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Die Suche nach den passenden Worten

Streit, Konfliktmanagement [Quelle: freeimages.com, Autor: mzacha]

Quelle: freeimages.com, mzacha

Es ist nicht immer einfach, das zu sagen, was man meint. Der österreichische Nobelpreisträger Konrad Lorenz beschrieb die Tücken der Kommunikation einmal wie folgt: 'Gemeint ist nicht gesagt, gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden, verstanden ist nicht einverstanden.' Um mehr über die Tücken der Kommunikation zu lernen und sich den eigenen Sprachstil bewusst zu machen, besuchten Vivian und Christian den Workshop 'Auf die Wortwahl kommt es an' bei Roche in Penzberg.

Titel und Thema der Veranstaltung

Workshop "Auf die Wortwahl kommt es an" bei der Kommunikationstrainerin Beatrix Kress von KressCom.

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung

Der Workshop fand am 26. April 2010 auf dem Werksgelände von Roche in Penzberg statt mit einem abendlichen Ausklang im Restaurant.

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter

An dem Workshop nahmen insgesamt 14 Personen teil – darunter zwölf Naturwissenschaftler und zwei Ingenieure. Als Unternehmensvertreterin von Roche war Erika Dillmann (Personalmarketing) Ansprechpartnerin während der gesamten Veranstaltung.

Theoretischer Input sorgt für Aha-Effekt

Mit der Erwartung, in Zukunft Missverständnisse vermeiden zu können und Sprache gezielter einzusetzen, nahmen wir am Workshop "Auf die Wortwahl kommt es an" bei Beatrix Kress von KressCom teil. Wir wollten den Workshop nutzen, um uns ein Bild von Roche als potentiellen Arbeitgeber zu machen. Unsere Fragen dazu beantwortete Erika Dillmann vom Roche-Personalmarketing.

Mit Hilfe des Vier-Ohren-Modells lernten wir im Workshop, dass sich unsere innere Grundhaltung in der Wortwahl widerspiegelt. Wir wollen zwar auf der Sachebene kommunizieren. Jedoch wählen wir häufig Formulierungen, die vom Gegenüber als Appell, Selbst-Offenbarung oder als Aussage über die Beziehung zum Gegenüber verstanden werden.

Sprecher auf gleicher Augenhöhe

Selbst scheinbar harmlose Formulierungen wie "Ich würde Sie bitten, mich vielleicht morgen anzurufen" zeigen, dass der Sprecher sich unsicher fühlt. Außerdem lässt der Satz die Frage offen, unter welchen Umständen er bitten würde. Wesentlich klarer ist die Formulierung "Wann haben Sie Zeit, dass wir uns über… austauschen?" Diese Formulierung macht deutlich, dass beide Sprecher auf einer Augenhöhe sind.

Mit zahlreichen Beispielen aus unserem alltäglichen Sprachgebrauch sensibilisierte Beatrix Kress uns für einen bewussten Umgang mit Worten. Wir lernten außerdem Tipps und Tricks für Überzeugungsarbeit kennen und erarbeiteten Strategien für eine optimale Gesprächsvorbereitung.

Aller Anfang ist schwer

Da Lernen immer ein Prozess aus Vergessen und Wieder-Erinnern ist, bekamen wir die wichtigsten Punkte auf praktischen Kärtchen zusammengefasst. Schon in den wenigen Tagen, die seit dem Seminar vergangen sind, haben wir bemerkt, wie hilfreich diese Karten im Alltag sind und hatten sie schon mehrfach wieder in der Hand.

In kleinen Vorträgen über uns selbst oder unsere Hobbys konnten wir dann zeigen, wie viel wir von den theoretischen Inhalten bereits umsetzen können. Dabei wurde uns bewusst, wie schwierig es ist, gebräuchliche Formulierungen wie zum Beispiel den Konjunktiv oder das Wort "eigentlich" zu streichen. Wir finden noch immer, dass "Würdest Du mir bitte ein Glas Wasser holen?" freundlicher klingt als "Holst Du mir bitte ein Glas Wasser?". Dennoch ist die zweite Aussage die eindeutig klarere.

"Also, ehrlich gesagt…" – Vorsicht bei der Wortwahl

Wir erkannten außerdem, dass es ungeschickt ist, einen Satz mit "Also, ehrlich gesagt, …" zu beginnen. Diese Formulierung impliziert nämlich, dass ansonsten immer die Unwahrheit über unsere Lippen kommt.

Um unsere Wortwahl im Vortrag oder am Telefon zu verbessern, wurden auch unsere Stimme, Körpersprache und Gestik mit der Kamera aufgenommen und anschließend im Video analysiert. Durch Feedback und persönliche Zielsetzung am Ende des Seminars hatten wir das Gefühl, unserem Ziel, in Zukunft Missverständnisse zu vermeiden, ein ganzes Stück näher gekommen zu sein.

Mehr Sorgfalt bei der Wortwahl

Wir wählen unsere Worte nun sorgfältiger. Das heißt leider noch nicht, dass wir immer die richtigen Worte finden. Wir sind aber aufmerksamer geworden und merken nun schneller, wenn wir uns unklar ausdrücken. Es war sehr faszinierend zu beobachten, wie sich die Teilnehmer zum Ende des Seminars regelrecht auf die Zunge bissen, wenn sie bemerkten, dass sie schon wieder eine Formulierung benutzt hatten, die sie sich abgewöhnen wollten.

Dass wir eigene Fehler erkennen, ist jedoch der erste Schritt, damit wir unsere Wortwahl ändern. Uns allen ist klar, dass wir sicher noch eine Weile brauchen, bis die Änderungen in unseren alltäglichen Sprachgebrauch übergehen.

Roche stellt sich vor

Im Anschluss an das Seminar stellte Erika Dillmann die Roche GmbH in einer etwa einstündigen Firmenpräsentation vor. Sie schilderte die Konzernstruktur und Mentalität sowie die Besonderheiten des Werkes in Penzberg. Sie beschrieb außerdem die Einstiegsmöglichkeit als Trainee oder in Form eines Direkteinstieges. Zu all diesen Themen beantwortete Frau Dillmann unsere Fragen. Nur für einen Besuch des Werksgeländes blieb leider keine Zeit.

Am Abend ließen wir bei Pizza, Pasta und Risotto den Tag Revue passieren. Dabei nutzten wir in gemütlicher Atmosphäre die Gelegenheit, uns mit Roche-Mitarbeitern aus verschiedenen Fachabteilungen zu unterhalten.

Unser persönliches Fazit

Seit dem Workshop hören wir uns kritischer beim Sprechen zu. Wir legen uns vorher in Gedanken zurecht, was wir sagen möchten, anstatt ohne Gesprächsvorbereitung auf Kommunikationspartner zuzugehen. Deshalb können wir das Seminar allen e-fellows empfehlen, die bereit sind, sich mit dem eigenen Sprachstil auseinanderzusetzen, und die ihre Kommunikation verbessern wollen.

Hinzu kommt, dass Erika Dillmann vom Personalmanagement bei Roche dafür sorgte, dass wir Teilnehmer uns rundum wohl fühlten. Sie schenkte uns Schirme gegen die Regenschauer, überreichte uns Informationsmaterial über den Einstieg bei Roche, sorgte für eine gute Stimmung, organisierte das ausgesprochen leckere Essen und den schönen Abend im Kreise von Roche-Kollegen. Nicht zuletzt lernten wir Teilnehmer uns durch die Übungen besser kennen und haben somit viele bereichernde Kontakte geknüpft.

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Willst du mehr über unseren Partner Roche erfahren? Hier findest du alle Infos zum Unternehmen.

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