Partner von:

Strategie, M&A und Spaß bei der Arbeit

Bosch Power Tools [Quelle: freeimages, ianni]

Quelle: freeimages, ianni

Bosch Power Tools ist Weltmarktführer für handgehaltene Elektrowerkzeuge und damit Teil einer sehr dynamischen Branche. Denn bei Rasenmähern, Bohrern und Co. geht die Produkt-Entwicklung rasant voran, und es gibt viele Wettbewerber auf dem Markt. Die hat die Abteilung 'Business Development' im Blick, die sich um Fusionen, Übernahmen und strategische Entscheidungen kümmert.

Strategie-Entwicklung, Mergers & Acquisitions - das kennt man aus der Unternehmensberatung oder dem Investment Banking. Wieso gibt es diese Abteilungen auch bei Bosch Power Tools?

Der Elektrowerkzeug-Markt ist sehr dynamisch, es gibt viele Wettbewerber. Im Business Development koordinieren wir die Strategien des Geschäftsbereichs und unserer operativen Einheiten. Wir analysieren Geschäftsfelder für neue Geschäftssegmente, entwickeln Wachstumsstrategien für bestehende Produktsegmente und überarbeiten alle drei bis fünf Jahre die Strategie des Geschäftsbereichs. Außerdem beobachten wir, welche Unternehmen zum Verkauf stehen und überlegen, mit welchen Firmen wir unser Portfolio sinnvoll ergänzen könnten, um unsere Marktführerschaft auszubauen. Von 2008 bis 2009 hat Bosch Power Tools fünf Unternehmen gekauft. Unsere Abteilung leitet die Projekte zur Akquisition und die anschließende Integration der erworbenen Unternehmen in den Geschäftsbereich.

Gibt es Parallelen zwischen Ihrer Tätigkeit und der eines Unternehmensberaters?

Ja, und das erklärt auch den hohen Anteil ehemaliger Berater in der Abteilung. Allerdings haben wir gegenüber externen Beratern den Vorteil, dass wir Insider sind und unser Unternehmen sehr gut kennen. Außerdem können wir kontinuierlich dabei bleiben und entwickeln so ein vertieftes Verständnis für unsere Branche. Nicht zuletzt deshalb schätzen uns die operativen Einheiten als Ansprechpartner.

Woher kommen die Projekte?

Im Business Development arbeiten wir direkt für den Bereichsvorstand von Bosch Power Tools, von dem wir unsere Aufgaben bekommen. Geschäftsfeldanalysen oder Unterstützung bei übergreifenden Projekten ergeben sich teilweise geplant, teilweise eher kurzfristig. M&A-Projekte leiten sich in der Regel aus Geschäftsfeldanalysen oder gezielten Wachstumsstrategien ab. Dabei haben wir aber kein festgelegtes "Shopping-Budget", für das wir Unternehmen einkaufen, sondern analysieren ständig den Bedarf für Akquisitionen.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag konkret aus?

Bei Geschäftsfeldanalysen erheben und analysieren wir Informationen, um daraus Strategievorschläge für unseren Bereichsvorstand abzuleiten. Die Herausforderung ist häufig, zu belastbaren Aussagen zu kommen, ohne sich auf bestehende Studien stützen zu können. Denn wenn es Studien gibt, decken sie unsere Fragestellung nur teilweise ab oder stellen sich oft als nicht verwertbar heraus, weil die Branchenexpertise fehlt. Neben der "Denkarbeit" am Schreibtisch sehen wir uns neue Geschäftsfelder auch vor Ort an.

Wie läuft die Integration eines neu erworbenen Unternehmens ab?

Mit dem Kauf eines Unternehmens will man natürlich Synergien nutzen. Dazu müssen zuvor getrennte Abteilungen gut zusammenarbeiten. Damit das funktioniert, müssen wir uns neben der Einbindung von Prozessen und Systemen besonders den Mitarbeitern des gekauften Unternehmens widmen. Denn bei den neuen Kollegen gibt es viele Ängste: "Wie geht es mit mir weiter, nachdem mein Unternehmen gekauft wurde?" Wir bemühen uns, die neuen Mitarbeiter so schnell wie möglich einzubinden und sie in die Planung mit einzubeziehen.

Wie sind Sie ins Business Development gekommen?

Ich habe mich initiativ beworben, denn meine aktuelle Stelle war meine Wunschposition. Vor der nächsten kaufmännischen Führungsaufgabe wollte ich weitere Erfahrung außerhalb des operativen Geschäfts sammeln. Bosch Power Tools bietet die Möglichkeit, ein gutes Verständnis für die Kunden- und Marktsicht zu entwickeln, weil wir nah am Endkunden sind und die Branche sehr dynamisch ist. Die strategische Arbeit macht mir auch deshalb viel Spaß, weil ich das Glück habe, nicht nur in einem kompetenten, sondern auch sehr sympathischen Kollegenkreis zu arbeiten.

Können Studenten bei Ihnen im Business Development ein Praktikum absolvieren?

Ja, wir haben ständig einen oder zwei Praktikanten in unserer Abteilung, die verantwortungsvolle Aufgaben bekommen: Sie analysieren eigenverantwortlich Wettbewerberinformationen und pflegen sie in unsere interne Datenbank ein, die der gesamte Leitungskreis von Bosch Power Tools nutzt. Außerdem recherchieren die Praktikanten für Geschäftsfeldanalysen, erstellen Folien oder führen Interviews. Dafür sollten Bewerber gute analytische Fähigkeiten mitbringen, strukturiertes Vorgehen und ein hohes Qualitätsbewusstsein. Wir nehmen übrigens nicht nur BWLer. Besonders guten Praktikanten können wir im Anschluss auch ein Auslandspraktikum zum Beispiel in den USA oder in Indien anbieten.

Welche Möglichkeiten hat man, nachdem man im Business Development gearbeitet hat?

Im Business Development bleibt man nur ungefähr drei Jahre. Die Entwicklungsmöglichkeiten danach sind bei entsprechender Leistung hervorragend. Der konkrete Schwerpunkt der Anschlussstelle hängt von Profil und Interessen des Mitarbeiters ab, typisch sind Führungspositionen in Marketing oder Controlling. Interessant ist, dass alle ehemaligen Mitarbeiter unserer Abteilung eine Anschlussstelle bei Power Tools angenommen haben - offensichtlich bleiben die Kollegen gerne in unserem Geschäftsbereich.

nach oben
Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.

Das könnte dich auch interessieren
Hat es geklappt?

Du bist bei einem Partnerunternehmen eingestiegen?