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Zwei Fliegen, ein Workshop

Ein Berg Tabletten [Quelle: freeimages.com, dimshik]

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Einblick in Einstiegsmöglichkeiten und Arbeitswelt bei Roche, spannende Infos rund ums Thema Projektmanagement, Geschwindigkeitsrausch auf der Kartbahn: Das und mehr bot der Workshop 'Führung in Projekten' vom 15. bis 17. Februar bei Roche Diagnostics in Mannheim. Betreut wurden die e-fellows von Ulrike von Faber (Personalmarketing). Zudem waren Ulrike von Eicke (Kommunikation) und Melanie Zorn (Trainee im Management Start-up Programm) als Referenten dabei. Seine Erfahrung im Projektmanagement gab Dr. Bernd Schneidinger weiter, der im Geschäftsbereich Diabetes Care die Chemie-Entwicklung Global Research Technology leitet; und schließlich Alexander von Faber, Head of Training, Development, Succession and Talent Management bei Roche in Basel.

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe

Für mich als Humanbiologin ist bei e-fellows.net vor allem das Pharmaunternehmen Roche interessant. Allerdings hatte ich mir immer gewünscht, durch e-fellows.net meine Kenntnisse in wirtschaftswissenschaftlichen Fragen zu vertiefen, um eventuell in einen ganz anderen Arbeitsbereich als dem der Forschung und Entwicklung einzusteigen. Das Angebot von Roche, sowohl einen Einblick ins Unternehmen zu erhalten als auch das Projektmanagement kennenzulernen, war für mich eine ideale Kombination. Deshalb habe ich mich sofort beworben.

Fremdkörper Projektmanagement

Als eine der ersten saß ich am frühen Vormittag am Besuchereingang von Roche und wusste nicht so recht, was mich in den nächsten Tagen erwarten würde. Während meines Studiums war ich in keiner Weise mit Projektmanagement in Berührung geraten. Deshalb hoffte ich, dass es wenigstens einigen Mitstreitern im Workshop genauso gehen würde. Nach und nach trudelten die anderen ein. Beim ersten Kennenlernen stellte ich erleichtert fest, dass die meisten mindestens so unwissend waren wie ich. Ulrike von Faber aus dem Personalmarketing führte uns zu den Seminarräumen und gab einen Überblick über das Programm der folgenden Tage. Sie erwähnte auch, dass wir zu einem auserwählten Kreis gehörten, da sie bei einer großen Flut von Bewerbungen viele Absagen erteilen musste.

Radeln auf dem Werksgelände

Um einen Zugang zum Unternehmen Roche zu erhalten, stellte uns Ulrike von Eicke, Referentin für Kommunikation, die Standorte in Deutschland vor. Dabei gab es den ein oder anderen Aha-Effekt: Vielen von uns waren die Produkte des Pharmakonzerns bekannt, ohne dass wir sie zwingend mit Roche in Verbindung gebracht hätten. Um den Standort selbst kennenzulernen, stand uns eine Flotte von Werksfahrrädern zur Verfügung, mit denen wir bequem über das Gelände geführt wurden. Beim Mittagessen im Casino mischten wir uns unter die Mitarbeiter, danach stand ein Besuch in der Forschungsabteilung für Messgeräte im Geschäftsbereich Diabetes Care auf dem Programm.

Individuelle Betreuung für Trainees

Um einen persönlichen Eindruck von Roche als Arbeitgeber zu erhalten, erwarteten uns gleich zwei Referenten: Melanie Zorn, Trainee im Management Start-up Programm Projektmanagement, berichtete von der Erfahrung, die sie in ihrer ersten Zeit im Unternehmen bereits gesammelt hat. Dabei hob sie die individuelle Betreuung der wenigen Trainees sowie die positive Atmosphäre im Unternehmen hervor. Dies bestätigte Dr. Bernd Schneidinger, Leiter der Chemie-Entwicklung Global Research & Technology innerhalb des Geschäftsbereichs Diabetes Care. Er gab uns darüber hinaus erste Einblicke ins Projektmanagement und stand auch am nächsten Tag als Ansprechpartner für Fragen zum Einstieg zur Verfügung.

Am Ende des ersten Tages stellte uns Frau von Faber die Einstiegsmöglichkeiten bei Roche vor und wurde mit so vielen Fragen bestürmt, dass sie den zweiten Teil ihres Vortrags auf den folgenden Tag verschieben musste. Lieber ließen wir den ersten Tag gemeinsam in geselliger Runde im Lokal "Tomate" ausklingen.

Was ist Projektmanagement?

Am zweiten Tag erwartete uns Ulrich Lüke von der Tiba Managementberatung, der uns mit Projektmanagement vertraut machte. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde stiegen wir ins Thema ein. "Das ist Ihnen womöglich schon bekannt", fiel dabei zwar einige Male, und ich musste den Satz innerlich immer mit "Nein" beantworten. Dementsprechend froh war ich, dass wir zuerst die Grundlagen und Begriffe des Projektmanagements klärten.

