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Der Produktion auf die Finger schauen

Hand Finger OK (Quelle: freeimages.com, emotive )

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Mit Wärmebildkameras nach austretender Hitze suchen oder Leitungen auf ihre Dichtigkeit prüfen – auch so kann die Arbeit eines Beraters aussehen. Wie Firmen ihre Energiekosten durch Prozessoptimierung senken können, zeigt die Lernfabrik für Energieproduktivität von McKinsey in der Praxis. e-fellow Martin erlebte beim Workshop effiziente Produktion und erkannte, dass weniger Schrauben manchmal mehr sind.

Titel der Veranstaltung

Go Green - McKinseys Green Model Factory 2010

Datum und Ort

25. und 26. November 2010 in München

Teilnehmer und Unternehmensvertreter

19 Studenten und Young Professionals aus England, Italien, Dänemark und Deutschland sowie 10 Unternehmensvertreter

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe

Die Produktion ist mein Steckenpferd. Sowohl mein Schwerpunkt im Studium als auch meine Praktika lagen in diesem Bereich. McKinsey betreibt seit 2009 gemeinsam mit der TU München eine "Lernfabrik für Energieproduktivität", also eine Modell-Fabrik, die beispielhaft eine effiziente Produktion darstellt und im Kleinen zu zeigt, was man im Großen verändern kann. Sowohl diese Fabrik als auch McKinsey wollte ich kennenlernen.

Kulinarischer Einstieg

Um erstmal miteinander warm zu werden, haben wir am ersten Abend gemeinsam gekocht: Vier Gruppen zauberten je einen Gang eines Vier-Gänge-Menüs. Da wir nicht sofort am Tisch saßen, kam ich mit vielen Leuten ins Gespräch. Alle Teilnehmer waren vielfältig engagiert, so konnte man mit jedem eine Gemeinsamkeit finden. Meist drehten sich die Gesprächsthemen natürlich um das Leben und Arbeiten als Berater. Die Unternehmensvertreter gaben uns zu allen Fragen gerne Auskunft.

Finde die Fehler

Der zweite Tag bestand aus zwei Einheiten: dem Besuch der Lernfabrik und eines Workshops zum Produktdesign. In der Lernfabrik wird ein echtes Produkt gefertigt: ein kleines Getriebe, das zum Beispiel in Schiebetüren zum Einsatz kommen kann. Der Produktions- und Fertigungsprozess ist so aufgebaut, dass er einige versteckte Schwächen hat. Unsere Aufgabe war es, diese zu suchen und zu beheben. Beispielsweise haben wir mit Wärmebildkameras nach austretender Hitze gesucht oder Leitungen auf ihre Dichtigkeit geprüft. Anhand der ermittelten Daten konnten wir unsere Verbesserungsideen priorisieren und Veränderungen empfehlen. McKinsey nutzt die Lernfabrik, um Klienten beispielhaft zu zeigen, welche Methoden bei der Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten angewendet werden. Mich hat überrascht, dass McKinsey in Beratungsprojekten so detailliert und praxisbezogen arbeitet und Produktionsprozesse auf – im wahrsten Sinn des Wortes – zupackende Weise umgestaltet.

An Schrauben lässt sich sparen

Obwohl ich kein Produktentwickler bin, hat mich der Workshop zum Produktdesign begeistert. Dort haben wir zwei Kaffeemaschinen getestet auf wahrgenommene Wertigkeit, Geschmack des Kaffees und andere Aspekte. Aber insbesondere haben wir die Produzentenbrille aufgesetzt, das heißt die Kaffeemaschinen in ihre Einzelteile zerlegt und verglichen. Kopfschüttelnd haben wir einige Einsparpotentiale erkannt. Beispielsweise wurde in einer Kaffeemaschine eine einzige Schraube verbaut, während in der anderen 23 Schrauben verbaut wurden – offensichtlich Verschwendung. Auch hier hat mich verblüfft, dass die Berater so nah an der Produktentwicklung arbeiten.

Insgesamt hat mich überrascht, wie sehr McKinsey bei technischen Prozessen ins Detail geht und dass dies als Kernkompetenz verstanden wird. PowerPoint ist also nicht das einzige Werkzeug, das Berater benutzen.

Wem ich die Veranstaltung weiterempfehle

Jedem, der ein Interesse an industrieller Produktion und Produktentwicklung hat. Umso mehr, wenn dazu noch ein Interesse an der Beratung kommt. Die Tage in München werden mir im Gedächtnis bleiben. Ich werde versuchen, die Impulse aufzunehmen und das Gelernte in echten Fabriken umzusetzen, zum Beispiel indem ich konsequent mit Wärmebildkameras nach Energieverschwendung suche.

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