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Berufseinstieg als Software Consultant (Teil 1)

Informatik Technologie Zahlen (Quelle: freeimages.com, flaivoloka)

Quelle: freeimages.com, flaivoloka

Kurz vor Ende seiner Promotion in Physik wusste e-fellows.net-Alumnus Manfred noch überhaupt nicht, was er beruflich machen wollte. Die Rettung nahte beim Open Techday von TNG – dort stellte er fest, dass ihm Atmosphäre und Arbeit in der IT-Beratung zusagen. Und zum Start ging's dann direkt los mit 'Scrum' und 'Clean Code'.

Unternehmen und Ort

TNG Technology Consulting

Position im Unternehmen

Software Consultant

Wie ich an den Job gekommen bin und welche Vorkenntnisse ich mitbrachte

Eineinhalb Jahre vor Abschluss meiner Doktorarbeit in Physik hatte ich noch überhaupt keine konkrete Vorstellung, was ich nach meiner Promotion beruflich machen wollte. Im Dezember 2009 lernte ich durch Zufall TNG Technology Consulting kennen, als ich einen "Techday" besuchte. Die IT-Berater und Softwareentwickler treffen sich zweimal im Monat zum offenen Informationsaustausch und zur internen Weiterbildung – und stellen sich dabei auch regelmäßig interessierten Studenten vor. Ich war bereits damals vom Teamgeist und der lockeren, freundlichen Atmosphäre so beeindruckt, dass ich in TNG eine erste, ernsthafte Option für meinen Berufseinstieg gesehen habe. Mit beruhigtem Gewissen konnte ich mich dann erst einmal wieder meiner Forschung widmen…

TNG wurde im August 2010 Partner-Unternehmen von e-fellows.net und ich ergriff die erste Möglichkeit, noch einmal an einem Techday teilzunehmen. Mein Ziel war es, mich dieses Mal gezielter mit den Mitarbeitern zu unterhalten. Mein Eindruck aus dem Vorjahr wurde erneut bestätigt: Mit so vielen hilfsbereiten Gleichgesinnten lag die Begeisterung für Informations-Technologien förmlich in der Luft! Ich hatte das starke Gefühl, dass ich ganz gut in dieses Team passen könnte.

So kam es, dass ich mich bei TNG bewarb und glücklicherweise tatsächlich genommen wurde. Unmittelbar im Anschluss an meine Promotion durfte ich als Software Consultant bei TNG anfangen. Bisher hatte ich hauptsächlich in C und in der Skriptsprache S-Lang programmiert, aber auch einige Erfahrungen mit Perl und Shell-Skripten unter Linux gesammelt. Da in den Projekten bei TNG unterschiedliche Techniken im Einsatz sind, ist eine gewisse Sprachen-Vielfalt hilfreich – oder vielmehr: die Aufgeschlossenheit und das Interesse, Neues zu lernen.

Mein erster Arbeitstag

Am 2. Mai 2011 ging es dann wirklich los! Zu Beginn erklärte mir die Recruiting-Abteilung die Struktur der Firma. Außerdem legte ich mein Profil im Firmen-internen Wiki (Confluence) an. Noch bevor ich damit fertig war, war schon die Zeit zum Mittagessen gekommen. Die TNG Mitarbeiter in Unterföhring gehen meist gemeinsam in ein Restaurant oder eine Kantine; wenn die Zeit reicht, schließt sich dabei durchaus auch die Geschäftsführung an. Das ist eine sehr schöne Tradition, um sich untereinander auszutauschen. Als neuer Mitarbeiter wurde ich am ersten Tag sogar von TNG eingeladen! Da konnte die Bürokratie gerne bis zum Nachmittag warten…

Die ersten zweieinhalb Wochen im Büro

Die ersten Tage nutzte ich, um mich im Confluence zurecht zu finden. Hier stellen Mitarbeiter Informationen über die Abläufe bei TNG zusammen. Zudem durfte ich meinen selbst ausgesuchten Arbeits-Laptop nach meinen eigenen Vorstellungen einrichten. Ich hatte sogar die Freiheit, das vorinstallierte Betriebssystem durch Kubuntu Linux zu ersetzen. So bin ich mit meiner Wahl eines 2 kg schlanken 14" Business-Notebooks sehr zufrieden!

Solange ich noch keinem Projekt zugeteilt war, fertigte ich eine interne Studie über Open-Source-Lösungen für sogenannte "Prognosemärkte" an. Die Anfangszeit konnte ich auch nutzen, um mich in ein paar Java-Frameworks einzulesen – die wichtigsten Programmierhandbücher findet man allesamt in der TNG-Bibliothek.

Eine erste Scrum-Einführung

Gleich in meiner ersten Arbeitswoche gab Eike Reinel, einer der Gründungspartner von TNG Technology Consulting, mir und fünf weiteren neuen Mitarbeitern eine Einführung in "Scrum". Das ist eine moderne Methode zur agilen Software-Entwicklung. Bei diesem Konzept wird Funktionalität Schritt für Schritt den Vorstellungen des Kunden entsprechend gebaut. Nach jedem Programmierabschnitt, der zum Beispiel bloß zwei Wochen dauert, wird dem Kunden lauffähige Software vorgelegt. Anschließend werden die Prioritäten für den nächsten Entwicklungsschritt definiert. Die Softwareentwickler organisieren ihre Aufgaben selbstständig und arbeiteten sie der Reihe nach ab.

