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Offene Türen für Bachelor-Einsteiger

PreMaster Programm Bosch Mentor (Autor: Robert Kneschke, Quelle: Fotolia.com)

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Dr. Ralf Urbach ist Mentor von Stefanie Roßbach im PreMaster Programm. Im Interview erklärt der Abteilungsleiter für Logistik, warum er sich als Mentor zur Verfügung gestellt hat. Und ob er Unterschiede zwischen Bachelor- und Master-Absolventen beim Berufseinstieg sieht.

Wieso sind Sie Mentor im PreMaster Programm geworden?

Unsere Personalabteilung hat mir das Angebot gemacht, einen Kandidaten in unseren Logistik-Bereich aufzunehmen. Das ist aus meiner Sicht sowohl für den Mentee (erhält Einblick in Tagesgeschäft und Projektarbeit eines internationalen Unternehmens) als auch für uns als Firma (Einsatz von wissenschaftlich gut ausgebildeten Nachwuchskräften) hochinteressant.

Und wie kam Stefanie Roßbach zu Ihnen ins Team?

Ich hatte von meinem Kollegen aus der Fertigung einen Hinweis bekommen, dass sich meine spätere Mentee Stefanie Roßbach bei ihm beworben hatte. Da Frau Roßbach ihren Schwerpunkt eher bei der Logistik hatte, hat mein Kollege mir empfohlen, Frau Roßbach doch zum Vorstellungsgespräch einzuladen. Das hat sehr gut gepasst, und so ist Frau Roßbach bei uns ins PreMaster Programm eingestiegen.

Wie oft tauschen Sie sich mit Frau Roßbach aus?

Wir haben einen monatlichen Termin, der fix im Kalender eingetragen ist. Darüber hinaus kommt es aber auch vor, dass wir uns ad-hoc zu wichtigen Themen aus ihrem Aufgabengebiet treffen. Meine Tür ist immer offen - jeder kann mich direkt anrufen oder zu mir kommen. Das gilt für Frau Roßbach und für alle Mitarbeiter.

Welche Tipps geben Sie den Mentees?

Fachliche oder persönliche, zum Beispiel zum Einsatz bestimmter Vorgehensweisen oder Tools, aber auch zur Art des Auftretens, zur Argumentation. Außerdem lasse ich mir von Frau Roßbach ihr Tagesgeschäft erklären. Dies kann anhand von Unterlagen aus dem Tagesgeschäft geschehen, die ich mir erklären lasse und zu denen ich Tipps gebe. Dabei achte ich besonders auf Plausibilität und darauf, ob ein Sachverhalt detailliert genug erläutert ist. Ich möchte für meine Mentee Sparringspartner sein.

Welche Fragen stellen Ihnen die Teilnehmer des PreMaster Programms am häufigsten?

Mit Frau Roßbach habe ich am meisten darüber gesprochen, wie es nach der aktuellen Station bei ihr weitergeht. Und darüber, welche Weiterentwicklungsmöglichkeiten es durch Seminare oder "training-on-the job" bei Bosch gibt. Frau Roßbach lernt jetzt zum Beispiel unser Bosch Production System (BPS) kennen. Dabei lernt sie viel zu Fertigung im Kundentakt, Pull-Nivellierung und "Just-in-time"-Produktion.

Wie können Sie Frau Roßbach am besten helfen und sie im Programm unterstützen?

Indem ich klare Erwartungen äußere, Ziele mit ihr vereinbare und wir diese auch festschreiben. Es gab ein Zielvereinbarungsgespräch mit meiner Mentee, dem Gruppenleiter und mir. Dabei haben wir Ziele festgelegt und den Zeitraum, in dem Frau Roßbach sie erreichen soll. Am Ende gibt es ein Mitarbeiter-Beurteilungsgespräch. Außerdem hat Frau Roßbach zu Beginn einen zweiwöchigen Kurzdurchlauf durch alle Logistik-Abteilungen bekommen, so dass sie einen Überblick über die Aufgaben erhalten und die Ansprechpartner kennengelernt hat.
 
Ich versuche auch, meiner Mentee die Gelegenheit zu geben, sich und ihre Arbeit vor einem größeren Kreis vorzustellen. Es ist wichtig, dass sie ihr Projekt auch vor einer Gruppe gestandener Führungskräfte vorstellen kann und für ihre Standpunkte kämpft. So wird Frau Roßbach Mitte August ein wesentliches Ergebnis ihrer Projektarbeit dem Werkleiter des Werkes in Bühl und allen Logistik-Führungskräften vorstellen. Außerdem gebe ich ihr in den monatlichen Gesprächen Feedback zu ihrer Arbeit.

Was finden Sie am besten am PreMaster Programm?

Für Bosch ist es gut, Kandidaten, die später zum Führungsnachwuchs werden könnten, frühzeitig zu identifizieren und an das Unternehmen zu binden. Außerdem ist der Zeitraum von einem Jahr interessant für beide Seiten. Es bleibt genug Zeit für Einarbeitung und Coaching, sodass die Abteilung und auch der Teilnehmer selbst viel von der Arbeit haben. Für den Mentee ist das Programm eine gute Gelegenheit, tief einzutauchen ins Tagesgeschäft oder in die Projektarbeit. Themen werden nicht nur angekratzt, sondern der Mentee bekommt die Gelegenheit, Gebiete wirklich zu beherrschen und umfassend Know-how aufzubauen.

Was fällt Ihnen an den Bachelor-Absolventen auf?

Ich sehe da keinen Unterschied zu Master- oder Diplom-Absolventen. Es hängt immer von der Person ab, wie selbstständig sie arbeitet und wie engagiert sie ist. Der Abschluss spielt für mich da keine Rolle.

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