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Komplettpaket für weibliche Führungstalente

Frau Wolkenkratzer Blick Chefin VIP (© Sergey Nivens - Fotolia.com)

© Sergey Nivens - Fotolia.com

Schon im vierten Semester wusste Christina, dass sie gerne Verantwortung übernimmt. Kein Wunder, dass sie sich im Female Leadership Program gut aufgehoben fühlte: Eine McKinsey-Partnerin stand ihr als Mentorin zur Seite, in Coachings feilte sie an ihren Kommunikations-Skills und für ein Praktikum bei der Unternehmensberatung musste sie sich erst gar nicht mehr bewerben.

Was ist das Female Leadership Program?

Das Female Leadership Program (FLP) ist ein Förderprogramm von McKinsey, welches Studentinnen und Doktorandinnen während ihres Studiums begleitet. Neben Trainings und persönlichen Coachings zum Ausbau von Leadership-Fähigkeiten beinhaltet es intensives Mentoring durch eine erfahrene McKinsey-Beraterin und viele Networking-Anlässe sowie die Möglichkeit, ohne zusätzliches Auswahlverfahren ein Praktikum bei McKinsey zu absolvieren.

Warum hast du teilgenommen?

Mehrere Gründe haben mich zur Bewerbung bewogen: vor allem die Neugierde an der Beratung, die Möglichkeit, mich persönlich weiterzuentwickeln und die Chance, Kontakt zu außergewöhnlichen Frauen zu knüpfen. Während meines Mathematikstudiums merkte ich schnell, dass es mir Spaß macht, Probleme zu lösen und vor immer neue Herausforderungen gestellt zu werden. Deshalb bin ich auf die Beratung und insbesondere McKinsey aufmerksam geworden. Da ich im vierten Semester noch recht am Anfang meines Studiums stand, schien mir das FLP eine ideale Unterstützung während des Studiums und für den Einstieg in das Berufsleben danach.

Wie hast du dich beworben?

Das Bewerbungsverfahren lief in zwei Stufen ab. Zunächst schickte ich eine normale Bewerbung, das heißt einen tabellarischen Lebenslauf, Anschreiben und Nachweise über Studienleistungen und ehrenamtliches Engagement. Dann wurde ich telefonisch zu einem Auswahltag ins Münchner Office eingeladen. Dort ging es in den Interviews unter anderem auch um die Bearbeitung von Fallstudien. Außerdem blieb viel Zeit, um sich mit den anderen Bewerberinnen auszutauschen.

Was genau beinhaltete das Programm?

Das Programm besteht aus drei Hauptkomponenten: Coaching, Mentoring und Networking. Außerdem hat jede Teilnehmerin die Chance, ohne weiteren Auswahlprozess jederzeit ein Praktikum bei McKinsey zu machen.
Das Coaching umfasste sowohl Einzel- als auch Gruppentrainings, zum Beispiel zu männlichem und weiblichem Kommunikationsstil. Darüber hinaus bekam ich eine McKinsey-Partnerin als Mentorin zur Seite gestellt, mit der ich in persönlichen Treffen oder Telefonaten und Mails über meine Laufbahn sprach. Zuletzt bietet das Programm unzählige Möglichkeiten zum Netzwerken: unter den Teilnehmerinnen, zu vielen Beraterinnen und Beratern von McKinsey und sogar zu Topmanagerinnen in der Wirtschaft.

Hat das Programm deine Erwartungen erfüllt?

Meine Erwartungen sind sogar übertroffen worden. Es war wirklich sehr interessant, in den Trainings beispielsweise auf unterschiedliche Kommunikationsstrukturen zwischen den Geschlechtern aufmerksam gemacht zu werden und Tipps und Tricks zu lernen, die sich direkt im Alltag anwenden ließen. Außerdem konnte ich aus den persönlichen Coachings viele Impulse mitnehmen und mich dadurch weiterentwickeln.

Auch haben sich aus dem Programm sehr gute Kontakte entwickelt. Vor allem der Austausch zwischen den Teilnehmerinnen macht viel Spaß, da man ähnlich "tickt" und jede Teilnehmerin viel zu erzählen hat. Insbesondere mit einer Teilnehmerin habe ich regelmäßig auch außerhalb des FLP Kontakt. Darüber hinaus konnten wir bereits viele Beraterinnen kennenlernen, die alle super nett und hilfsbereit sind, und auf dem Women's Day sogar Vorstandsfrauen aus der Wirtschaft über Ihren persönlichen Werdegang berichten hören.

Nicht zuletzt habe ich sehr von dem Austausch mit meiner Mentorin profitiert, der ich sogar die Idee für mein Masterstudium in London zu verdanken habe.

Wie intensiv war der Kontakt mit deiner Mentorin?

Ich war überrascht, wie viel Zeit sich meine Mentorin, Stephanie Eckermann, Partnerin und Schirmherrin des Programms, für mich genommen hat. Zusätzlich zu einem Dinner mit allen Teilnehmerinnen des FLP waren wir gemeinsam Mittagessen und haben in regelmäßigen Abständen länger telefoniert. Stephanie war es auch, die mich auf die Idee für meine Masterbewerbung brachte. Ich erzählte ihr, dass ich nach meinem Bachelor in Mathematik einen anwendungsorientierten Master machen möchte. Als ich von meinem Interesse an Organisationspsychologie berichtete, schlug sie mir vor, mich an der London School of Economics (LSE) zu bewerben, an der es genau einen solchen Studiengang gibt. Auch vermittelte sie mir gleich Kontakte zu LSE-Alumni. Inzwischen habe ich meine Zusage erhalten und freue mich sehr auf den einjährigen Master in London, da ich das Gefühl habe, genau den richtigen Studiengang für mich gefunden zu haben!

Wie sieht deine weitere Karriereplanung bei McKinsey aus?

Nachdem ich im April meinen Bachelor abgeschlossen habe, werde ich im Mai ein dreimonatiges Praktikum bei McKinsey beginnen und ich bin schon sehr gespannt, die Beratertätigkeit "von innen" kennenzulernen. Danach wird sich ab September zunächst mein Masterstudium in London anschließen. Wenn das Praktikum gut läuft, kann ich mir vorstellen, nach dem Jahr in London wieder zu McKinsey zurückzukehren. Ich glaube, dass kaum eine andere Firma einen so breiten Einblick in die Wirtschaft bieten kann.

Wie hoch ist der (geschätzte) Frauenanteil unter McKinsey-Beratern?

Da wir im Female Leadership Program hauptsächlich mit Beraterinnen zu tun haben, kommt mir der Frauenanteil bestimmt höher vor, als er tatsächlich ist. Absolut gesehen sind es auf jeden Fall einige, denn allein auf dem Women's Day waren über 200 Beraterinnen anwesend. Ich glaube, dass der Frauenanteil bei rund 20 Prozent liegt, leider aber gerade auf den höheren Karrierestufen abnimmt. Deshalb finde ich es gut, dass McKinsey jetzt noch früher anfängt, Frauen zu fördern und auf Führungspositionen vorzubereiten, und kann nur jede interessierte Studentin und Doktorandin ermutigen, sich zu bewerben. Verlieren kann man auf jeden Fall nichts, und bereits die Interviews sind eine tolle Erfahrung!

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