirst du bei Bosch weiterarbeiten?

Ich kann weiterhin als Praktikantin oder Werkstudentin bei Bosch arbeiten oder auch meine Masterarbeit im Unternehmen schreiben. Der Kontakt zu meinem Mentor wird die ganze Zeit weiter bestehen, wir werden mindestens einmal im Semester Rücksprache halten. Vor dem Ende des Masters ist ein Perspektivengespräch mit der Personalabteilung angesetzt. Ich möchte gern bei Bosch bleiben, das ist eine tolle Firma. Das Arbeitsklima gefällt mir hier sehr gut.

Neugierig geworden? Hier kannst du dichfür das PreMaster Programm bewerben (einfach nach "Robert Bosch GmbH" filtern).

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