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Mit Roche auf Lateinamerika-Tour (1. Teil)

Papageien (Quelle: freeimages.com, Piknik1977)

Quelle: freeimages.com, Piknik1977

Vier lateinamerikanische Länder in 90 Tagen – so lautet der Plan für Fabians Projekt bei Roche. Das führt ihn durch Uruguay, Brasilien, Kolumbien und Chile. In Lateinamerika muss Fabian sich an Verkehrsinfarkte und krasse Gegensätze zwischen arm und reich gewöhnen.

Ich bin mit dem Management Start Up Program bei Roche Diagnostics eingestiegen. Eines Tages kam die Verantwortliche für das Programm auf mich zu und meinte, dass sie ein interessantes Auslandsprojekt für mich hätte. Als mir der Auftraggeber aus dem Projektmanagement der EMEAM/LATAM Vertriebsorganisation dann mein Auslandprojekt näher erläuterte, verschlug es mir glatt die Sprache. Drei Monate Lateinamerika, das heißt arbeiten in vier Ländern, mit vier unterschiedlichen Kulturen, in vier Vertriebsgesellschaften. Und das alles in nur 90 Tagen - sportlich. Ich sollte einen Guide zur Implementierung von professionellen Blutzuckermesssystemen bei unseren lateinamerikanischen Kollegen einführen und durch aktuelle Projekte validieren.

Vorbereitungen auf Lateinamerika

Voller Erwartung startete ich also die Vorbereitung für das Projekt im deutschen Vertrieb. Dabei ging es zum einen darum, das Blutzuckermessgerät in Gesprächen mit lokalen oder globalen Produktmanagern kennenzulernen und die Herstellung und Produktion zu verstehen. Außerdem fuhr ich zu einem Kunden und war bei der Installation des Geräts dabei.

Das Highlight der Vorbereitung auf das Projekt war jedoch ein Workshop in Madrid, bei dem Produktmanager aus Europa, dem Nahen Osten, Afrika und Lateinamerika für drei Tage zusammen kamen. Das war eine super Gelegenheit, mich das erste Mal mit meinen zukünftigen Kollegen aus Lateinamerika über die dortigen Verhältnisse auszutauschen. Zudem lernte ich hier auch meinen regionalen Betreuer, den General Manager von Uruguay, persönlich kennen.

Von Uruguay über Brasilien bis nach Chile

Zusammen mit dem Auftraggeber legten wir während eines Meetings am Rande des Workshops meine Reiseroute durch Lateinamerika fest. Zunächst sollte es zum Projektstart nach Montevideo in Uruguay gehen. Zwei Tage später dann für zwei Wochen nach Brasilien. Im Anschluss daran war noch einmal eine Woche Uruguay geplant, um das Projekt dann mit einem Besuch für je drei Wochen in Kolumbien und Chile abzurunden.

Tagebuch Roche
"los dedos" - die Finger, Wahrzeichen von Punta del Este, Uruguay

Was erwartet mich in Uruguay?

Uruguay, was erwartet mich denn da genau? Ich war jedenfalls noch nie dort. Der Weg vom Flughafen ins Hotel gefiel mir auf alle Fälle schon einmal gut, es ging direkt am Meer entlang, der Sonne und Montevideo entgegen. So lässt sich es aushalten - und die Laufstrecke für den Nachmittag stand damit auch schon fest.

Am nächsten Morgen fuhr ich mit dem Taxi zur Roche-Niederlassung. Ich war schon ganz gespannt darauf, meine Kollegen zu treffen und das Projekt so richtig zu starten. Empfangen wurde ich vom General Manager, der mich schon aus Madrid kannte. Es gab eine ausgiebige Vorstellungsrunde, ein paar interne Projektmeetings und einen ersten Kundenbesuch in Uruguay.

Kreuz und quer zum Kunden

Klar, am Anfang ist alles neu, und auf dem Weg zum Kunden kam ich mir ein bisschen vor wie in einem Touristenbus, da mich unsere Produktmanagerin ständig auf Sehenswürdigkeiten hinwies und mir ganz nebenbei noch Informationen zum Kunden gab. Dort angekommen wurde ich gleich mit der teils harten Realität öffentlich geführter lateinamerikanischer Krankenhäuser konfrontiert. Die Umstände zu sehen, unter denen dort gearbeitet wird, war sehr bewegend.

Am zweiten Tag hieß es dann schon wieder Koffer packen und auf nach Brasilien. Uruguay liegt direkt südlich von Brasilien, deswegen habe ich mir schon fast überlegt, ob ich denn da überhaupt fliegen muss. Letztlich sind die Entfernungen in Südamerika aber doch so gewaltig, dass zwischen Montevideo und Sao Paolo zweieinhalb Stunden Flugzeit liegen. Die Größe von Sao Paolo ist wirklich beeindruckend. Ich bin locker eine Stunde durch die Stadt zum Hotel gefahren und war ständig umgeben von Hochhäusern, verrückt.

Anflug auf den Stadtflughafen Congonhas in Sao Paolo
Anflug auf den Stadtflughafen Congonhas in Sao Paolo

Verkehrsinfarkt und gute Gespräche

An den ersten beiden Tagen fand ein Training mit meinen brasilianischen Kollegen statt, die von der globalen Produktmanagerin in dem Guide geschult wurden. Anschließend nahm ich noch für eineinhalb Tage an einer Konferenz teil, auf der ich auch einige unserer Kunden traf, mit denen ich in den kommenden Tagen zu tun haben sollte.

Auf dem Weg zu den Kunden machte ich das erste Mal Bekanntschaft mit dem täglichen und unberechenbaren Verkehrsinfarkt in Sao Paolo. Da kann sich die Fahrt zum Kunden unerwartet um zwei Stunden verlängern. Wenigstens konnte ich die zusätzliche Zeit nutzen, um mit den Kolleginnen über das Projekt und das weitere Vorgehen zu sprechen  - und über Fußball und ob nun Deutschland oder Brasilien bei der WM im nächsten Jahr bessere Chancen hat.

Im Anzug auf der Copacabana

Ein paar Tage später flog ich für zwei Tage zu Kunden nach Rio de Janeiro und schon beim Anflug waren der Zuckerhut und die Jesusstatue zu sehen -ein irres Gefühl! Wenn ich früher über Rio de Janeiro nachdachte, hatte ich mich eher in der Badehose als im Anzug auf der Copacabana gesehen.

Sandburg auf der Copacabana, Rio de Janeiro
Sandburg auf der Copacabana, Rio de Janeiro

Um ans Ziel zu gelangen, ging es dann wie immer kreuz und quer durch die Stadt. Währenddessen wurde ich mit Infos über die Kunden und deren Projektstatus in einem Mix aus Englisch, Portugiesisch und Spanisch informiert, je nachdem welche Sprache gerade besser passte. Bei unseren Kunden selbst kam es mir manchmal eher vor wie in einem Hotel und nicht wie in einem Krankenhaus  - wieder hatten mich die krassen Gegensätze in Lateinamerika eiskalt erwischt. Kein Vergleich zu den Zuständen in den öffentlichen Krankenhäusern, die ich bis dahin gesehen hatte.

Auf dem Rückflug nach Montevideo konnte ich dann das erste Mal meine Gedanken etwas ordnen und die gewonnenen Eindrücke verarbeiten. Die Zusammenarbeit mit den brasilianischen Kollegen und Kunden verlief erfolgreich, und ich war gespannt, wie sich die weiteren Aktionen entwickeln würden.

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