Clean Code

TNG hat dabei einen besonders hohen Anspruch an die Softwarequalität. Damit ein Programmcode langfristig nutz- und wartbar ist, muss er sauber sein. Das wird durch ständiges "Refactoring" erreicht, also durch Umstrukturierung der Funktionen, um zum Beispiel jegliche Wiederholung zu entfernen. Dabei bleibt die Funktionalität unverändert, das Programm wird jedoch lesbarer gemacht. Im Team wird jeder geschriebene Code von mindestens einem weiteren Entwickler überprüft. Bei besonders kritischen Stellen wird unter Umständen auch gleich zu zweit entwickelt: diese Methode nennt man "pair programming".

Wie Manfreds erstes Projekt aussah, erzählt er im zweiten Teil seines Erfahrungsberichts.

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Kommentare (7)

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  1. Manfred

    Hallo Joe, da TNG ein menschenfreundlicher Arbeitgeber ist, der nachhaltig mit den Fähigkeiten seiner Mitarbeiter umgeht, haben die Software Consultants eine 40-Stunden Woche (inklusive Techdays; d.h. durchschnittlich ca. 36 h/Woche beim Kunden). Die Gehaltsfrage läßt sich am besten im persönlichen Bewerbungsgespräch klären! :-) Die andere Frage übergehe ich ebenfalls, damit alle, die im Wissenstest https://www.community.e-fellows.net/quiz/do-test/testid/635 herausfinden wollen, wie nerdig sie selber sind, unvoreingenommen raten können, für was 'TNG' stehen könnte... ;-) Schöne Grüße und vielen Dank für Dein tolles Feedback, Manfred P.S. Bei TNG habe ich in der Tat Spaß an meinem Job! :-)

  2. Joe

    Hey Manfred, danke fuer deinen tollen Erfahrungsbericht. Was mich interessieren wuerde waere, wie die Arbeitszeiten fuer die Berater beim Kunden sind im Vergleich zu anderen Consulting Companies (wie BCG, Bain, ... = angeblich 14h/Tag). Gibt es zudem eine Staffelung der Gehaelter in Bezug auf die Ausbildung d.h. BA,MSc,Phd (vielleicht von - bis)? Viel Spass noch bei TNG (sind die Kollegen/Chefs eigentlich sehr nerdig = the next generation :)?) Schöne Grüße, Joe P.S.: Du hast recht, Physiker koennen tolle ITler sein :)

  3. Manfred

    Hallo Christian, bei uns ist jeder -- vom Praktikant bis zum Geschäftsführer -- davon überzeugt, dass er täglich Neues dazulernen kann (und muss); in diesem Sinne sind wir alle Azubis auf Lebenszeit. Da wir großen Spaß an IT haben, *möchte* auch keiner darauf verzichten, seinen Rechner selbst zu tunen und damit seine Werkzeuge optimal zu schärfen. Ich hoffe, ich konnte im zweiten Teil des Berichts klarer machen, dass bei TNG der Umgang mit Menschen sehr gut ist -- unabhängig von Titeln oder Positionen. Schöne Grüße, Manfred

  4. Manfred

    Hallo Rowena, Experimentalphysiker sind oft auf den Einsatz von Computern angewiesen, um komplexe Experimente auszuwerten. Speziell in der Röntgenastronomie berücksichtigt man üblicherweise die spektrale Antwort des ganzen Detektors (und den Einfluss des Satelliten, auf dem sich dieser befindet, etc.), um die gemessenen Daten zu interpretieren -- und daraus z.B. Erkenntnisse über die Umgebung von schwarzen Löchern zu gewinnen! Aber auch andere Bereiche der Physik, sogar der theoretischen Physik, sind oft sehr IT-nah. Die Computerphysik (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Computerphysik) macht ihre virtuellen Experimente gleich im Rechner, weil sich manches in natura nicht auf menschlichen (Energie-/Zeit-/Größen-/...) Skalen nachstellen läßt. Daher haben manche Physiker u.U. mehr praktische Programmiererfahrung als manche Informatiker... :-) Zusammen mit ihrem analytischem Denken macht das Physiker doch zu den idealen IT Beratern ;-) -- findest Du nicht? Von den TNG-Mitarbeitern sind übrigens mehr als 1/6 Physiker, und davon über die Hälfte promoviert. Schöne Grüße, Manfred

  5. Christian

    ahh sorry bei uns kriegen die Azubis die laptops eingerichtet.

  6. Christian

    Hallo, sorry aber die ersten 2 Wochen sind für jemanden, der auf Doktor studiert hat nicht der Burner. Genauso werden Azubis innerhalb der ersten 2 Wochen bei uns behandelt.

  7. Rowena

    Wie kommt man denn von der Physik zu IT?

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