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"Wir wollten die CEO-Jury nicht nur überzeugen, sondern auch unterhalten"

Vortrag Präsentation Rede Zuhörer Publikum (© Matey Kastelic - Fotolia)

© Matey Kastelic - Fotolia

Mit McKinseys damaligem Deutschland-Chef ihre berufliche Zukunft diskutieren - das konnte Isabel Basse, nachdem sie am Wettbewerb "CEO of the Future" teilgenommen hatte. Denn dort überzeugte sie mit ihrem Team die Jury und gewann ein Mentoring durch Frank Mattern. 

Aus welchem Grund hatten Sie sich beim Wettbewerb "CEO of the Future" beworben?

Ich hatte Lust auf eine neue Herausforderung und wollte erfahren, wie weit mich mein Wissen und meine Erfahrungen aus Studium, Promotion und Lehrstuhlarbeit in so einem Wettbewerb bringen. Außerdem fand ich es spannend, mich in einem hochqualifizierten Umfeld zu beweisen. Das gesamte Konzept des Wettbewerbs hat mich gereizt und überzeugt. Ich hatte die Möglichkeit, eine Fallstudie über mehrere Wochen hinweg mit einem Team, das sich durch unterschiedliche fachliche Hintergründe auszeichnet, zu bearbeiten und Input von hochrangigen Firmenvertretern zu erhalten.

Können Sie sich tatsächlich vorstellen, in der Zukunft ein CEO zu werden?

Ich habe großen Respekt vor den Aufgaben eines CEOs, und mir erscheinen viele dieser Aufgaben reizvoll, insbesondere die Möglichkeit, den Weg eines Unternehmens langfristig zu gestalten und die Entscheidungsfindung zu steuern. Auch der tägliche Umgang mit Menschen verschiedener Bildungsniveaus in einem professionellen Umfeld macht mir Freude.Gerne möchte ich vielfältige Führungskompetenzen erlernen und übernehmen. Da man in diese Aufgaben jedoch nicht hineingeboren wird und sie kontinuierlich entwickelt, wäre eine näherliegende Etappe erst einmal eine Leitungsfunktion, in der ich meine Fachkompetenz gewinnbringend einsetzen und Mitarbeiter gezielt entwickeln kann.

Wie lief der Wettbewerb ab?

Ich bewarb mich mit meinem Lebenslauf und einem Essay und wurde daraufhin zum Auswahltag eingeladen. Dort konnte ich mich für die Seminarphase und das Finale an der AlpineUniversity in Kitzbühel qualifizieren. Dafür sollten wir in Gruppen, die durch die Partnerunternehmen zusammengestellt wurden, verschiedene Fallstudien vorbereiten. Meinem Team wurde die Case-Study von Porsche zugeteilt und wir konnten in der Lösungsfindung sehr kreativ sein. In den Monaten vor dem Finale hatten wir zwei Seminarwochenenden mit unterschiedlichen Trainings. Dabei konnten wir uns im Team besser kennenlernen. Aber auch zu den anderen Teams der Finalrunde bauten wir ein gutes Verhältnis auf, und es entstand keine Konkurrenzsituation. Wir haben uns alle sehr gut verstanden und hatten insbesondere bei den gemeinsamen Abendveranstaltungen viel Spaß miteinander.

Wie haben Sie die Fallstudie bearbeitet?

Wir sollten uns eine Differenzierungsstrategie für Porsche im Bereich Connected Cars überlegen. Unsere Lösung war angelehnt an den Markencharakter des Unternehmens: Porsche ist für seine innovativen und leistungsfähigen Autos bekannt. Daher haben wir den Porsche Performance Tracker entwickelt. Mit diesem ist es dem Fahrer möglich, seine Fahrleistung zu tracken und mit einem Netzwerk von Porschefahrern oder auch eigenen, vergangenen Fahrten zu vergleichen. Diese Grundidee haben wir weiter ausgebaut und mithilfe von Videos und einer App veranschaulicht. Unsere Idee und Vortragsweise kam sehr gut an, sodass wir den Teampreis gewannen und Thomas Edig, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Porsche, uns zu einer Vorstandssitzung einlud. Dort haben wir vier Monate nach dem Finale des "CEO of the Future"-Wettbewerbs unsere Idee noch einmal präsentiert und mit den Porsche-Vorstandsmitgliedern diskutieren dürfen.

Wie war es, vor den CEOs zu präsentieren?

Mein Team und ich sind das Finale im Vorfeld sehr entspannt, aber gut vorbereitet angegangen. Erst kurz vor unserer Präsentation kam die Aufregung. Wir wollten mit unserem Vortrag nicht nur inhaltlich überzeugen, sondern auch unterhalten. Die Stimmung der Jury war sehr gut. Die Fragen, die wir im Anschluss an die Präsentation gestellt bekamen, regten eine Diskussion an und hatten nicht den Charakter einer Prüfung. Die Präsentation vor den Vorständen war eine großartige Erfahrung, auf die sich die zukünftigen Finalisten des Wettbewerbs freuen können!

Wie sah das Rahmenprogramm zum Wettbewerb aus?

Als wir am Vorabend des Finales in Kitzbühel ankamen, gab es ein gemeinsames Abendessen, bei dem wir die Mitglieder der Jury schon einmal kennenlernen konnten. Am zweiten Tag fanden dann die Präsentationen statt. Anschließend gab es ein gemeinsames Dinner mit der Jury und abends kamen wir alle an der Bar zusammen. Am Tag nach dem Finale haben manche von uns noch die Gelegenheit genutzt, um zusammen Ski zu fahren.

Was hat Ihnen am meisten Spaß gemacht?

Das gesamte Umfeld. Ich habe interessante, inspirierende und unternehmungslustige Menschen kennengelernt, mit denen ich eine großartige Zeit verbringen konnte. Insbesondere die gemeinsamen Abendveranstaltungen und Trainings haben den Wettbewerb daher fantastisch abgerundet.

Was haben Sie aus dem Wettbewerb mitgenommen?

Die Bestätigung, dass mit Teamgeist sowie einem gesunden Maß aus Gelassenheit und Anspannung alles gelingt. Außerdem habe ich tolle Kontakte aus dem Wettbewerb mitgenommen, mit einigen Teilnehmern sind sogar Freundschaften entstanden. Da ich Drittplatzierte des Wettbewerbs war, hatte ich zudem ein Coaching durch Frank Mattern gewonnen, den ehemaligen Deutschland-Chef von McKinsey. Mit ihm konnte ich viele verschiedene Szenarien meiner beruflichen Zukunft diskutieren und habe wertvollen Input erhalten.

Wie ging es nach dem Wettbewerb für Sie weiter?

Ich habe noch einige Zeit am Lehrstuhl gearbeitet, um meine Promotion abzuschließen. Im November dieses Jahres bin ich dann als Associate bei McKinsey eingestiegen und arbeite gerade an einem operativen Projekt in der Automobilindustrie. Ich habe mich wegen der Vielfalt der unterschiedlichen Projekte für McKinsey entschieden und bin sehr zufrieden mit meiner Wahl.

Bis zum 30. Dezember kannst du dich für den Wettbewerb "CEO of the Future 2015" bewerben.

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