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Wir planen die Energiewende

Windkraft Windenergie Energiewende [Quelle: Pixabay.com, Autor: ulleo]

Quelle: Pixabay.com, ulleo

Wie viele Windräder muss man bauen, um den Atomausstieg zu kompensieren? In das Fachgebiet von Biologin Juliane fällt diese Frage nicht gerade. Trotzdem versuchte sie sich bei "SMC Insights." in Berlin an einer Fallstudie zur Energiewende. Wie sie sich geschlagen hat, berichtet sie hier.

Titel und Thema der Veranstaltung

SMC Insights. MINT & Engineering

Zeit und Ort

1. und 2. Dezember 2016 in Berlin

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter

24 Teilnehmer und neun Mitarbeiter von SMC, darunter Dr. Christoffer-Martin Seubert (Vice President), Max Milz (Vice President) sowie mehrere Projektmanager und Consultants

Was ich mir erwartet habe

Weil ich mich nach meiner Promotion beruflich umorientieren möchte, schaue ich mir regelmäßig die Karriere-Events bei e-fellows.net an. Dabei wurde ich auch auf die Veranstaltung "SMC Insights. MINT & Engineering" aufmerksam. Der Workshop war perfekt für mich geeignet, da mir das Berufsfeld Beratung schon lange im Kopf umhergeistert. Interessiert hat mich vor allem, wie sich SMC von externen, aber auch von anderen Inhouse-Beratungen unterscheidet. Außerdem wollte ich unbedingt mehr über die Rahmenbedingungen des Beraterlebens erfahren und herausfinden, ob es als Frau und zudem mit Kind überhaupt die Möglichkeit gibt, als Beraterin zu arbeiten.

Ich wäre gern ein Kaffeevollautomat

Nachdem ich am Flughafen Tegel die anderen Teilnehmer getroffen hatte, fuhren wir gemeinsam zum Siemens-Gasturbinenwerk. Dort begannen wir mit einer Kennenlern-Runde, bei der jeder spontan sagen sollte, welches Siemens-Produkt er gern wäre. Das sorgte direkt für einige Lacher und lockerte die Stimmung auf.

Anschließend durften wir die Produktion der Gasturbinen aus nächster Nähe bestaunen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir, mit welcher Präzision hier gearbeitet werden muss. So wird dieser tonnenschwere Koloss mit kleinen Gewichten bis auf Gramm-Werte austariert. Ein weiteres Highlight war die Bus-Tour durch das abendliche Berlin, bei der wir erfuhren, wie Werner von Siemens die Stadt geprägt hat.

Neben dem Rahmenprogramm kamen natürlich auch die Infos zum Alltag bei SMC nicht zu kurz: Nach einer Unternehmenspräsentation wurden uns sowohl die Einstiegswege und -kriterien, als auch die Ausstiegsmöglichkeiten in einen anderen Siemens-Betrieb erläutert. Besonders aufschlussreich fand ich die Erfahrungsberichte der SMC-Berater, die viele meiner Fragen beantworteten: Wie fühlt es sich an, von montags bis donnerstags in der Welt unterwegs zu sein? Wie kommt man damit zurecht, alle paar Monate ein neues Projekt mit einem neuen Team zu beginnen? Bekommt man irgendwann Routine oder wird man immer wieder ins kalte Wasser geworfen?

Volle (Wind-)Kraft voraus!

Am nächsten Morgen waren dann wir gefordert: Die Fallstudie stand bevor. Beim Frühstück konnte man die Anspannung und Aufregung deutlich spüren – viele von uns hatten so etwas schließlich vorher noch nie bearbeitet.

In Sechser-Gruppen aufgeteilt sollten wir für ein imaginäres Land die Energiewende planen, hauptsächlich unter dem Aspekt der Dekarbonisierung und der gleichzeitigen Abschaffung der Nuklearenergie. Uns wurde schnell klar, dass eine Umverteilung gar nicht so einfach ist, da man ja nicht einfach jeden freien Fleck mit Windturbinen zupflastern kann. Aber was dann? Ratschläge dazu bekamen wir von den SMC-Beratern, die für die Fallstudie in die Rolle von Experten schlüpften und sich von uns interviewen ließen. Doch natürlich gaben sie ihr Wissen nicht einfach so preis – da war viel Verhandlungsgeschick und Nervenstärke gefragt. Unseren Lösungsvorschlag mussten wir zum Abschluss am Flipchart präsentieren. Hundertprozentig zufrieden waren wir damit leider nicht, was aber auch an unserem großen Ehrgeiz lag.

Lehrreich war die Fallstudie für mich gleich in zweierlei Hinsicht: Erstens fand ich es erstaunlich, wie schnell sich mein Team zusammengefunden hat und wir die Aufgaben je nach Präferenzen und Stärken der Mitglieder aufgeteilt haben. Zweitens hat mich überrascht, dass man tatsächlich jedes Thema – und sei es auf den ersten Blick noch so weit von der eigenen Expertise entfernt – sehr gut bearbeiten kann, wenn man strukturiert und zielorientiert vorgeht und ein super Team an seiner Seite hat.

Mein Fazit

Ich würde den "SMC Insights."-Workshop jedem empfehlen, der sich für die Arbeit bei einer Beratung interessiert. Ich habe tolle Menschen kennengelernt und da es ein Workshop speziell für MINTler war, fühlte ich mich auch ohne vorherige Beratungs-Erfahrung wohl.

Ein wenig schade finde ich, dass fast nur Männer am Workshop teilgenommen haben. Was meine persönliche Karriere-Planung betrifft, haben mich die Erfahrungen der Berater nämlich wirklich überzeugt und ich kann mir jetzt gut vorstellen, in diese Branche einzusteigen. Ich denke, der Spagat zwischen Beratung und Familie kann gelingen – allerdings muss man sich im Klaren sein, dass man eben einen Großteil der Zeit nicht zuhause sein wird.

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Willst du mehr über unseren Partner SMC erfahren? Hier findest du alle Infos zum Unternehmen.

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