Partner von:

Geballte Praxiserfahrung zwischen Bachelor und Master

McKinsey Spuren hinterlassen [©Fotolia.com]

©Fotolia.com

Mehrere Praktika in verschiedenen Branchen absolvieren, nebenher noch andere Länder bereisen und sich für das Masterstudium bewerben - und das in nur einem Jahr: alles eine Frage der Organisation. Und die wurde Dominik erheblich erleichtert durch das Gap Year Programm.

Das Gap Year Programm ist mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr recht lang im Vergleich zu einem klassischen Praktikum zwischen Bachelor und Master. Was hat das Programm für dich so attraktiv gemacht?

Eben genau die Länge des Programms macht es so attraktiv. Im Bachelor-Studium bleibt kaum Zeit, ein Praktikum von längerer Dauer als von zehn bis maximal zwölf Wochen zu absolvieren. Für ein Praktikum von fünf bis sechs Monaten, um ein Unternehmen genauer und über die zwei- bis dreimonatige Einarbeitungsphase hinaus kennenzulernen, muss man also entweder ein Urlaubssemester einlegen oder zwischen Bachelor und Master ein Gap Year. Für mich persönlich war klar, dass ich komplett aus dem Unibetrieb heraus sein und mich nicht um irgendwelche Anmeldefristen, Klausuren oder Seminararbeiten kümmern wollte. So war das Gap Year Programm für mich die ideale Lösung, knapp ein Jahr lang vollwertig zu arbeiten und mich nicht als "Student auf Urlaub" zu fühlen.

Wurden deine Erwartungen erfüllt? Was hat dich im Nachhinein am meisten begeistert, und was ist für dich das Alleinstellungsmerkmal des Programms?

Meine Erwartungen wurden sogar übertroffen. In meinem damaligen Bewerbungsschreiben hatte ich zwei klare Ziele für mein Gap Year formuliert: Erstens wollte ich mir einen Überblick über potenzielle zukünftige Arbeitgeber verschaffen, und zweitens wollte ich meine Spezialisierungswünsche für das Masterstudium konkretisieren und ein passendes Master-Programm für mich finden.

Das erste Ziel wurde insofern übertroffen, als dass ich nicht nur einen Überblick über potenzielle Arbeitgeber gewonnen habe, sondern mich dazu entschieden habe, nach meinem Master-Studium bei einem der Gap Year Unternehmen in den Beruf einzusteigen. Durch meine Tätigkeit in den Unternehmen, aber auch durch Gespräche mit Vorgesetzten, Kolleginnen und Kollegen sowie Gap Year Alumni auf den entsprechenden Events habe ich nützliche Informationen gewonnen, die mir bei meiner Wahl eines Master-Programms wesentlich weitergeholfen haben. Darin sehe ich auch das Alleinstellungsmerkmal des Programms: Die Gap Year Community wird durch die Partnerunternehmen gehegt und gepflegt, es finden regelmäßige Alumni-Treffen statt, zu denen sowohl aktive als auch ehemalige Gap Yearler eingeladen werden und gemeinsam einen spannenden Tag verbringen. Meines Wissens gibt es etwas vergleichbar Vielseitiges, dazu noch von gleich fünf renommierten Unternehmen, nicht noch einmal auf dem Praktikumsmarkt.

Hast du das Programm auch genutzt, um neben den beruflichen Praktika noch weitere Erfahrungen zu sammeln?

Ich habe die Zeit während des Gap Years genutzt, um zwei Vorhaben in die Tat umzusetzen, die ich während des Studiums in klassischer Studenten-Manier aufgeschoben hatte. Erstens habe ich mein Schulfranzösisch durch einen Sprachkurs erheblich aufpoliert und zweitens eine Reise durch die Vereinigten Arabischen Emirate, Thailand und Singapur unternommen. Das hat mir auch gezeigt, dass man durch das Gap Year definitiv keine Zeit verliert. Im Gegenteil: Man gewinnt Zeit. Zeit für Dinge, die man sonst vermutlich von der Agenda gestrichen hätte mit den üblichen Ausreden "noch ein Praktikum hier und da, es gibt ja auch keine ECTS-Punkte für Sprachkurse an der Uni, und überhaupt muss ich ja jetzt erst einmal meine Masterarbeit schreiben und mich für Jobs bewerben". Dieser Sorgen ist man im Gap Year vorübergehend ledig.

Du hast die Bewerbungsphase vor nicht allzu langer Zeit noch selbst durchlaufen. Kannst du interessierten Bewerbern einen Tipp mit auf den Weg geben?

Man bewirbt sich für ein anspruchsvolles Programm bei Top-Unternehmen. Das heißt, gründliche Recherche auf den Websites der Unternehmen ist Pflicht. Die Bewerbung geht an mehrere Unternehmen zugleich, infolgedessen sollte besonders viel Sorgfalt für das Anschreiben aufgewendet werden. Es soll sich zum Beispiel nicht nur McKinsey angesprochen fühlen, sondern auch die Allianz, Bertelsmann oder Henkel.

Beim Auswahltag muss dagegen meiner Ansicht nach differenziert werden. Bei McKinsey sollte man die einschlägige Literatur zu Bewerbungen bei Unternehmensberatungen gelesen und ein paar Cases durchgespielt haben. Bei den anderen Unternehmen stehen meiner Erfahrung nach weniger klassische Cases im Mittelpunkt, als vielmehr deren Geschäftsmodell sowie aktuelle politische, wirtschaftliche und technologische Herausforderungen in ihrem spezifischen Umfeld. So sollte beispielsweise jemand, der sich bei der Allianz bewirbt, schon einmal etwas von den verschiedenen Versicherungsprodukten auf dem Markt gehört haben und vielleicht auch ein bisschen über die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Finanzdienstleistungsindustrie nachgedacht haben.

Übergreifend halte ich es für wichtig, dass man als Bewerberin oder Bewerber eine klare Motivation vermitteln und im besten Fall Gedanken aus dem Bewerbungsschreiben weiter ausführen kann, warum man nun das Gap Year Programm absolvieren beziehungsweise für dieses Unternehmen arbeiten möchte.

Nach dem Gap Year ist vor dem Master-Studium oder dem Berufseinstieg. Wie geht's bei dir jetzt weiter?

Ich werde meinen Master in BWL an der Universität Mannheim absolvieren. Ich freue mich sehr auf das Studium, weil ich im Gap Year erkannt habe, dass ich mir in einigen Themengebieten tiefergehendes Fachwissen aneignen möchte. Im Anschluss daran werde ich bei einem der Gap Year Unternehmen in den Beruf einsteigen.

nach oben
Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.

Das könnte dich auch interessieren
Hat es geklappt?

Du bist bei einem Partnerunternehmen eingestiegen?