Partner von:

Wenn der Ruf bis in die USA reicht (Teil 1)

Freiheitsstatue, NYC, New York, Statue of Liberty [Quelle: freeimages.com, Autor: ranjithd]

Quelle: freeimages.com, ranjithd

12 Monate bei Bosch und schon ins Ausland – Christoff absolviert die Auslandsstation des 'Junior Managers Program' in den USA. Dort soll er eine verbrauchsgesteuerte Fertigung einführen - die Erwartungen sind hoch.

Seit 12 Monaten bin ich Teilnehmer des "Junior Managers Program". Zusammen mit dem Werksleiter habe ich die ersten drei Stationen im Werk Bamberg sowie den Verlauf meiner Projekte abschließend reflektiert. Nun trete ich eine fünf-monatige Auslandsstation an.

Ziel der Entsendung ist die Produktionsplanung von Sensorelementen der Lambda-Sonde im Werk Anderson, South Carolina (USA). Für meinen Auslandsaufenthalt hat Bosch alles organisiert: angefangen von Visum über Flug bis hin zu möblierter Wohnung und Mietwagen. Bleibt für mich nur noch, in den Flieger zu steigen.

Der erste Tag

An meinem ersten Arbeitstag begrüßt mich Lee in der Personalabteilung (in USA spricht man sich mit dem Vornamen an). Sie stellt mir das Werk vor und begleitet mich in meine Abteilung. In der Planungsabteilung arbeiten ungefähr 15 Fertigungsplaner. Die meisten sind Ingenieure, einer von ihnen auch Mathematiker. Das Büro besteht – wie in USA üblich – aus mittelgroßen "Cubes", durch Stellwände abgetrennte Räume, in denen die Teams sitzen. Hier habe auch ich meinen Platz.

"My expectations are high!"

Die Vorstellungsrunde ist vorbei, und mein Kollege Martin zeigt mir die Fertigung. Für die Fertigung von Sensorelementen der Lambda-Sonde hatte ich bereits im Leitwerk Bamberg gearbeitet. Mit dem Produkt sowie dem Herstellungsprozess war ich daher gut vertraut. Am ersten Tag lerne ich auch meine beiden Vorgesetzen kennen – Denny und Charlie. Denny ist als Abteilungsleiter am Standort verantwortlich für die gesamte Produktion der Lambda-Sonde, Charlie der Manager für den Teilwertstrom des Sensorelements.

Beide sind erstaunlich gut über den Verlauf meiner Projekte zum Thema Verschlankung der Produktion in Bamberg informiert. Einem kräftigen Händedruck folgt zugleich ihre Erwartungshaltung: "I’ve heard a lot about you, my expectations are high!" Das erste Gespräch ist sehr angenehm, offen und nett. Wir vereinbaren einen zweiten Termin zur gemeinsamen Zielvereinbarung und Projektdefinition.

Meine Projekte – meine Herausforderung

Zu meinen Aufgaben gehören zwei Projekte: erstens die Konzeption und Einführung einer verbrauchsgesteuerten Fertigung und zweitensdie Migration der Kapazitätsmodelle von Leit- und Schwesterwerk beziehungsweise von Bamberg und Anderson. Das Zielvereinbarungsgespräch endet mit den Worten "Keep me updated and let me know in case you need any help!" Für mich heißt das: Zwei Herausforderungen mit sehr viel Gestaltungs- und Entscheidungsspielraum.

Selbst in den USA kennt der Großteil der Führungskräfte das "Junior Managers Program" (JMP)  und hat ein gutes Gespür dafür, wie sie attraktive Projekte für JMP-Teilnehmer gestalten können. Um möglichst schnell ein erstes Konzept zu präsentieren, werde ich als Nächstes Projektpläne aufstellen, Meilensteine definieren und Ressourcen planen.

Und abends?

Mein Arbeitstag beginnt um 8 Uhr morgens. Den Heimweg trete ich zwischen 17 und 18 Uhr an. Manchmal verlasse ich das Werk schon früher - ein paar E-Mails kann ich schließlich auch abends von zu Hause noch schreiben. So habe ich am frühen Abend erst mal Zeit für Sport. Das YMCA liegt bei mir um die Ecke, von Fitnesstraining, Basketball, Schwimmen bis hin zu Squash kann man hier fast alles machen. Nach dem Sport fahre ich meist einkaufen. In der Hülle und Fülle amerikanischer Supermärkte suche ich mir die Zutaten für mein Abendessen zusammen – Meeresfrüchte oder Fleisch, Pasta und Gemüse.

Skifahren in Kalifornien

Gleich in der dritten Woche nehme ich mir drei Tage frei. Ich fliege nach San Francisco, um Karsten und Lukas zu treffen. Beide sind Kollegen aus dem "Junior Managers Program" – derzeit in ihrer Auslandsstation am Bosch-Standort Palo Alto. Gemeinsam fahren wir zum Skifahren an den Lake Tahoe in Kalifornien.

Wie es mir gelingt, das Team von meinem Konzept einer Verbrauchssteuerung zu überzeugen – davon berichte ich beim nächsten Mal.

nach oben

Willst du mehr über unseren Partner Bosch erfahren? Hier findest du alle Infos zum Unternehmen.

Hol dir Karriere-Infos,

Jobs und Events

regelmäßig in dein Postfach

Kommentare (2)

Zum Kommentieren bitte einloggen.

  1. » Tagebuch (Bosch): Umdenken für die "Schlanke Produktion" – 3. Teil

    [...] Im ersten Teil des Tagebuchs berichtete Christoff, wie er in South Carolina ankam und sich einlebte. [...]

  2. » Tagebuch (Bosch): "Mensch ärgere dich nicht" für Ingenieure (2. Teil)

    [...] Im ersten Teil des Tagebuchs berichtete Christoff, wie er in South Carolina ankam und sich einlebte. [...]

Das könnte dich auch interessieren