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Einmal Chef-Laufbahn, bitte

Bosch Junior Manager Program (Autor: Kzenon, Quelle: Fotolia.com)

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Du kannst dir vorstellen, später Führungskraft zu werden, vorher willst du aber ein internationales Unternehmen gut kennenlernen? Genau darauf ist das Junior Managers Program von Bosch zugeschnitten. Auslandsstation inklusive. Teilnehmer aus den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Fertigung berichten.

Das Junior Managers Program von Bosch ist ein Programm, um Nachwuchskräfte nach einem individuellen Plan ins Unternehmen einzuführen, sie fachlich vorzubereiten und sie für eine Führungslaufbahn zu rüsten. Du kannst dich dabei zwischen acht Schwerpunkten entscheiden:

Die Vorteile des Junior Managers Program von Bosch

  • Ziel: Vorbereitung auf Führungsaufgaben
  • Inhalte individuell auf den Teilnehmer zugeschnitten
  • Dauer: bis zu 24 Monate
  • vier bis fünf Stationen im In- und Ausland
  • ein persönlicher Mentor berät den Teilnehmer
  • eigenes Budget für Seminare

  Forschung und Entwicklung

Warum haben Sie sich für das Junior Managers Program entschieden?

Während meiner Doktorarbeit habe ich gelernt, über drei Jahre ein Thema eigenständig wissenschaftlich zu bearbeiten. Jetzt lerne ich genau das Gegenteil – breites Wissen aufzubauen bei einem schnellen Wechsel von Aufgaben, Ansprechpartnern, Standorten und Rahmenbedingungen.

Wie bereitet das Programm auf Führungsaufgaben vor?

Zum einen übernehme ich fachlich die Verantwortung für meine eigenen Projekte – ich bin für Ausgestaltung der Inhalte, Erreichung der Meilensteine etc. verantwortlich. Gleichzeitig beschäftige ich mich in speziellen Seminaren mit dem Thema Führung. Natürlich profitiere ich auch davon, dass ich in meinen Stationen viele verschiedene Führungspersönlichkeiten erlebe – ich lerne von den unterschiedlichen Führungsstilen. Für mich wichtig sind auch die Rücksprachen mit meinem Mentor. Immer wieder muss ich mich dadurch mit dem Thema "Was will ich und warum?" beschäftigen.

In welchen Projekten haben Sie schon gearbeitet?

Im ersten Jahr habe ich mich hauptsächlich mit Anforderungsmanagement befasst. Dazu habe ich in meiner ersten Station ein Lastenheft erstellt. Konkret bedeutet dies, all die technischen und nicht-technischen Anforderungen, die es an ein System gibt, zu sammeln, mit den Kollegen zu diskutieren und zu dokumentieren.
 
Zusätzlich gibt es immer wieder Sonderaufgaben wie die Organisation eines Abteilungs-Workshops oder auch Veranstaltungen, die wir Teilnehmer des Junior Managers Program für uns organisieren. Solche Aufgaben übernehme ich gerne, weil ich damit gut über meinen Tellerrand schauen kann und Bosch-weit wichtige Kontakte knüpfe.

Was ist das Besondere an Ihrem Fachbereich Forschung und Entwicklung?

Der rote Faden in meinem Programm sind Batterien für Elektrofahrzeuge. Das Besondere dabei ist für mich das Umfeld, in dem wir uns bewegen – ein neues und gleichzeitig immens wichtiges Feld für Automobilhersteller und -zulieferer. Für uns Entwickler gibt es viel zu tun. Viele bisherige Prinzipien wie zum Beispiel das Temperaturmanagement müssen wir in Frage stellen und neue Konzepte dafür entwickeln. Gleichzeitig ist das Thema in den Medien sehr präsent und wir stehen in Deutschland unter Druck, unsere gute Position auf dem Automobilweltmarkt zu halten.
 
An der Entwicklung faszinieren mich die Zusammenhänge – ich staune immer wieder, dass all diese hochkomplexen Wirkungszusammenhänge und Funktionen dazu führen, dass ich nachher ein Serienprodukt in der Hand halten kann. Wer mal darüber nachgedacht hat, wie viel Festkörperphysik zum Beispiel in einer Lambdasonde oder einem Drehratensensor steckt, der wird mir sicherlich zustimmen.

Wo planen Sie Ihre Auslandsstation?

Ab Juli werde ich für fünf Monate im Vertrieb von Batterien bei UAES arbeiten, einem Joint Venture zwischen Bosch und einem chinesischen Automobilzulieferer. Ich freue mich auf diese Zeit. Für mich als Entwicklerin bietet das die Möglichkeit, in ein bisher unbekanntes Feld, den Vertrieb, einzusteigen und auch hier die Mechanismen zu verstehen. Ein besonderes Highlight für mich ist dabei, dass ich in einen Markt einsteige, den ich hier von Deutschland aus kaum beurteilen kann. Ich bin neugierig sowohl auf die chinesische Kultur als auch auf die dort bereits existierenden Produkte. Für mich schließt sich damit der Kreis – von der Systementwicklung über die Fertigung bis zum Verkauf habe ich dann alle relevanten Stationen absolviert.

  Fertigung

Warum haben Sie sich für das Junior Managers Program entschieden?

Weil es mir schon immer Freude bereitet hat, Überblick über verschiedene Themen zu erhalten und die Schnittstellen zu anderen Querschnittsbereichen kennenzulernen. Darüber hinaus kann man im Junior Managers Program eine Station im Ausland absolvieren und so national und international ein Netzwerk knüpfen.

Wie werden Sie auf künftige Führungsaufgaben vorbereitet?

Je nach Station kann man früh Verantwortung übernehmen, indem man zum Beispiel ein Projekt leitet. Zusätzlich gibt es ein reichhaltiges Schulungsangebot, das unter anderem auch Rollenspiele in Seminaren beinhaltet.

Welche Projekte haben Sie schon übernommen?

Ich habe bei der Verlagerung einer Linie ins Ausland mitgearbeitet und den Linienaufbau bis zum Produktionsstart betreut. Außerdem war ich beteiligt an der Einführung von Pull-Nivellierung in der Fertigung von Elektromotoren und war dabei Projektleiter von fünf Mitarbeitern. Durch die Pull-Nivellierung konnte die täglich zu produzierende Menge direkt an Kundenabrufe gekoppelt werden. Darüber hinaus habe ich ein Projekt mit elf Mitarbeitern zur Standortkonzeptionierung für eine Produktion direkt vor der Tür des Kunden geleitet.

Wo haben Sie Ihren Auslandseinsatz verbracht?

In Campinas bei Sao Paulo in Brasilien. Dort war ich verantwortlich für die Analyse eines neuen Standortkonzepts und den Aufbau einer Produktionslinie nach Verlagerung von Deutschland nach Brasilien.

Interessiert? Dann bewirb dich fürs Junior Management Program.

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