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Frauenpower beim Bosch-Frühstück

Frühstück Obst Früchte Brunch (Quelle: freeimages.com, jeanpaulo)

Quelle: freeimages.com, jeanpaulo

Wie arbeitet es sich als Frau in einem männerdominierten Betrieb? Was für Herausforderungen gibt es dabei und wie ist das mit der Familienplanung? In diese Themen bekam die frischgebackene e-fellows.net-Stipendiatin Sandra beim Power Breakfast von Bosch Einblicke. Während eines gemeinsamen Frühstücks erzählten drei Referentinnen über ihre Erfahrungen in dem internationalen Betrieb.

Meine Erwartungen an das Treffen

Vor dem Power Breakfast war ich vor allem auf die Referentinnen neugierig. Mich interessierte, wie sie in ihre Positionen gekommen sind, und ich hoffte, von ihren Karrierewegen Tipps und Anregungen für meinen eigenen Lebenslauf zu gewinnen. Außerdem war ich gespannt, was für Erfahrungen sie mit dem Unternehmen Bosch gemacht haben.

Frühstücksbuffet beim Power-Breakfast mit Bosch [Quelle: e-fellows.net]

Beim Frühstücksbuffet trafen 22 Teilnehmerinnen mit den drei Referentinnen zusammen: Dr. Heike Langner, Dr. Ina Constantinides und Araceli Pisón Chacón. In Vorträgen und im Gespräch erfuhren wir eine Menge über die Lebensläufe und den Berufsalltag der drei Frauen.

Karriere mit Kind

Ein Thema bei diesen Gesprächen war die Familienplanung. Mit einem vollen Terminkalender sei es nicht leicht, sein Kind nicht zu kurz kommen zu lassen, erzählte uns Heike Langner. Sie findet, dass es viel Flexibilität und Koordination erfordert, aber in einem familienfreundlichen Betrieb wie Bosch mit Home Office machbar ist. Wichtig sei dabei, sich selbst disziplinieren zu können. Langners Elan hat mich sehr beeindruckt.

Innovation und Internationalität

Ina Constantinides hat in Chemie promoviert und ist damit eine Exotin unter den Angestellten bei Bosch. Trotzdem hat sie keinerlei Probleme gehabt, ihren Platz zu finden und ist mittlerweile als Gruppenleiterin in der Entwicklung tätig. Ein von ihr entworfenes Modell zur Teamarbeit wird schon erfolgreich bei Bosch angewendet. Sie hat mir im Einzelgespräch erzählt, wie die Internationalität ihres Teams sie bereichert. Das hat mich selbst darin bestärkt, später mit Menschen verschiedener kultureller Hintergründe zusammenzuarbeiten.

Von Zaragoza nach Eisenach

Araceli Pisón Chacón hat in Spanien Maschinenbau studiert und danach ein Bosch-Trainee Programm in der Fertigung begonnen. Sie erzählte, dass sie dort eine Menge lernen

Gesprächsrunde_Bosch-Power-Breakfast

konnte, was allerdings auch Stress mit sich gebracht hat. Dass sie nach Deutschland kam und nicht in einer spanischen Niederlassung angefangen hat, löste bei vielen Leuten aus ihrem Umfeld Unverständnis aus. Pisón hat sich dadurch aber nicht entmutigen lassen und ist ihren eigenen Vorstellungen gefolgt, was sie erreichen möchte. So hat sie während ihrer Trainee-Zeit auf eigene Faust einen Auslandsaufenthalt in Brasilien organisiert.

Alle Referentinnen waren sich einig, dass es bei Bosch nur eine sehr flache Hierarchie gibt. Besonders gefallen hat mir die Idee des 360°-Feedback. Dabei können die Angestellten anonymes Feedback von allen Seiten bekommen. So beurteilen nicht nur wie im klassischen Fall Vorgesetzte ihre Mitarbeiter, sondern auch Chefs erhalten Rückmeldungen aus ihrem Team.

Chancen bei Bosch

Gegen Ende der Diskussionsrunde gesellten sich noch Stefan Assmann (Leiter Produktbereich Montageanlagen und Sondermaschinenbau) und Rainer Kallenbach (Geschäftsleiter im Bereich Technik und Entwicklung) zu unserer Runde. Sie berichteten uns ebenfalls von ihren Lebensläufen und stellten sich bereitwillig unseren Fragen. Wir wurden ermutigt, über Bosch als möglichen Arbeitgeber nachzudenken. Es gibt dort für Mathematikerinnen und Informatikerinnen beispielsweise Einsatzmöglichkeiten in Bereichen der künstlichen Intelligenz, aber auch bei Big-Data-Anwendungen. An ihrem Betrieb lobten Assmann und Kallenbach die flexiblen Arbeitszeiten und die guten Chancen für Auslandsaufenthalte. Im Gegenzug wird die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen und zur Interdisziplinarität erwartet.

Einblicke bei der Werksführung

Zum Abschluss der Veranstaltung führte uns die Jungingenieurin Eva Dresel durch das Werk Stuttgart-Feuerbach. In einem Mini-Museum erklärte sie die Hauptentwicklungen bei Bosch in den vergangenen Jahrzehnten und typische Arbeitsprozesse im Werk. Als Studentin im theoretischen Bereich der Mathematik und Informatik sehe ich mich selbst nicht in der Fertigung, sondern eher in der Forschung und Entwicklung. Trotzdem war es spannend zu sehen, wie viel Abstimmung man benötigt, damit die Sicherheit der Mitarbeiter und die Funktionstüchtigkeit der Produkte gewährleistet sind.

Mein Fazit: sehr empfehlenswert!

Gruppenbild_Bosch-Power-Breakfast

Meine Erwartungen an das Power Breakfast wurden in jeder Hinsicht übertroffen. Ich hatte nicht damit gerechnet, so verschiedenartige Einblicke und Tipps zu erhalten, was Lebensentscheidungen betrifft. Es hat mich gefreut, dass alle Referenten offen und ehrlich mit uns sprachen und sich so viel Zeit für unsere Fragen nahmen. Die von allen bestätigte Unternehmensphilosophie der Robert Bosch GmbH ist mir sehr sympathisch. Ich wusste zum Beispiel vorher nicht, dass sie 2012 als familienfreundlichstes Unternehmen Deutschlands ausgezeichnet worden ist. Leider werde ich in naher Zukunft keine Zeit für ein Praktikum haben, aber für Studenten ist das sicherlich interessant. Das Power Breakfast würde ich allen ans Herz legen, die technologiebegeistert und weltoffen sind. Es war nicht nur informativ, sondern auch angenehm gestaltet.

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