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Als Naturwissenschaftler in die Beratung

Labor, Forschung, Reagenzglas, Promotion [Quelle: freeimages.com, Autor: vierdrie]

Quelle: freeimages.com, vierdrie

Mit einem naturwissenschaftlichen Studium in die Beratung? Ist der Beruf des Strategieberaters etwas für mich? e-fellow Olivia nahm an der Veranstaltung 'SMC Insights' von Siemens Management Consulting (SMC) teil. Sie erhielt Einblicke in die Arbeitsweisen und erfuhr, wie man auch als sogennanter Exot in die Beratung einsteigen kann. Vor allem die Führung durch das Gaskraftwerk Irsching beeindruckte sie sehr.

Titel und Thema der Veranstaltung

Die Veranstaltung hieß "SMC Insights: Energie für die mobile Zukunft". Sie richtete sich an Studenten und Doktoranden natur- und ingenieurwissenschaftlicher Fächer. Ziel war es, den Teilnehmern einen Eindruck vom Beraterleben bei SMC zu vermitteln - am konkreten Beispiel des Themas E-Mobility.

Ort und Datum

24. bis 25. Januar 2013 in München

Teilnehmer und Unternehmensvertreter

20 Studenten und Doktoranden; Unternehmensvertreter: Dr. Florian Felderer, Dr. Jakob Mayer, Dr. Christoph Bergbauer, Alumnus Dr. Falk Wottawah, Daniel Soujon, Dr. Andreas Henig, Benjamin Dennhardt, Anant Goenka und Sabine Reiter

Physikstudium - jetzt in die Beratung?

Gegen Ende meines Studiums begann ich mich mit der Frage auseinanderzusetzen, ob der Beruf des Beraters eine Option für mich sein könnte. Und wenn ja, welche Form der Beratung? Ist das ein Lebens- und Arbeitsstil der zu mir passt? Würde mich die Arbeit interessieren? Wie sieht der Tagesablauf eines Beraters aus und wie anstrengend ist es wirklich?  Meine konkreten Vorstellungen hielten sich bis dato in Grenzen.

Als ich erfuhr, dass es innerhalb des Siemens-Konzerns eine Beratung gibt, bei der es sich zudem um die europaweit größte interne Strategieberatung handelt, interessierte mich SMC als möglicher Arbeitgeber sehr. Besonders ansprechend ist hierbei die Kombination aus einer strategischen Beratungstätigkeit und der Tatsache, dass es sich bei Siemens um einen Technologiekonzern handelt. Für mich als Physikerin besonders reizvoll.

Wo ist eigentlich Irsching?

…wusste ich bis dato auch nicht. Es liegt östlich von Ingolstadt und ist der Standort des weltweit leistungsfähigsten Gas- und Dampfkraftwerkes. Direkt nach der Ankunft in München fuhren wir gemeinsam mit dem Bus dorthin. Während der Fahrt stellte man uns die Agenda der kommenden zwei Tage vor und wir bekamen ein paar Knobelaufgaben, die wir in Zweierteams lösen sollten. Mit Hilfe der Frage "Wie viele Passagiere werden jährlich von der Münchener U-Bahn befördert?" lernten wir uns untereinander gleich kennen.

Vorstellung und Führung durch das Gaskraftwerk

In Irsching hielt Dr. Florian Felderer einen Vortrag zur SMC und wir konnten ihn sowie die zwei weiteren Berater Dr. Jakob Meyer und Dr. Christoph Bergbauer und Sabine Reiter vom Recruiting alles fragen, was einen schon immer interessiert hat. Ich hatte den Eindruck, dass die vier alle Fragen sehr ehrlich beantwortet haben. Außerdem stellten sie die Vor- und Nachteile des Berufes dar. So wurde beim Thema Arbeitszeit unmissverständlich klargestellt, dass Projektarbeit auch sehr intensive Arbeitsphasen beinhaltet - vor allem zu Projektbeginn und -ende. Positiv fiel mir auf, dass alle anwesenden Berater sehr zufrieden mit ihrer Arbeit schienen. Außerdem erwähnten sie in der Gesprächsrunde, dass die durchschnittliche Verweildauer eines Beraters in etwa drei Jahre beträgt. Etwa 80 Prozent wechseln innerhalb des Konzerns in einen Spezialbereich, den sie durch ihre vorherige Beratertätigkeit schon kennen.

