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Work-Life-Balance Kinder Sport Hobby [Quelle: Unsplash.com, Pixabay.com]

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Eine junge Mutter, die in Teilzeit zwei Projekte und zehn Mitarbeiter leitet. Ein Berater, der parallel zum Job für den Iron Man trainiert. Lea Traumann und Björn Ulbricht von KPMG beweisen, dass sich Karriere, Familie und/oder ein anspruchsvolles Hobby sehr wohl unter einen Hut bringen lassen – wenn man es denn will.

Frau Traumann, was machen Sie bei KPMG?

Ganz grob gesagt: Ich berate Banken. In einem meiner aktuellen Projekte geht es zum Beispiel darum, regulatorische Vorgaben mit umfangreichen Auswirkungen auf die IT-Infrastruktur der Bank umzusetzen. KPMG liefert dazu fachlichen Input, kümmert sich um die Projektorganisation sowie die inhaltliche Abstimmung mit den am Projekt beteiligten Parteien. Dementsprechend gestaltet sich mein Arbeitstag im Wesentlichen als Kombination aus Kundenterminen und konzeptioneller Arbeit.

Wie können Sie Ihren Beruf als Beraterin mit Ihrer Familie vereinbaren?

Ich arbeite 60 Prozent, also vier Tage die Woche à circa sechs Stunden. Viele wundern sich darüber, dass sich Teilzeitarbeit mit der Beratertätigkeit vereinbaren lässt. Tatsächlich ist Projektarbeit ideal, um Pausen wie die Elternzeit oder eben eine reduzierte Stundenzahl zu realisieren. KPMG zeigte sich da auch sehr flexibel, was die genaue Gestaltung meines Arbeitszeitmodells angeht – ich konnte selbst entscheiden, wie ich es gerne aufsetzen möchte.

Ein weiteres Entgegenkommen meines Arbeitgebers war es, dass ich ausschließlich an Projekten an meinem Wohnort Frankfurt beteiligt bin. Da trifft es sich gut, dass hier ohnehin fast alle großen Bankinstitute ihren Sitz haben.

Funktioniert das denn gut mit dem Zeitlimit von sechs Stunden pro Tag?

Das ist schon eine Herausforderung und ich merke, dass ich eine andere Effizienz als im Vollzeit-Job an den Tag legen muss, um mit allen wichtigen Aufgaben fertig zu werden. Meine Tochter ist tagsüber in der Kita und bedingt durch die Schließzeiten muss ich pünktlich gehen. Das heißt: Am Ende des Tages habe ich keinen oder zumindest keinen großen zeitlichen Puffer. Anfangs war das natürlich eine Umstellung, aber inzwischen klappt es sehr gut. Für mich ist das eine Frage der Organisation und der Gewohnheit – für mich selbst, für die Kollegen und für den Kunden.

Was passiert, wenn Ihre Tochter einmal krank ist?

Bislang hatte ich Glück: Sie ist noch kein einziges Mal krank geworden. Wenn das aber der Fall wäre, dann müssten mein Mann oder ich mit ihr zuhause bleiben. In dem Fall würde ich wohl versuchen, im Homeoffice noch einen Teil der Arbeit zu erledigen.

Als Senior Managerin haben Sie auch Führungsverantwortung. Wie leitet man ein Team, wenn man nicht durchgehend anwesend ist?

Ich bin für die operative Leitung des Projekts beim Kunden zuständig und trage dabei die Verantwortung für bis zu zehn Mitarbeiter. In den Kernzeiten, in denen ich vor Ort bin, lege ich einen großen Fokus darauf, meine Mitarbeiter zu organisieren und mit allen Informationen zu versorgen, die sie für ihre Arbeit benötigen. Außerdem bemühe ich mich, meine Mitarbeiter mit eigenständigen Aufgaben zu betrauen. Dies fördert die Eigenverantwortung und hilft ihnen, Stück für Stück selbst in eine spätere Führungsrolle hineinzuwachsen. Wenn ich nicht da bin und eine dringende Frage aufkommt, kann man mich natürlich auch telefonisch erreichen.

Sie arbeiten inzwischen seit sieben Jahren bei KPMG. War Work-Life-Balance schon bei Ihrem Einstieg ein relevantes Thema für Sie oder kam das erst durch die Familiengründung?

Natürlich habe ich auch schon nach meinem Studium Wert auf ein ausgewogenes Verhältnis von Berufs- und Privatleben gelegt. Aber sicherlich nicht im selben Maße wie heute.

Was hat Sie zum Einstieg bei KPMG bewogen?

Aufmerksam wurde ich auf das Unternehmen durch einen Kommilitonen, mit dem ich Mathematik studiert hatte. Er ist im Bereich Financial Services bei KPMG eingestiegen und hat immer sehr positiv über seinen Job gesprochen, obwohl ich ihn als sehr kritischen Menschen kannte. Also habe ich mich mehr über KPMG informiert und mich letztendlich beworben. Ich würde mich auch heute immer wieder für KPMG als Arbeitgeber entscheiden.

Warum?

Zwei Faktoren sind dafür entscheidend. Der eine: Auch wenn ich jetzt in Teilzeit arbeite und nächstes Jahr wieder in Elternzeit gehe, signalisiert man mir bei KPMG, dass ich weitere Karriereperspektiven habe – vorausgesetzt, die Leistung stimmt. Der andere Faktor ist die Arbeitsatmosphäre, die natürlich maßgeblich durch die Kollegen geprägt wird. Es begeistert mich immer wieder, dass ich hier mit so angenehmen Charakteren und fachlich exzellenten Leuten zusammenarbeite. In so einem Umfeld macht es einfach Spaß zu arbeiten. Dass man zufrieden aus dem Büro geht, ist für mich ebenso wichtig wie das Gleichgewicht von Arbeit und Freizeit.

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