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Praktikum mit VIP-Atmosphäre

Frau Wolkenkratzer Blick Chefin VIP (© Sergey Nivens - Fotolia.com)

© Sergey Nivens - Fotolia.com

Zeit und Ort

1. August 2014 bis 31.Dezember 2014 bei Bosch Vietnam Co., Ltd in Ho Chi Minh City

Position und Abteilung im Unternehmen

Assistant Trainee of Executive Plant Manager

"One’s destination is never a place but a new way of seeing things" - mit dieser Einstellung machte ich mich Ende Juli auf die Reise nach Ho Chi Minh City (kurz HCMC), Vietnam. HCMC, von den Einwohnern auch Sài Gòn genannt, liegt im Südosten Vietnams und ist mit seinen sieben Millionen Einwohnern das ökonomische Zentrum und größte Stadt des Landes.

Die ersten Schritte

Dort absolvierte ich ein fünfmonatiges Praktikum im Rahmen meines Robert Bosch PreMaster Programms. Durch eine einjährige Praxisphase im Werk in Waiblingen und als Werkstudentin während meines HRM-Master-Studiums hatte ich bereits Gelegenheit gehabt, Bosch "von innen" kennenzulernen. Was mir noch fehlte, war die Erfahrung, für Bosch im Ausland zu arbeiten.

Nachdem ich meine Zusage für die Stelle als "Assistant of Executive Plant Management" in der Tasche hatte, begannen auch gleich die Vorbereitungen. Neben organisatorischen Aufgaben wie der Beantragung des Visums, diversen Arztbesuchen für Impfungen und der Wohnungssuche zählte dazu ebenfalls die intensive Auseinandersetzung mit Land und Kultur - auch, wenn der Unterschied zwischen Theorie und Praxis erfahrungsgemäß groß ist.

Arbeitsauftrag: VIP-Besuche organisieren

Bei Bosch in Vietnam

Mein Arbeitsumfeld war sehr vielfältig. Tagesgeschäft oder Routineaufgaben gab es bei mir so gut wie nicht. Im Gegenteil: In der Position als "Assistant of Executive Plant Management" war es sehr wichtig, ein flexibles Organisationstalent zu sein. Meine Aufgaben umfassten, grob gesagt, drei große Spektren mit jeweils zahlreichen Teilaufgaben. Das erste Spektrum waren VIP-Visits. Als stark wachsendes Werk empfingen wir sehr viele VIP-Besuche. Das waren teils hochrangige Vertreter aus der deutschen oder vietnamesischen Politik, Manager diverser Kunden, aber natürlich auch Vertreter der Bosch-Geschäftsführung. Bei diesen Besuchen durfte nichts dem Zufall überlassen werden. Ich arbeitete sehr viel mit den Abteilungsleitern des Werkes zusammen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Neben unseren VIP-Besuchen war die zweite große Aufgabe die Unterstüztung der CIPs (Continous Improvement Processes) in unserem Werk. Gemeinsam mit der CIP-Koordinatorin arbeitete ich an der Organisation und Moderation von Workshops, um Prozesse im Werk zu verbessern. Dazu kamen strategische Themen rund um die Positionierung von CIP in unserem Werk. So bekam ich nebenbei Einblick in die unterschiedlichsten Abteilungen und Themen.

Der dritte Teil meines Aufgabenspektrums konnte am ehesten noch als "Tagesgeschäft" bezeichnet werden. Dieser beinhaltete Vor-, Nachbereitung und Moderation des zweiwöchentlichen Management-Meetings sowie des monatlichen Plant Review, also des Berichts der Abteilungsleiter an unser Leitwerk in Tilburg, Niederlande. Als eigenes Projekt kümmerte ich mich zudem um eine optimierte Kommunikation im Werk.

Organisationstalent - mehr als eine Floskel

Halong-Bucht Vietnam [Quelle: e-fellows.net]

Insgesamt arbeitete ich sehr eigenverantwortlich, aber selten allein. Im Team besprachen wir regelmäßig den Fortschritt sowie neue Aufgaben. Gerade in meiner Position war es wichtig, der Werkleitung so viel Unterstützung zu bieten wie möglich. So vielfältig wie die Aufgaben waren auch die Fähigkeiten, die für den Job nötig waren: Moderations- und Präsentationsfähigkeiten, verhandlungssichere Englischkenntnisse sowie interkulturell sensibler Umgang mit Mitarbeitern auf verschiedenen Ebenen mussten mehr sein als eine bloße Behauptung in der Bewerbung. Das Gleiche galt für Organisationstalent, Belastbarkeit, eine schnelle Auffassungsgabe und strategisches Denken.

Entgegen meiner Erwartungen fühlte ich mich in Sài Gòn nie alleine. Ob mit meinen Kollegen oder mit anderen PreMastern, Praktikanten oder Auszubildenden - in einer Stadt mit sieben Millionen Einwohnern gab es immer etwas zu tun, sei es abends in einem Streetfood-Restaurant lokaltypisch zu essen, ins Kino zu gehen, gemeinsam Sport zu treiben oder auch mal einen Abend bei der Massage zu verbringen.

Freizeitprogramm: Reisen 

Sowohl in Vietnam selbst als auch ringsum gibt es wunderschöne Reiseziele - viele sogar nahe genug für einen Wochenendtrip: Oft bin ich mit dem Flugzeug am Freitagabend los und am Sonntagabend wieder heim, und habe auf diese Art viel gesehen: Laos, Thailand, Kuala Lumpur und Singapur sowie einige Städte in Vietnam und die berühmte Halong-Bucht.

Unbeschreibbar viele prägende Eindrücke und Erfahrungen im beruflichen wie im privaten Umfeld machen es kaum möglich, ein Fazit meiner Zeit in Vietnam zu ziehen. Neben interkulturellen Erfahrungen und neuem Fachwissen lernte ich durch meine Zeit dort auch, die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, und konnte meinen Horizont in verschiedenster Hinsicht erweitern. Ich würde jedem empfehlen, auf diese Weise eine neue Kultur, ein neues Land und auch ein bisschen sich selbst neu kennenzulernen.

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