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Als Anwältin mitten in New York arbeiten

New York Skyline [Quelle: freeimages, Autor: marcuscg]

Quelle: freeimages, marcuscg

Ein Jahr New York – und dazu spannende Mandatsarbeit in einer renommierten Kanzlei. Verena ist Anwältin im dritten Jahr bei Hengeler Mueller und verbringt derzeit ein Secondment in einer befreundeten Kanzlei in den USA. Dort arbeitet sie mit verschiedenen Partnern zusammen und lernt das anglo-amerikanische Recht kennen.

Die Karriere bei Hengeler Mueller beinhaltet eine ungefähr neunmonatige Station in einem der Auslandsbüros, bei einer befreundeten Kanzlei oder einem Mandanten. Du arbeitest nun in New York - wie kam es dazu?

Die Arbeit bei Hengeler Mueller ist stark international geprägt. Ich bin nun Anwältin im dritten Jahr und war bisher auf zahlreichen Mandaten mit Auslandsbezug tätig. Dabei arbeitet Hengeler Mueller regelmäßig mit befreundeten Kanzleien zusammen, die in ihrer jeweiligen Jurisdiktion führend sind und die wir schon lange aus verschiedenen Projekten kennen. Natürlich ist es ein Unterschied, wenn man die Kollegen vor Ort persönlich kennt und bei Fragen etwa zum anglo-amerikanischen Recht einfach kurz anrufen kann. Durch meine Entsendung habe ich nun die einmalige Gelegenheit, die Kollegen von Wachtell, Lipton, Rosen & Katz und ihre Arbeitsweise besser kennenzulernen.

Welche Bedeutung hat ein internationales Netzwerk für deine tägliche Arbeit?

Hengeler Mueller berät ausschließlich im deutschen Recht, ist aber gleichzeitig oft mit Fragen konfrontiert, die ausländische Jurisdiktionen betreffen. So kommt es zum Beispiel regelmäßig vor, dass ein Mandant in ein Unternehmen investieren möchte, das über Tochtergesellschaften in verschiedenen Ländern verfügt, oder selbst aus einem anderen Land stammt. In diesen Situationen ist das internationale Netzwerk für uns sehr wichtig: Wir können bei Einzelfragen schnell Rat von Experten aus der jeweiligen Jurisdiktion einholen oder direkt ein ganzes Mandat im integrierten Team mit ausländischen Kanzleien bearbeiten.

Warum hast du dich für New York entschieden?

Zahlreiche M&A-Transaktionen haben einen Bezug zu den USA, zum Beispiel weil amerikanische Unternehmen beteiligt sind. New York ist der wichtigste Wirtschafts- und Finanzstandort in den USA und einer der bedeutendsten der Welt. Hengeler Mueller hat daher regelmäßig mit amerikanischen Unternehmen zu tun und unterhält sehr gute Beziehungen zu führenden Kanzleien, darunter die ausschließlich in New York ansässige Sozietät Wachtell, Lipton, Rosen & Katz. Dort ein Auslandsjahr zu machen, war daher eine einzigartige Gelegenheit für mich. Schließlich werden auch in den deutschen Büros von Hengeler Mueller die meisten Verträge auf Englisch verfasst und mit den Mandanten wird viel Englisch gesprochen. Ein Jahr in New York ausschließlich auf Englisch zu arbeiten, ist auch deshalb sehr wertvoll.

Wie verlief die Auslandsstation bisher?

Ich bin sehr freundlich von den Kollegen bei Wachtell, Lipton, Rosen & Katz aufgenommen und gut ins Team integriert worden. Ähnlich wie bei Hengeler Mueller arbeitet man in kleinen Teams eng mit den Partnern zusammen und die Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Man wird umfassend involviert und ist praktisch an allen Meetings, Telefonaten und E-Mails intern und mit den Mandanten beteiligt. Außerdem ist man nicht für die ganze Stage denselben Partnern zugeteilt, sondern die Zuordnung variiert projektbezogen. Ähnlich dem Rotationsprinzip bei Hengeler Mueller arbeitet man mit verschiedenen Partnern auf ganz unterschiedlichen Mandaten zusammen. Ich lerne daher alles kennen: von der klassischen gesellschaftsrechtlichen Beratung wie zum Beispiel dem Schutz vor oder die Verhinderung von feindlichen Übernahmen oder der Einflussnahme einzelner Anteilsinhaber bis hin zu Spin-Offs und M&A-Transaktionen.  

War der Bürowechsel für dich eine starke Umstellung?

Natürlich muss man sich anfangs sowohl an die neue Stadt als auch an das neue Arbeitsumfeld gewöhnen. Letztlich überwiegen bei der Arbeit aber mehr die Gemeinsamkeiten als die Unterschiede. Die Kommunikation ist sehr unkompliziert und herzlich, man kommt mit den Menschen sehr schnell in Kontakt. Die Arbeit ist unheimlich spannend und gewinnbringend und die Stadt sehr beeindruckend und erlebnisreich.

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