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Einstieg in die Wirtschaftsprüfung (2. Teil)

Alltag bei KPMG [Quelle: Nadja Deeg]

Quelle: Nadja Deeg

Nadja und ihre Kollegen sind mitten in der busy season, der heißen Phase in der Wirtschaftsprüfung. Trotzdem sind der Zusammenhalt und die Stimmung im Team gut – und zum Abschluss der Woche gibt es Schokoladentorte für alle.

Seit einem Jahr arbeite ich nun schon als Associate in der Wirtschaftsprüfung und habe während dieser Zeit sehr viel erlebt und gelernt. Ich war beteiligt an Jahresabschlussprüfungen von Konzernabschlüssen sowie großen Kapitalgesellschaften und Reportings an internationale Konzernprüfer. Außerdem habe ich eine Umstellung der Rechnungslegung von HGB auf IFRS begleitet (damit werden unterschiedliche Richtlinien bezeichnet) und bereits in meiner zweiten busy season die Prüfungsleitung eines Teilkonzerns eines großen deutschen Anlagenbauers übernommen.

Dabei habe ich nicht nur viel über nationale und internationale Rechnungslegung gelernt, sondern auch darüber, wie man Aufgaben strukturiert, Probleme unter Zeitdruck effizient löst und sich immer wieder neu in die sehr unterschiedlichen Geschäftsfelder der Mandanten einarbeitet. Klingt viel? War es auch. Aber genau deshalb und weil keine Woche wie die andere ist, hat es jeden Tag Spaß gemacht.

Mein Mandant, mein Büro

Gerade sind wir mitten in der busy season. Auf meinem aktuellen Mandat müssen wir bereits in einer Woche die Reportings der Einzelgesellschaften an den Konzernprüfer freigegeben. Wir, damit meine ich das Prüfungsteam, das zusammen auf diesem Mandat arbeitet. Zu Beginn der Woche treffen wir uns beim Mandanten, wo uns ein Prüferzimmer zur Verfügung gestellt wird, und arbeiten meist während der kompletten Zeit der Prüfung vor Ort. Dort sind die Wege zu unseren Ansprechpartnern aus den Rechnungslegungsabteilungen kurz und wir haben Zugang zu den IT-Systemen, die wir während der ganzen Prüfung benötigen.

Zu Beginn einer Prüfung setzen wir uns zusammen und besprechen die Grundlagen für die Jahresabschlüsse aller Gesellschaften, die von uns testiert werden. Anschließend werden die unterschiedlichen Aufgaben auf die Mitglieder des Prüfungsteams aufgeteilt: Gespräche mit den Geschäftsführern und den Leitern des Rechnungswesens über die Geschäftslage zum Jahresabschluss, über Sonderthemen im Geschäftsjahr und über die Aussichten für das kommende Geschäftsjahr.

Unterlagen überprüfen und Gutachten abgleichen

Je nach Aufgabenverteilung werden dann die unterschiedlichen Prüffelder abgearbeitet. Dazu werten wir unter anderem die Bestätigungen aus, die wir bei externen Kunden, Lieferanten, Banken und Rechtsanwälte angefordert haben, und analysieren sie. Anschließend prüfen wir, ob sich diese Unterlagen mit dem Jahresabschluss decken. Gutachten von Aktuaren über Pensionen oder Zahlungen für Firmenjubiläen werden mit den gebuchten Zahlen abgeglichen.

Außerdem holen wir Einschätzungen von Spezialisten ein, beispielsweise von unseren Kollegen, die das IT-System des Mandanten prüfen, oder von unserer Tax-Abteilung. Gegen Mitte der Woche besprechen wir dann, welche Aufgaben noch nicht erledigt werden konnten, welche Gründe es hierfür gibt und wie wir die Situation lösen können. Es wird diskutiert, welche Unterlagen noch vom Mandanten angefordert werden müssen und gegebenenfalls, wie wir bei Unstimmigkeiten mit dem Mandanten weiter vorgehen.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Dann folgt der Endspurt, denn direkt zu Beginn der nächsten Woche müssen die Reportings freigegeben werden. Das heißt, dass wir während der busy season, länger arbeiten und auch stressige Situationen bewältigen müssen. Das ist nicht immer einfach, aber durch den Zusammenhalt unter den Kollegen und die permanente Unterstützung durch erfahrene Kollegen sowie durch die Manager sowie Partner wird vieles leichter. Und bei dieser Prüfung gibt es für uns alle etwas, auf das wir uns freuen können: Einer unserer Manager wurde vor ein paar Wochen befördert und das feiern wir mit selbstgebackener Schokotorte und einem Gläschen Champagner, den unsere Managerin spendiert hat.

Mein Fazit zum ersten Jahr bei KPMG

Egal wie stressig es ist, alle aus dem Prüfungsteam ziehen gemeinsam an einem Strang, bis das Ziel erreicht ist. Und es gibt immer einen Grund, zusammen zu feiern. Sei es, wie bei dieser Prüfung mit Schokotorte, im September mit einem gemeinsamen Ausflug auf die Wiesn oder wie jetzt im März bei Sonnenschein auf der Skipiste. Seit einem Jahr arbeite ich mittlerweile als Associate bei KPMG – und so schnell wurden aus Kollegen wunderbare Freunde, dank derer ich jeden Tag gerne zur Arbeit gehe.

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