Siemenstechnologie vor Augen - das Gaskraftwerk

Die Führung durch das Gaskraftwerk Irsching war ein Highlight. Das Werk hat Siemens Energy in Kooperation mit der E.ON AG erbaut. Das Gesamtsystem zur Stromerzeugung, bestehend aus Gas- und Dampfturbine und der Abhitzetechnik, erreicht den weltweit höchsten Wirkungsgradwert. Dieser Fakt und die gewaltige Anlage haben alle Teilnehmer stark beeindruckt. Die Besichtigung endete mit einer Diskussion zur Energiewende.

Fragerunde mit den Beratern

Während der gesamten Veranstaltung hatten wir die Möglichkeit, mit den Beratern ins Gespräch zu kommen. Es waren immer mehrere Berater anwesend, die offen über ihre Erfahrungen berichteten. Außerdem hatten sie alle einen naturwissenschaftlichen oder technischen Studienhintergrund - so wie die Teilnehmer. Besonders beim gemeinsamen Abendessen im Restaurant "Österia" nach der Kraftwerksbesichtigung konnten wir die Berater und Alumni persönlich kennenlernen. Einer von ihnen war der ehemalige SMC-Berater Dr. Falk Wottawah, er arbeitet heute bei Corporate Technology.

Sabine Reiter vom Recruiting beantwortete unsere Fragen zum Bewerbungsprozess und Entwicklungsmöglichkeiten betreffend. Wie stark wird das Angebot, einen MBA oder einen PhD zu machen, wahrgenommen? Wie hoch ist der Frauenanteil bei der SMC?

Das Wichtigste: die Case Study

Am zweiten Tag bearbeiteten wir eine Case Study zum Thema E-Car und E-Mobility. Die Fallstudie basierte auf einem realen Projekt. Wir Teilnehmer wurden in Gruppen aufgeteilt und als Team durchliefen wir die klassischen Projektphasen.

Zu Beginn fand ein Kick-Off-Meeting statt, in dem wir die wirtschaftliche Relevanz der E-Mobility in der Zukunft bewerten sollten. Dabei ging es um Marktanalyse und die Einschätzung von Markteinstiegsmöglichkeiten für Siemens.

Dann überlegten wir uns praktische Umsetzungen: Wie kann Siemens in den Markt einsteigen, welche praktischen Schritte müssen umgesetzt werden? Am Ende der einzelnen Phasen musste jedes Team eine Präsentation vor dem "Steering Committee" halten, das aus SMC Beratern bestand.

Während der Fallstudie hatte man nicht den Eindruck, in einer Testsituation zu sein. Vielmehr haben uns die Berater Hinweise gegeben, wie sich die Situation in einem realen Projekt gestaltet und welche Herangehensweisen es gibt. Am Ende der Case Study hielt Benjamin Dennhardt eine Präsentation, indem er auch den realen Ausgang des Projekts beschrieb.

Fazit

Für mich war die Veranstaltung sehr positiv. Sie hat den Teilnehmern einen authentischen Einblick in das Beraterleben bei SMC gegeben. Dabei wurden alle relevanten Bereiche abgedeckt: Bewerbungsprozess, Arbeitsalltag, konkrete Projektarbeit, Weiterbildungsmöglichkeiten, Karriereentwicklung und -aussichten.

Ich kann die Veranstaltung jedem, der sich für die Tätigkeit eines Strategieberaters in einem Technologiekonzern interessiert, weiterempfehlen. Man sollte sich bewusst sein, dass SMC als interne Unternehmensberatung ausschließlich den Siemens-Konzern in strategischen Fragestellungen berät. Wer Einblick über die verschiedenen Branchen hinweg erhalten möchte, für den ist ein externes Beratungsunternehmen sicherlich eine Alternative.

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