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Einstieg in die Wirtschaftsprüfung (1. Teil)

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"Ich als Wirtschaftsprüferin?" Nadjas anfängliche Skepsis schwand bereits durch ein KPMG-Seminar an ihrer Uni – und löste sich in ihrem Praktikum schließlich vollständig auf. Und ehe sie sich versah, bekam sie eine Stelle im Audit angeboten.

Gleich im ersten Master-Semester gab es an meiner Universität die Möglichkeit, an einem Seminar von KPMG zum Thema Wirtschaftsprüfung teilzunehmen. Bis dahin hatte ich hauptsächlich Erfahrungen im Accounting und Banking gesammelt und wollte unbedingt mehr über die Tätigkeit eines Wirtschaftsprüfers wissen. Umso besser, dass die Seminarveranstaltungen von KPMG-Prüfern gehalten wurden, so erhielten wir Studenten neben dem fachlichen Wissen auch einen sehr detaillierten Einblick in den Berufsalltag. Und was wir da zu hören bekamen, klang gar nicht nach dem Klischee eines überarbeiteten Zahlenmenschen, der in seinem stillen Kämmerlein sitzt und tagein, tagaus Excel-Tabellen betrachtet. Ganz im Gegenteil: Mit jedem neuen Mandat arbeite man sich in ein neues Unternehmen ein, lerne neue Strukturen und Prozesse kennen und sammle dadurch gerade als Neueinsteiger nicht nur viel Erfahrung, sondern auch viel Wissen.

Vom Seminar zum Praktikum

Zugegeben: Ein wenig skeptisch war ich nach den Seminarveranstaltungen dennoch. Gerade aus diesem Grund nahm ich die Einladung des zuständigen Partners zum Bewerbungsgespräch für ein Praktikum sehr gerne an – nur so würde ich ein genaueres Bild von der Tätigkeit als Wirtschaftsprüfer erhalten. Mithilfe meiner Seminarunterlagen und Case Studies bereitete ich mich auf das Bewerbungsgespräch vor, doch meine Nervosität vor dem Gespräch stellte sich als völlig unbegründet heraus. Nach einem kurzen fachlichen Teil ging es vor allem um meine Fragen zum Praktikum, meine Aufgaben als Praktikantin und die Möglichkeiten, die sich mir bei KPMG während des Studiums bieten. Das Ganze klang spannend, daher freute es mich sehr, dass ich kurz nach dem Gespräch die Zusage für das dreimonatige Praktikum bekam.

Uniwissen praktisch angewendet

Im Praktikum selbst ging es dann direkt richtig los: vier Wochen Hotelmandat. Und das mitten in der Busy Season. Meine Befürchtung, dass die Kollegen nur wenig Zeit finden würden, um mich einzulernen und komplizierte Sachverhalte zu erläutern, erwies sich als falsch. Vom ersten Tag an wurde ich ins Team eingebunden und bekam auch anspruchsvolle Aufgaben für die Jahresabschlussprüfung eines großen Versandhandels zugeteilt. Die ersten Wochen über lernte ich, mein theoretisches Wissen aus der Uni praktisch anzuwenden: von "klassischen" Bilanzierungsthemen über Kostenrechnungsmodelle bis hin zu Investment- oder Rechtsfragen. So merkte ich recht bald, wie vielseitig Wirtschaftsprüfung ist.

Der Eindruck der ersten Wochen bestätigte sich auch in der zweiten Phase meines Praktikums, während der ich in der Vorprüfung eines großen Maschinenbauers eingesetzt war. Die Arbeit im Prüfungsteam und die Aufgaben machten mir großen Spaß, und ich merkte, dass die Tätigkeit als Associate und der damit verbundene Weg über das Steuerberaterexamen bis hin zum Wirtschaftsprüfer genau das waren, was ich nach meinem Master-Abschluss machen wollte.

Arbeitsangebot statt Abschied

Meine Begeisterung blieb auch dem zuständigen Manager und Partner nicht verborgen, denn noch während meines Praktikums wurde ich zu einem Einstellungsgespräch für den Direkteinstieg im Audit in München eingeladen. Die Zusage bekam ich sogar noch vor Ende meines Praktikums. Das motivierte mich natürlich umso mehr. Und das Beste war, dass ich mich an meinem letzten Tag nicht einmal von meinen Kollegen verabschieden musste – auch im kommenden Jahr würde ich ja Teil des Prüfungsteams sein. Dann aber nicht mehr als Praktikantin, sondern als feste Mitarbeiterin.

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