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Wenn Dia und Pharma persönlich werden

Labor (Quelle: freeimages.com, Autor: vierdie)

Quelle: freeimages.com, vierdie

Bücher büffeln in der Uni ist das Eine - das Gelernte in die Praxis umzusetzen das Andere. Genau das konnte Simone beim Workshop 'Personalisierte Medizin' mit Roche in Penzberg erfahren. Dort lernte sie mehr über Dia und Pharma und was es heißt, Medizin zu personalisieren - und wie der Arbeitsalltag im Großunternehmen Roche aussieht.

Ort, Zeit und Dauer der Veranstaltung:

Roche Diagnostics in Penzberg
Montag, 27. Februar 2012, 10 bis 16 Uhr

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter:

Unternehmensvertreter: Erika Dillmann (Human Resources Marketing), Dr. Friedrich Feuerhake (Neuropathologe), Dr. Albert Geiger (Chemiker), Dr. Suzana Vega Harring (Pathologin), Dr. Peter Heiss und 20 e-fellows.net-Stipendiaten

Während meines Studiums der Molekularmedizin habe ich viel über Forschung an Universitäten gelernt. Diese ist jedoch oft sehr grundlagenorientiert und anwendungsfern. In der Pharmaindustrie hingegen werden Forschungsergebnisse nicht nur theoretisch diskutiert - sondern tatsächlich umgesetzt. Um einen Einblick zu bekommen, wie genau das funktioniert, und wie die Arbeitsbedingungen in einem großen Unternehmen wie Roche sind, habe ich mich zum Workshop "Personalisierte Medizin" angemeldet.

Willkommene Überraschung für die Frühaufsteher

Nach einer herzlichen Begrüßung an der Pforte warteten im modernen Seminarraum bereits Brezen und Kaffee auf uns. Da manche Teilnehmer für die Fahrt nach Penzberg schon um 3 Uhr aufgestanden waren, war das eine willkommene Überraschung. Im ersten Vortrag stellte Erika Dillmann das Unternehmen Roche und den Standort Penzberg vor. Wir erfuhren, dass von weltweit rund 80.000 Mitarbeitern rund 4.800 in Penzberg arbeiten. Die Schwerpunkte dort sind Diagnostik und Pharmazie - von den Referenten gerne auch als Dia und Pharma bezeichnet.

Gute Aussichten mit Promotion

Sowohl in der Pharma als auch in der Dia gibt es Einstiegsmöglichkeiten für Berufsanfänger. Während Naturwissenschaftler ohne Promotion bei Roche hauptsächlich praktische Arbeiten durchführen, werden Berufseinsteigern mit Promotion schnell Führungsaufgaben zugewiesen. Ein direkter Weg zu Führungsaufgaben ist auch das Management-Start-Up-Programm Scientist, für das ebenfalls eine Promotion Voraussetzung ist.

Das Konzept der personalisierten Medizin

Im zweiten Vortrag ging es um das Konzept der personalisierten Medizin. Dabei handelt es sich um eine speziell auf eine  Patientengruppe zugeschnittene Behandlung. Der Neuropathologe Friedrich Feuerhake nannte dazu ein Beispiel aus seinem Arbeitsgebiet, der Krebsforschung: Es gibt bestimmte Formen von Brustkrebs, bei denen zu viel von einem Protein, dem Wachstumsfaktorrezeptor HER2/neu, gebildet wird. Wird bei einem Brustkrebspatienten eine Überexpression von HER2/neu festgestellt, so kann dieser Patient effektiv mit dem von Roche entwickelten und bereits seit Längerem zugelassenen Wirkstoff Trastuzumab behandelt werden. Bei anderen Patienten ist Trastuzumab dagegen wirkungslos.

Der Chip für Antikörper

Im dritten Vortrag erklärte uns Dr. Albert Geiger eine neu von Roche entwickelte Technologie für die Diagnostik: IMPACT (Immonulogical Multi Parameter Chip Technology). Mit diesem Verfahren ist es möglich, vollautomatisch mit hoher Genauigkeit verschiedene Proteine aus Körperflüssigkeiten auf einem Chip mit Antikörpern nachzuweisen. Bisher wird die IMPACT zur Roche-internen Forschung bei der Entwicklung neuer Medikamente eingesetzt - was zeigt, wie eng die Bereiche der Diagnostik und Pharma miteinander verwoben sind.

Mein Highlight: das gemeinsame Mittagessen

Nach den Vorträgen ging es zum gemeinsamen Mittagessen, was für mich ein weiteres Highlight des Workshops war. Denn dabei ergab sich die Möglichkeit, ganz ungezwungen mit Mitarbeitern von Roche über deren Arbeitsalltag zu reden. So erfuhr ich beispielsweise, dass man als Führungskraft bei Roche durchaus Familie mit Beruf vereinbaren kann und dass man als promovierter Naturwissenschaftler viel Zeit mit Besprechungen und Mitarbeitergesprächen verbringt.

Labor-Tour und Plüschkrokodile

Am Nachmittag wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Der ersten Hälfte zeigte Suzana Vega Harring die Labore in der Pharmaforschung. Ich war in der zweiten Gruppe, die durch die Diagnostikforschung geführt wurde. Wir bekamen die voll- und teilautomatischen Diagnostikgeräte in zwei Laboren zu sehen, was sehr spannend war. Gerne hätte ich noch mehr Labore aus unterschiedlichen Einheiten kennengelernt. Zum Abschied gab es dann eine große Roche-Tüte mit viel Informationsmaterial - inklusive kleinem grünen Plüschkrokodil mit Roche-Halstuch.

Mein Fazit

Insgesamt hat mir der Workshop bei Roche sehr gut gefallen. Ich lernte, wie eng Diagnostik und Pharmazie im Unternehmen verknüpft sind, und welche vielfältigen Beschäftigungsmöglichkeiten sich daraus ergeben. Ich kann einen Workshop bei Roche nur allen Naturwissenschaftlern empfehlen, die in der medizinischen Forschung und Entwicklung arbeiten wollen. Da die interessantesten Einstiegsmöglichkeiten bei Roche in Penzberg für promovierte Naturwissenschaftler angeboten werden, dürfte der Workshop besonders für Doktoranden informativ sein.

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