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Praxiserfahrung sammeln und danach den Master absolvieren

PreMaster Programm Bosch Einstieg (Autor: Robert Kneschke, Quelle: Fotolia.com)

© Robert Kneschke - Fotolia.com

Mit dem PreMaster Programm von Bosch kannst du nach dem Bachelor bis zu einem Jahr Berufserfahrung sammeln und danach den Master dranhängen. Elvira Perleß erklärt, warum sie das Programm einem Praktikum vorgezogen hat und wie es ihr beim Berufseinstieg geholfen hat.

Warum haben Sie das PreMaster Programm gewählt?

Nach meinem Bachelor-Abschluss habe ich mich gefragt, wie es weitergehen soll – will ich direkt ins Berufsleben einsteigen oder noch einen Master machen? Das PreMaster Programm von Bosch war da ein guter Kompromiss für mich. Denn beim Direkteinstieg habe ich den Nachteil gesehen, dass ich keine Pause mehr nehmen würde, um den Master zu machen. Direkt im Master weiterstudieren wollte ich nach drei Jahren Bachelor auch nicht - ich wollte mal raus aus der Uni. Mit dem PreMaster Programm konnte ich Berufserfahrung sammeln für ein Jahr, dann aber auch noch den Master dranhängen, das ist ganz klar strukturiert.

Wie sind Sie auf das Programm aufmerksam geworden?

Ein Jahr vor Ende meines Bachelor-Studiums habe ich mich bei Bosch mal umgesehen, welche Möglichkeiten es gibt. Dabei ist mir das PreMaster Programm aufgefallen. Ein halbes Jahr vor Studienende habe ich dann eine Ausschreibung in der Abteilung "Applikation für Klopf- und Ladedruckregelungen" gefunden und mich auf die Stelle beworben.

Wie haben Sie sich für das PreMaster Programm beworben?

Ich habe mich zunächst mit der Personalabteilung zusammengesetzt und besprochen, wie meine Chancen stehen. Anschließend hatte ich noch ein Bewerbungsgespräch mit der Fachabteilung.

Welche Aufgaben hatten Sie in der Praxisphase?

Ich habe verschiedene Teilprojekte übernommen und meine Kollegen unterstützt, wo Arbeit anfiel oder auch Urlaubsvertretungen übernommen. Das war gut für mich, denn so konnte ich verschiedene Einblicke gewinnen. Ich habe zum Beispiel Messungen für die Klopfregelung am Motorprüfstand gemacht. Dabei habe ich den Motor in verschiedenen Punkten betrieben und überprüft, wie er sich verhält. Ziel war, dass wenige Klopfereignisse auftreten. Falls es doch dazu kommt, muss man Parameter verändern, damit der optimale Betrieb gewährleistet ist. Außerdem habe ich das Verhalten auch noch dynamisch im Fahrzeug überprüft, bei Beschleunigung zum Beispiel, und die Parameter noch weiter angepasst. Und schließlich muss man die erhobenen Daten auch noch bei extremen Bedingungen testen – zu diesem Zweck war ich auf Sommererprobung in Spanien. Außerdem habe ich mich um die Auswertung und die Dokumentation der ganzen Ergebnisse gekümmert.

Waren Sie immer in der gleichen Abteilung?

Nein, denn im PreMaster Programm hat man die Möglichkeit, mehrere Bereiche kennenzulernen. Ich habe zehn Monate in meiner "Ankerabteilung" gearbeitet und dann noch einen Monat in der Projektapplikation, wo der Kundenkontakt deutlich enger ist. Außerdem war ich zwei Wochen bei der Software-Entwicklung.

Was ist der Unterschied zwischen dem Programm und einem Praktikum?

Ich fand es positiv, dass ich so fest in die Abteilung integriert war. Bei Praktika ist es oft so, dass man Sonderprojekte übernimmt und ein wenig außen vor ist, was den normalen Alltag in der Abteilung angeht. Als Teilnehmerin des PreMaster Programms habe ich die gleichen Aufgaben übernommen wie die Festangestellten. Außerdem ist die Bezahlung im PreMaster Programm besser als im Praktikum, und es wird wertgeschätzt, dass man schon einen Bachelor-Abschluss hat.

Wie war die Zusammenarbeit mit Ihrem Mentor?

Die Zusammenarbeit war super, mein Mentor hat mir alle Fragen beantwortet. Aber das galt auch für alle meine anderen Kollegen, ich konnte immer mit Fragen zu ihnen kommen.

Was hat Ihnen am besten an Ihrer Arbeit in der Praxisphase gefallen?

Mir hat das komplette Arbeitsumfeld gut gefallen, weil ich immer direkten Kontakt zum Motor und zum Fahrzeug hatte. Wenn man einen Parameter verändert, hat das sofort Auswirkungen auf das Ergebnis – das ist wirklich ein abwechslungsreicher Job.

Wie haben Sie während des Studiums Kontakt zu Bosch gehalten?

Der Kontakt war eher lose, ich habe ab und an E-Mails mit meinen ehemaligen Kollegen ausgetauscht und war bei der Weihnachtsfeier und dem Gruppenausflug. Ich habe mich mit meinem Team sehr gut verstanden und mich immer gefreut, wenn wir uns während meines Masters wiedergetroffen haben. Als bei mir die Master-Arbeit näher rückte, wurde der Kontakt wieder enger, weil ich über mein Team eine Abteilung für meine Masterarbeit gefunden habe. Ich wollte dafür ins Ausland gehen und kam dann zu Bosch in die Nähe von Detroit. Dort habe ich in der Systementwicklungsabteilung ein Projekt zur Entwicklung eines neuen Benzinmotors unterstützt. Ich habe mich mit der Ladedruckregelung für diesen Motor beschäftigt, habe Simulationsmodelle erstellt und verschiedene Sachen theoretisch am Computer ausprobiert.

Und das PreMaster Programm hat Ihnen auch beim Berufseinstieg geholfen?

Ja -  ich arbeite wieder genau in dem Team, in dem ich auch schon mein PreMaster Programm absolviert habe. Ich hatte Glück, denn es war schon zum Ende meiner Praxisphase klar, dass ein Kollege in Rente geht, wenn ich mit dem Master fertig bin. Ich bin mir mit meinem Chef schnell einig geworden über meinen Einstieg. Aber auch wenn im Umfeld keine Stelle frei gewesen wäre, hätte ich sicher etwas gefunden, weil mein Gruppenleiter von meiner Leistung überzeugt war und mich weiterempfohlen hätte. Durch das PreMaster Programm lernt man viele Leute kennen und die Kollegen wissen zu schätzen, was man geleistet hat. Andererseits ist man auch nicht verpflichtet, nach dem Programm einzusteigen - man kann völlig frei entscheiden.

Sind Sie froh, dass Sie den Master noch gemacht haben?

Ja, mir persönlich hat der Master viel gebracht. Ich fühle mich jetzt deutlich besser auf das Berufsleben vorbereitet und habe fachlich noch einiges dazugelernt. Aber ich hätte in meine Abteilung auch ohne Master-Abschluss einsteigen können.

Aktuelle PreMaster-Stellenausschreibungen findest du in der Jobbörse.

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