Interaktiv statt frontal

Nachdem alle auf dem gleichen Wissensstand waren, ging die Arbeit richtig los - und zwar keinesfalls in trockenem Frontalunterricht, sondern interaktivem Miteinander. So diskutierten wir beispielsweise in kleinen Gruppen, wie eine optimale Teambildung aussehen kann. Dabei trägt der Projektleiter die Verantwortung, ein heterogenes Team zusammenzustellen, das dominante und weniger dominante Persönlichkeiten vereint. Innerhalb des Teams sollten soziale Aktivitäten und feste Regeln das Teamgefühl stärken. Wo Konflikte auftauchen, sind clevere Kommunikation und Fingerspitzengefühl des Projektleiters gefragt, um die negative Stimmung aufzufangen und anzusprechen. Unsere Ideen tauschten wir anschließend im Plenum aus. Dabei blieb der Leiter des Workshops meist im Hintergrund und fasste unsere Ergebnisse nur zum besseren Verständnis zusammen. Dadurch gab er uns das Gefühl, den Workshop selbst zu gestalten und durch unsere Ideen voranzutreiben. Das vermittelte nicht nur Wissen, sondern machte auch viel Spaß.

Frauen rauschen schneller

Als letzter informativer Teil des Tages erwartete uns ein Gespräch mit Alexander von Faber, Head of Training, Development, Succession and Talent Management bei Roche in Basel. Der Spezialist für Personalfragen informierte über Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb der Firma, Einstellungskriterien und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zwar reichte die Zeit kaum aus für all unsere Fragen, aber glücklicherweise begleitete uns Herr von Faber auch zum Höhepunkt des Abends: einem Besuch der Kartbahn in Mannheim. Dort übten wir uns im Geschwindigkeitsrausch, wobei das größte Talent aus den Reihen der weiblichen Fahrerinnen kam. Auch an diesem Abend fand beim gemeinsamen Essen ein reger Austausch statt, bei dem die Unternehmensvertreter mit weiteren Fragen bestürmt wurden, es in vielen Gesprächen aber nicht nur ums Berufsleben ging.

Im Rollenspiel Entscheidungen fällen

Nach einer kurzen Nacht ging es erneut ums Projektmanagement. Dieses Mal beschäftigten wir uns mit effektiver Entscheidungsfindung, Motivation von Teammitgliedern und der Lösung von Konflikten. Besonders interessant erlebte ich die interaktiven Rollenspiele, die für viel Unterhaltung ebenso sorgten wie für ein tiefergehendes Verständnis des Themas.

Netzplan in der Forschung?

Auch an diesem Tag gab es viele Denkanstöße, die in einer Abschlussrunde kurz diskutiert wurden: Inwiefern lassen sich Methoden des Projektmanagements wie der Netzplan in der Grundlagenforschung anwenden? Diese beinhaltet eine kreative Komponente, die sich schwer planen lässt. Häufig muss man spontan auf neue Entwicklungen reagieren, anfangs vernachlässigte Lösungsansätze stehen plötzlich im Vordergrund. Oft fehlt der universitären Forschung ein sinnvolles Gerüst, wie es das Projektmanagement bieten kann. Die Herausforderung besteht wohl darin, gute Organisation mit Kreativität zu verbinden. Dank unseres neuen Wissens über die Grundlagen des Projektmanagement wird wohl der ein oder andere seine Promotions- oder Arbeitsstrategie überdenken. Mit einem Gruppenfoto und dem Austausch der Kontaktadressen endeten drei spannende Tage bei Roche.

Mein Fazit

Der Workshop "Führung in Projekten" lässt sich in zwei Teile gliedern: Zum einen gewinnt man einen guten Einblick in Einstiegsmöglichkeiten und Arbeitswelt bei Roche, zum anderen lernt man viel über das Thema Projektmanagement. Gerade diese Kombination würde ich vor allem Naturwissenschaftlern empfehlen, die sich noch nicht auf Forschung und Entwicklung festgelegt haben. Gleichzeitig kann der Workshop auch Ingenieuren und Wirtschaftswissenschaftlern die Perspektive eröffnen, bei einem interessanten, aber in diesen Fachgruppen wenig bekannten Unternehmen einzusteigen. Persönlich habe ich auch den Austausch mit Doktoranden anderer Naturwissenschaften genossen, bei dem man immer wieder erstaunliche Gemeinsamkeiten entdeckt. Rückblickend habe ich drei informative und spannende Tage in lockerer Atmosphäre erlebt, die von Roche exzellent organisiert waren.

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Willst du mehr über unseren Partner Roche erfahren? Hier findest du alle Infos zum Unternehmen.

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