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Examens-Ziel: Wirtschaftsprüfer

Taschenrechner Berechnung Lernen [Quelle: Unsplash.com, Autor: Oliver Thomas Klein]

Quelle: Unsplash.com, Oliver Thomas Klein

Du möchtest Wirtschaftsprüfer werden – also nach dem BWL-Studium einfach in ein großes Prüfungsunternehmen gehen und loslegen? Nicht ganz richtig – denn um die Berufsbezeichnung "Wirtschaftsprüfer" tragen zu dürfen, musst du nach drei beziehungsweise vier Jahren im Job noch ein weiteres Examen belegen. Lohnt sich diese Lernerei?

Ein Wirtschaftsprüfer muss sich in vielen Themen auskennen: Welchen Einfluss hat eine neue Rechtsprechung auf die Rechnungslegung im Unternehmen? Was steht eigentlich im neuen IFRS 15? Und was ist der "risikoorientierte Prüfungsansatz"? Viel Wissen, das man sich aneignen muss – abgefragt wird es im Wirtschaftsprüferexamen.

Karriere-Sprungbrett Examen

Nach dem ersten Uni-Abschluss steigst du im Prüfungsunternehmen als Prüfungsassistent ein. Wenn du dort Karriere machen möchtest, steht nach mindestens dreijähriger Berufserfahrung das Wirtschaftsprüferexamen an. Denn "Wirtschaftsprüfer" darfst du dich nur nach bestandenem Examen und der Bestellung durch die Wirtschaftsprüferkammer nennen.

Voraussetzungen fürs Wirtschaftsprüferexamen

  • Erfolgreich abgeschlossene Hochschulausbildung
  • Drei Jahre Berufserfahrung (bei mindestens achtsemestriger Regelstudienzeit, wie bei Master- und Diplomstudiengängen üblich) beziehungsweise vier Jahre Berufserfahrung (für Ausbildungen, die weniger als acht Semester dauern, wie zum Beispiel ein Bachelor-Studium)

Wie läuft das Wirtschaftsprüferexamen ab?

Zur Examensvorbereitung kannst du entweder externe Kurse belegen oder einen speziellen Masterstudiengang absolvieren. Die Wirtschaftsprüferkammer führt das Zulassungsverfahren bundeseinheitlich durch. Das Examen besteht aus folgenden Prüfungsgebieten:

  • Wirtschaftliches Prüfungswesen, Unternehmensbewertung und Berufsrecht
  • Angewandte Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre
  • Wirtschaftsrecht
  • Steuerrecht

Die künftigen Wirtschaftsprüfer schreiben insgesamt sieben Klausuren: eine Klausur in Wirtschaftsrecht und je zwei in den übrigen Prüfungsgebieten. Einige Prüfungsteile entfallen, wenn man bestimmte Voraussetzungen erfüllt ("verkürzte Prüfung"): Steuerberater müssen die Steuerrechtsklausuren nicht schreiben. Hast du einen WP-Master abgeschlossen (zum Beispiel den "Master of Accounting and Taxation" der Mannheim Business School), dann sparst du dir damit die Klausuren in BWL, VWL und Wirtschaftsrecht.

Die Prüfer beim Vortrag überzeugen

Wenn du die schriftlichen Examina bestanden hast, wirst du zur mündlichen Prüfung zugelassen: Vor einer Prüfungskommission hältst du einen zehnminütigen Vortrag, den du vorher 30 Minuten vorbereiten konntest. Dann stellen die Prüfer Fragen zu den einzelnen Prüfungsgebieten. Jede Fragerunde dauert, abhängig von der Anzahl der Kandidaten, zwischen circa 40 Minuten und einer Stunde. Das Wirtschaftsprüferexamen ist sehr anspruchsvoll: 2016 haben nur 57,4 Prozent der Kandidaten bestanden. 

Bis zu 13.000 Euro Unterstützung fürs Examen

Das Examen kostet nicht nur Zeit, sondern auch Geld. KPMG unterstützt dich bei beidem: Als Mitarbeiter bei KPMG kann man sich unter Nutzung von Freizeitkontingenten für bis zu 130 Arbeitstage für die Prüfungsvorbereitung freistellen lassen. Außerdem erstattet KPMG bis zu 13.000 Euro für Kosten wie Vorbereitungskurse und Prüfungsanmeldung. Das Budget kann aber auch in Freizeit umgewandelt werden.

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